Frühlingsreisen in Europas Metropolen Kleines Budget, großer Spaß

London, Rom, Madrid oder Berlin: Frühlingshafte Temperaturen machen Lust auf einen Städtetrip. Eine langes Wochenende in Europas Metropolen kann allerdings ganz schön ins Geld gehen. Es sei denn, man nutzt Spartricks für die Anreise und Tipps für kostenloses Sightseeing.

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Die Kombination ist perfekt: ein bisschen Kultur, ein bisschen shoppen, zwischendurch köstlich essen gehen und fremde Straßen erkunden. Nicht umsonst gehören Städtetrips zu den Lieblingsreisen der Deutschen. Teuer müssen sie nicht werden - vorausgesetzt, man plant ein bisschen voraus und weiß günstige Angebote zu nutzen.

Im Prado: Mehr als 50 Museen lassen sich mit der Madrid Card besichtigen
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Im Prado: Mehr als 50 Museen lassen sich mit der Madrid Card besichtigen

Madrid: Abends gratis in den Prado

Die ersten sonnigen Tage sind schon da, vor allem aber im Mai - wenn das Thermometer bei angenehmen 20 bis 25 Grad steht - wird der Stadtbummel durch Madrid zum Hochgenuss: Nach den Kulturstopps im Museo del Prado, einem der bedeutendsten Kunstmuseen der Welt, dem Museo Reina Sofia und dem Thyssen-Bornemisza steht ein Bummel auf der Calle Mayor an - vorbei an den alten Adelspalästen hinter der Plaza de la Villa bis hin zum Hauptplatz Plaza Mayor. Günstig wird der Madrid-Trip mit diesen Tipps:

  • Der Preis für die Eintrittskarten in die Museen ist mit dem Kauf der Madrid Card (55 Euro für zwei Tage, 65 Euro für drei Tage) abgegolten. Sie bietet freien Zugang zu mehr als 50 Museen und Denkmälern. Inbegriffen ist auch das Discover-Madrid-Programm mit Stadtbesichtigungen, einer Führung durch das Stadion des Fußballclubs Real Madrid und ein Besuch von "Las Ventas", der größten Stierkampfarena Spaniens. Die Madrid Card gibt es auch gemeinsam mit einem Zeitticket für den öffentlichen Nahverkehr "bus turístico".
  • Sonst ist man günstig mit dem Fahrrad unterwegs. Dank einer Initiative der Madrider Stadtverwaltung kann man jetzt im Stadtpark Parque Juan Carlos I. gleich neben dem Messegelände für eine Stunde kostenlos Fahrräder ausleihen. Sogar Tandems und Anhänger für Kleinkinder gibt es.
  • Wer sich auch die Discover-Madrid-Karte sparen will, der wartet einfach bis 18 Uhr: Dann ist der Eintritt in den Prado kostenlos, sonn- und feiertags geht's schon ab 17 Uhr. Auch das Museo Nacional Centro de Art Reina Sofia - mit Werken von Picasso und Dali - ist samstags ab 14.30 Uhr und sonntags bis 14.30 Uhr frei zugänglich. Der Zugang zum Palacio Real im Herzen der Stadt ist für EU-Staatsbürger jeden Mittwoch kostenlos.
  • Wer sich zwischendurch günstig stärken will: Die Restaurants der Kette Cervecería 100 Montaditos sind berühmt für die Auswahl von über 100 Sandwiches für ein bis zwei Euro.
  • Preiswert übernachten lässt es sich sehr zentral im Hostal Miami in der Gran Vía 44: Ab 28 Euro kostet die Nacht pro Person im Doppelzimmer, allerdings muss man rechtzeitig reservieren. Im historischen Zentrum von Madrid gibt es außerdem das THC Latina Hostel mit zehn charmant eingerichteten Zimmern, ab 51 Euro pro Person im Doppelzimmer.
    Das Kolosseum in Rom: Ein Anblick, den man nicht so schnell vergisst
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    Das Kolosseum in Rom: Ein Anblick, den man nicht so schnell vergisst

Rom: Günstig schlafen im Kloster

Im Frühjahr klettern in Rom die Temperaturen auf angenehme 23 Grad und auch die Sehnsucht nach dem italienischen Dolce vita, wenn es denn bezahlbar ist:

  • Hin geht's ab Frankfurt mit den Billigfliegern Ryanair oder Vueling. Wer lieber mit dem Zug anreist, der steigt in München in die Citynightline (ab 146,30 Euro) und genießt den ersten Espresso morgens in der italienischen Hauptstadt.
  • Wer länger als ein Wochenende in Rom bleibt, für den kann sich der Erwerb des Roma Pass lohnen. Für 34 Euro hat man damit in allen öffentlichen Verkehrsmitteln drei Tage lang freie Fahrt. Inbegriffen sind der Eintritt in zwei Museen oder Sehenswürdigkeiten. Ganz frei ist die Besichtigung der Vatikanischen Museen an jedem letzten Sonntag im Monat.
  • Auch auf zwei Rädern sind Urlauber günstig mobil: Die Fahrradmiete kostet elf Euro pro Tag.
  • Weniger als fünf Gehminuten sind es vom Bahnhof Roma Termini zum Bed & Breakfast Oasi (ab 40 Euro pro Person im Doppelzimmer). Auch römische Klöster öffnen ihre Pforten für Gäste. Eine Liste gibt es auf www.pilgerzentrum.net. Der Übernachtungspreis beginnt bei 40 Euro für ein Einzel- und bei 70 Euro für ein Doppelzimmer.
    Der Hyde Park in London: Erst spazieren, dann beim Inder schlemmen
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    Der Hyde Park in London: Erst spazieren, dann beim Inder schlemmen

London: Preiswert essen beim Inder

London geht auch bezahlbar - mit diesen Günstig-Tipps:

  • Billigfluglinien wie Ryanair und Easyjet haben die englische Hauptstadt auf dem Flugplan. Und die Bahn bietet ein London-Spezial ab 59 Euro an.
  • Der London Pass verschafft freien Eintritt in über 60 Touristenattraktionen. Ein Tag kostet 57 Euro, zwei Tage 77 Euro, drei Tage 92 Euro. Optional reicht die Travelcard aus. Sie gilt für U-Bahnen und Busse in den Zonen 1 und 2 - dort liegen die meisten Sehenswürdigkeiten. Die Travelcard-Preise beginnen bei 11,50 Euro.
  • Englische Tradition gibt es auch kostenlos zu sehen: Täglich um 21.53 Uhr werden bei der "Ceremony of the Keys" nach strengem Protokoll die Haupttore des Towers of London geschlossen, ein Showact, für den man wegen des Andrangs die Karten besser vorbestellt.
  • Eine bezahlbare Mahlzeit wartet im "Breakfast Club", wo den ganzen Tag über typisch englisches Frühstück serviert wird. Tipp: Die authentischste indische Küche außerhalb Indiens wird im "NoorJahan 2" serviert, in der Nähe des Hyde Parks und der Paddington Station. Die Hauptgerichte kosten ab sieben Pfund.
  • Ohne viele Extras, aber gepflegt kommt man im Palmers Lodge-Swiss Cottage unter. Nur wenige Minuten dauert die Fahrt von dem Hostel im viktorianischen Look mit der U-Bahn in die City (ca. 26 Euro im Schlafsaal, Zweibettzimmer ab ca. 51 Euro).
    Himmel über Berlin: Darunter lässt sich prima Pause machen
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    Himmel über Berlin: Darunter lässt sich prima Pause machen

Berlin: Sparen im schwimmenden Hostel

Ein Trip in die deutsche Hauptstadt ist eigentlich ein Muss und reißt bei guter Planung nicht gleich ein Loch ins Portemonnaie. Ein paar Tipps:

  • Mit den Sparpreisen der Bahn geht es schon ab 29 Euro oder per Fernbus ab 9 Euro in die Hauptstadt.
  • Schnell und preiswert kann man mit der Berlin WelcomeCard 48 Stunden lang ab 18,50 Euro durch die Stadt fahren. Inbegriffen ist die freie Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder - kombiniert mit Potsdam - 25 bis 50 Prozent Ermäßigung bei mehr als 200 Rabattpartnern.
  • Eine Fahrradmiete ist ab vier Euro möglich.
  • Täglich um elf Uhr starten am Brandenburger Tor kostenlose Führungen durch Berlins Mitte. Die dreieinhalbstündige Tour führt zu den bekanntesten Orten und Plätzen; die Stadtführer erkennt man am roten T-Shirt.
  • Die meisten Gedenkstätten, regionale und historische Museen sowie Sammlungen gewähren generell freien Eintritt. Kostenlose Audiotouren im MP3-Format lädt man sich am besten über www.hoerpol.de auf den iPod.
  • Ebenfalls kostenlos ist der Zugang zu Parks und Grünanlagen wie den Botanischen Garten, den Lustgarten, das Schloss Charlottenburg und den Tiergarten.
  • Das Restaurant San Marco im Herzen vom Prenzlauer Berg ist ein Klassiker bei Einheimischen wie Touristen. XXL-Pizzen aus dem Steinbackofen kommen dort für nur 2,70 Euro auf den Tisch. Der Preise bleibt dabei immer derselbe, ganz gleich, welcher Belag drauf soll. Und in der Lavanderia Vecchia, der "Alten Wäscherei" in Neukölln, isst man frisch Gekochtes wie von Mama. Zwischen Wäschestücken lässt eine Vielfalt von Antipasti zu günstigen Preisen keine Wünsche offen, mittags kostet ein Teller Pasta ab 5,50 Euro.
  • An Unterkünften stehen kostenbewussten Reisenden Jugendherbergen, Budget-Hotels und Hostels zur Verfügung. Mal etwas anderes ist das schwimmende Hostel-Boot "Eastern Comfort" zwischen Friedrichshain und Kreuzberg (Übernachtung ab 16 Euro in einer Mehrbett-Kabine). Die Alternative zum Hotel sind Ferienwohnungen, Apartments und Privatzimmer ab 18 Euro pro Person und Nacht.

Monika Reisner/srt/ele

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insgesamt 15 Beiträge
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Seite 1
der_da1234 18.03.2014
1. Kommt schon
...etwas früher wäre nicht schlimm gewesen... :)
thorsten.raffelberg 18.03.2014
2. Geführte Touren und Aktivitäten
Hallo, ich finde es fehlt in dem Artikel ein Hinweis zu Touren und Aktivitäten in den Metropolen. Schließlich will man ja – etwa bei dem nächsten Rom oder Berlin Besuch – auch was erleben. Hier mal einige Anregungen für die Redaktion. http://www.guiders.de/wochenende-in-rom/info http://www.guiders.de/wochenende-in-berlin/info Viele Grüße Thorsten
Robert_Rostock 18.03.2014
3. Alte Werbesprüche wieder aktuell
Besuchen Sie Europa, solange es noch steht!
gunnarqr 18.03.2014
4. 1 Fehler und 1 ungünstige Empfehlung zu Berlin
Also liebe Redakteure in Berlin kostet der Botanische Garten 6.-€ Eintritt. Das Touristenticket für 48 Std. zu 18,50 ist überteuert. Bessere Alternative: Für Verkehrsnetz AB Tageskarte a 7.- € kaufen, bzw. ABC 7,20.-. Die gelten von 0 Uhr bis zum Folgetag 03 Uhr. das sind dann 3 Std. mehr für 4,50.- bzw. 4,10.-€ weniger. Gutes Sightseeing für 2,60.- (2 Std. gültig gibt es mit der Buslinie 100, mit dem richtigen Busfahrer auch Hinweise auf Attraktionen)
tanzschule 18.03.2014
5.
Zitat von sysopREUTERSLondon, Rom, Madrid oder Berlin: Frühlingshafte Temperaturen machen Lust auf einen Städtetrip. Eine langes Wochenende in Europas Metropolen kann allerdings ganz schön ins Geld gehen. Es sei denn, man nutzt Spartricks für die Anreise und Tipps für kostenloses Sightseeing. http://www.spiegel.de/reise/staedte/mit-kleinem-budget-in-grosse-staedte-a-959320.html
der eintritt in den berliner botanischen garten ist (meines wissens ) nicht kostenlos.besucher mit der berlin welcome card erhalten 50% rabatt. http://www.visitberlin.de/de/ort/botanischer-garten-und-botanisches-museum-dahlem
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