Kunst am Canal Grande Venedig, geh nicht unter!

Venedig bekommt Hilfe. In der bröckelnden Stadt, die von den Fluten bedroht ist, ragen riesige Hände aus dem Kanal und scheinen einen Palazzo zu stützen. Eine beeindruckende Kunstinstallation.

REUTERS

Es ist der Hingucker während der Kunst-Biennale in Venedig: Zwei weiße Hände, die aus dem Canal Grande ragen und ein Haus halten. Der italienische Künstler Lorenzo Quinn, Sohn des Schauspielers Anthony Quinn, hat die Skulptur "Support" entworfen.

Der 51-Jährige will mit den Riesenhänden an dem Luxushotel Ca' Sagredo auf den Klimawandel aufmerksam machen, der durch ansteigende Wasserstände auch historische Bauten in Venedig gefährde.

Quinn hat die Hände eines seiner drei Kinder zum Modell genommen. Die Skulptur "soll zu den Leuten auf eine klare, einfache und direkte Art und durch die unschuldigen Hände eines Kindes sprechen", schreibt er auf Instagram. Vereint könnten wir den Klimawandel bekämpfen, der uns alle betrifft.

Die Arbeit ist nicht Teil der Biennale-Ausstellung "Viva Arte Viva", sondern eine der vielen Installationen, die am Rande der Kunstschau um die Aufmerksamkeit der Besucher buhlen. Sie wird noch bis Ende November zu sehen sein.

abl/dpa



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projektraum 16.05.2017
1. wirklich
... würde der "Künstler" nicht Sohn von "Anthony Quinn" sein, gäbe es nicht so einen Aufruhr um diese Kitsch-Skulptur
bambata 16.05.2017
2.
Ich finde die Skulptur sehr gelungen, egal von welchem Künstler mit berühmten Vorfahren die auch sein mag. Bevor ich allerdings den Text gelesen habe, war meine Assoziation im Hinblick auf die Botschaft genau gegensätzlich, nämlich dass sich das Meer in Form der beiden Arme (Poseidon?) die Häuser zu holen droht. Ist bei den regelmässigen Hochwasser-Problemen der Lagunenstadt auch irgendwie naheliegend.
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