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Starttermin: Neuer Istanbuler Flughafen eröffnet in zwei Jahren

Neuer Istanbuler Flughafen: Eine Tulpe als Kontrollturm Fotos
AECOM and Pininfarina

Der umstrittene dritte Flughafen von Istanbul soll 2018 den Betrieb aufnehmen. Reisende in die türkische Metropole landen dann auf einem der größten Airports der Welt.

Der neue Istanbuler Flughafen soll in zwei Jahren öffnen und als einer der weltweit größten Airports auch dem Drehkreuz Frankfurt Konkurrenz machen. Er wird der dritte in der türkischen Metropole sein, neben Atatürk im Stadtteil Yeilköy und Sabiha Gökçen im Osten der Stadt.

Der neue Flughafen im Nordwesten der türkischen Millionenmetropole werde im Februar 2018 den Betrieb aufnehmen und in einer ersten Phase rund 90 Millionen Passagiere im Jahr abfertigen, sagte Verkehrsminister Binali Yildirim der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu.

Nach dem Ende einer mehrjährigen Ausbauphase soll der Flughafen eine Kapazität von 150 Millionen Passagieren im Jahr erreichen. Zum Vergleich: Der neue Hauptstadtflughafen Berlin Brandenburg könnte auf eine Kapazität von bis zu 45 Millionen Passagiere im Jahr ausgebaut werden. Die Gesamtkosten des Istanbuler Projekts belaufen sich nach Angaben von Yildirim auf rund 10,2 Milliarden Euro.

Ende vergangenen Jahres hatten die Büros Aecom und Pininfarina die Ausschreibung für den Kontrollturm und weiteres technisches Gebäude gewonnen, an der sich unter anderem auch Zaha Hadid und Moshe Safdie beteiligt hatte. Der eigentümliche Turm in Tulpenform soll das Wahrzeichen des neuen Flughafens werden. Das Terminalgebäude hat ein Architektenteam unter der Führung des Londoner Büros Grimshaw entworfen.

Der Flughafen wird das neue Drehkreuz für die Fluggesellschaft Turkish Airlines, die ihr Streckennetz in den vergangenen Jahren massiv ausgebaut hat und der Lufthansa harte Konkurrenz macht.

Vor allem die Auswahl des Standortes in einem Waldgebiet stößt auf Kritik von Umweltschützern. Ein Expertenbericht hatte schon vor Jahren davor gewarnt, die Wälder im Norden der Stadt zu bebauen. Dort befinden sich wichtige Trinkwasserreservoirs. Zeitweise hatte ein Gericht sogar einen Baustopp verhängt.

abl/dpa

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