New York - New York wendet sich dem Wasser zu: Bürgermeister Michael Bloomberg will Hunderte Kilometer Küste der Millionenstadt für die Naherholung und Transport herausputzen und neue Fährverbindungen zwischen den Stadtteilen einrichten.
Für das Entwicklungsprojekt, das Bloomberg bei der Vorstellung am Montag als "eine der umfassendsten Umgestaltungen einer urbanen Uferregion" weltweit bezeichnete, würden in den kommenden drei Jahren insgesamt 3,3 Milliarden Dollar (rund 2,4 Milliarden Euro) bereitgestellt. Damit würden etwa 13.000 neue Jobs im Bausektor geschaffen werden.
Dabei soll der Plan keine zusätzlichen Gelder von der Stadt oder dem Bundesstaat erfordern, sagte Stadtratssprecherin Christine C. Quinn der "New York Times". Vielmehr sollten alle geplanten oder schon in Angriff genommenen Projekte zusammengeführt werden, die Flüsse, Buchten und Küstenlinie mehr in das tägliche Leben und den Handel integrieren wollen.
Unter anderem will der Bürgermeister 20 Hektar Uferparks am Wasser anlegen lassen. Es soll zudem Landeplätze für Kajakfahrer und andere Naherholungseinrichtungen geben. Von Juni an solle eine Fähre den Stadtteil Manhattan mit Brooklyn und Queens verbinden.
Der größte Teil der Investitionen soll aber eingesetzt werden, um die alten Abwassersysteme der Stadt und damit die Wasserqualität weiter zu verbessern. Auch die Hafenanlagen der Stadt sollen renoviert werden, heruntergekommene Uferstreifen sollen ökologisch verschönert werden. Einige Abschnitte sollen zudem ausgebaggert werden - so wollen die Planer Platz machen für die riesigen Containerschiffe, die nach dem Ausbau des Panama-Kanals erwartet werden.
New York, das über etwa 840 Kilometer Küste verfügt, solle zu einer der "tollsten Uferstädte weltweit" werden und dabei Städten wie San Francisco oder Seattle nacheifern, sagte Bloomberg. "Wir haben unseren Ufergebieten buchstäblich den Rücken zugewandt", sagte Quinn. "Wir haben nun entschieden, uns wieder unserer Küstenlinie zuzuwenden."
abl/AFP
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