Weihnachtszeit in New York: Stadt der Shopaholics

Nirgends macht Geschenkekaufen so viel Laune wie in New York. Aber wo gibt es die besten Schnäppchen? Und wie ertragen Einkaufsmuffel den Shoppingmarathon? Hier ein paar Ratschläge für den Kaufrausch und Tipps für über- und unterirdische Erlebnisse im Big Apple.

New York im Winter: Schlittern und shoppen Fotos
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Dorothea Martin reist seit fast 30 Jahren regelmäßig nach New York und liebt es, durch die Häuserschluchten zu schlendern. Ihr Wissen über Manhattan, Meatpacking District und Madison Avenue hat sie in einem Reiseführer über den Big Apple zusammengefasst. Im SPIEGEL-ONLINE-Fragebogen beantwortet Martin die wichtigsten Fragen für einen Einkaufsbummel im Dezember.

Wie stärkt man sich für das Weihnachtsshopping in New York?

Mit einem herzhaften American Breakfast, bei dem auf keinen Fall Eier, Pancakes und Waffeln fehlen dürfen. Die New Yorker lieben es, sich samstags und sonntags beim Brunch die Bäuche vollzuschlagen. Ein Spitzenfrühstück gibt es in der Clinton Street Baking Company in der Lower East Side. Am Wochenende nimmt der Laden leider keine Reservierungen entgegen. Stellen Sie sich also in die lange Schlange - oder kommen Sie unter der Woche wieder: Aufgrund der großen Nachfrage serviert der Laden das Brunch auch montags bis freitags.

Dann kann der Boutiquenbummel losgehen. Aber wo anfangen?

Im Century 21 an der World Trade Center Site (Ground Zero): Hier werden Markenklamotten und Accessoires verramscht, das Gedränge an den Wühltischen und das Warten an den Kassen macht selbst den leidenschaftlichsten Einkaufsprofi mürbe. Aber was tut man nicht alles für das ultimative Schnäppchen? Da halb New York hier den Sonderangeboten hinterherjagt, gibt es inzwischen einen zweiten Laden am Broadway in der Upper West Side.

Sind die New Yorker wirklich so konsumversessen?

Ja, vor allem die Frauen sind wahre Shopaholics, auf Deutsch: kaufsüchtig. Es gibt sogar einen gleichnamigen Hollywood-Film, der in Manhattan gedreht wurde, ein gleichnamiges Onlinespiel, und fast täglich werden professionelle Shopping-Touren zu den besten Designerläden der Stadt angeboten. Die Jagd auf schicke Schnäppchen hat hier sogar einen Namen: Smart Shopping. Die Experten wissen um jeden Sample Sale, bei dem Klamotten aus der Schaufensterauslage günstiger zu haben sind.

Und wer hat zu Weihnachten die beste Schaufensterdeko?

Barneys' Flagship Store in der Madison Avenue. Jedes Jahr darf hier ein Star die Schaufenster entwerfen. 2011 war es Lady Gaga, 2012 ist es der Disney-Konzern, der seine Minnie Maus in den Mittelpunkt der Auslage stellt. Die Schaufenster wurden zur Kinoleinwand, auf der die Zeichentrickfigur ein Abenteuer in Paris erlebt und die Berühmtheiten der Modeszene trifft.

Wo gibt es ausgefallene Mitbringsel zu kaufen?

Bei der Designerin Joan Huggard. Sie verziert Ohrringe, Manschettenknöpfe, Spiegel, Pillendosen und Flachmänner mit Fotomotiven von New York. Derzeit gibt es ihre Kunstwerke auf dem Weihnachtsmarkt am Union Square. Auf welchen Flohmärkten sie sonst zu finden ist, steht auf ihrer Webseite.

Was tun, wenn einem keine Geschenkideen für die Liebsten einfallen?

Vielleicht kommen bei einer Runde auf Schlittschuhen kreative Ideen. Die berühmtesten Eislaufbahnen der Stadt befinden sich am Rockefeller Center im Schatten des prächtigen Weihnachtsbaums und im Central Park (Wollman Rink). Weniger beengt und sogar kostenlos dreht man im Bryant Park seine Runden. Ganz neu ist die Anlage am Standard-Hotel im Meatpacking District, sie alle haben einen Schlittschuhverleih.


+++++ Sie kennen eine tolle Boutique, ein originelles Restaurant oder andere Geheimtipps: Tragen Sie in der Weltkarte ein, was man in New York gesehen haben muss! +++++


Damit auch Shoppingmuffel in New York Spaß haben: Wo putscht man sich nach dem Kaufrausch fürs Sightseeing auf?

Bei Roasting Plant (Orchard Street 81) in der Lower East Side. Eine riesige Auswahl an Kaffeebohnen wird per Vakuum durch ein Rohrsystem geschleust und dann frisch gemahlen. Leider gibt es zu wenige Sitzplätze und der Laden brummt. Planen Sie daher nur einen Coffee to go hier ein.

Umsonst und doch unbezahlbar...

…ist das Programm "Music under New York". Seit 1985 werden jährlich rund 25 Musiker von Juroren ausgewählt und lizensiert, um in 25 New Yorker U-Bahn-Stationen an den dafür ausgewiesenen Stellen für Passanten zu spielen. Das ist ein tolles Erlebnis, wenn plattenreife Sänger und Bands kostenlose Konzerte in der Subway geben.

Ein leckeres Lunch kriegt man…

...in den zahlreichen Delis, Suppenküchen, Pizzerien oder auch von den Wagen am Straßenrand. Wer aber mal bei Manhattans Spitzenköchen zu Gast sein möchte, ohne gleich ein Vermögen loszuwerden, der komme zum Lunch. Viele der teuren Edelrestaurants bieten nämlich an bestimmten Wochentagen zum Mittag mehrere Gänge als wesentlich günstigere "Prix-Fix Menues" an, zum Beispiel Telepan in der Upper West Side (mittwoch bis freitags für 28 bis 32 Dollar) oder ABC Kitchen (28 Dollar).


+++++ Welche Ausgehtipps haben Sie für New York? In der interaktiven Reisekarte ist Platz für Ihre Empfehlungen. +++++


Wo haben Touristen die schönste Aussicht auf das Meer aus Wolkenkratzern?

Fahren Sie mit der roten Seilbahn zur Roosevelt Island, und Sie können für den Preis eines Subway-Tickets vier Minuten lang einen wunderbaren Blick auf die Skyline von Midtown Manhattan werfen. Der beste Blick auf Downtown Manhattan und die Freiheitsstatue ist sogar kostenlos zu haben, und zwar von der Staten-Island-Fähre.

Welche Rooftop-Bar empfehlen Sie für ein himmlisches New-York-Vergnügen?

Das 230 Fifth Avenue am Madison Square Park - von hier ist das Empire State Building zum Greifen nah.

Wahre Worte:

"When it's three o'clock in New York it's still 1938 in London." (Wenn es in New York drei Uhr ist, ist es in London noch immer 1938). Bette Midler, Schauspielerin.

Bestätigtes Klischee:

Frank Sinatra nannte New York einst "die Stadt, die niemals schläft". Leider ist nicht immer das aufregende Nachtleben schuld daran, dass die Einheimischen kein Auge zu kriegen, sondern profaner Lärm und Stress. Darum sind die New Yorker auch vom Schlaf besessen: Nirgendwo sonst auf der Welt gibt es so viele Einrichtungen und Schlaflabore (knapp 250), die den Schlafstörungen der Bürger auf den Grund gehen. Die Stadtverwaltung hat sogar eigens eine Noise Helpline eingerichtet, unter der Nummer 311, an die man sich bei Ruhestörungen wenden kann. Denn wer zu wenig schläft, der wird neurotisch - aber das ist ein anderes Klischee.

Die Fragen stellte Julia Stanek

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1. Viel Reklame
criticalsitizen 14.12.2012
und wo bleibt abseits von Klischees der Sinn?
2.
meinmein 14.12.2012
Zitat von sysopNirgends macht Geschenkekaufen so viel Laune wie in New York. Aber wo gibt es die besten Schnäppchen? Und wie ertragen Einkaufsmuffel den Shoppingmarathon? Hier ein paar Ratschläge für den Kaufrausch und Tipps für über- und unterirdische Erlebnisse im Big Apple. Reisetipps für eine Christmas-Shopping-Tour in New York - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/reise/staedte/reisetipps-fuer-eine-christmas-shopping-tour-in-new-york-a-872321.html)
Danke für die Tipps. Aber seit die Concorde nicht mehr fliegt, ist mir ein Einkaufsbummel in New York zu aufwendig.
3. Shopping
trader_07 14.12.2012
Zitat von sysopNirgends macht Geschenkekaufen so viel Laune wie in New York.
Shoppen in NY ist ja ganz nett, aber sicherlich nicht kurz vor Weihnachten. So masochistisch veranlagt bin ich dann doch nicht.
4. Vergessen sie NY
blob123y 14.12.2012
Zitat von sysopNirgends macht Geschenkekaufen so viel Laune wie in New York. Aber wo gibt es die besten Schnäppchen? Und wie ertragen Einkaufsmuffel den Shoppingmarathon? Hier ein paar Ratschläge für den Kaufrausch und Tipps für über- und unterirdische Erlebnisse im Big Apple. Reisetipps für eine Christmas-Shopping-Tour in New York - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/reise/staedte/reisetipps-fuer-eine-christmas-shopping-tour-in-new-york-a-872321.html)
die trommeln bloss am lautesten wie das eben so ueblich ist bei den Amis, der heisseste Typ it Bangkok, da schaut NY, LA usw. echt alt aus.
5. Schlaflaboren
mvdg 14.12.2012
Frau Martin sagt dass es nirgendwo auf der Welt so viele Schlaflabore gäbe wie in NY. Das ist aber wohl nicht wegen des Lärms so: diese Labore gibt es in jeder Stadt, und jedes Krankenhaus bietet sie an. Viele Leute leiden an Schlafstoerungen, von denen die weitverbreiteste wohl die "sleep apnea" ist. Das hat nicht mir Lärm zu tun, und gegen extreme Lärmberieselung, wie in NY, kann auch ein Schlaflabor nichts unternehmen. MvdG
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Zur Person
  • Privat
    Dorothea Martin, geboren 1966, war erstmals vor fast 30 Jahren in New York und besucht die Stadt seitdem regelmäßig. Die verschiedenen Gesichter des Big Apple beschreibt sie in ihrem Reiseführer, der im Michael Müller Verlag erschienen ist. Martin lebt in Bristol/England und in Berlin.
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