Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

Toiletten-Vermittlung: Guten Tag, ich muss mal bei Ihnen aufs Klo

Schöne Toilette in ruhiger Lage zu vermieten: Zwei Amerikaner haben es sich zur Aufgabe gemacht, verzweifelt Klosuchende und Schüsselbesitzer weltweit zusammenzubringen. Dann, wenn ein öffentliches WC gerade nicht zur Verfügung steht, ist die Not oft am größten.

Toilettenvermittlung Airpnp: Bei voller Blase nicht im Regen stehen (Archivbild) Zur Großansicht
REUTERS

Toilettenvermittlung Airpnp: Bei voller Blase nicht im Regen stehen (Archivbild)

Die Schlange vor der Toilette in der Bar ist lang, ein abgelegenes Gebüsch nicht in Sicht, doch die Blase drückt sehr: Wer unterwegs mal muss, kommt unterwegs manchmal ganz schön in die Bredouille. Eine neue Webseite, auf der Privatpersonen die heimische Toilette an Fremde vermieten, soll nun Abhilfe schaffen. Einen lustigen Namen haben sich die amerikanischen Erfinder für ihr Pinkelportal jedenfalls schon einmal ausgedacht: Airpnp - angelehnt an die Unterkunftsvermittlung Airbnb.

Die Idee einer Toilettenvermittlung im Netz kam den beiden selbsternannten "Entre-pee-neurs" Max Gaudin und Travis Laurendine beim Karneval in ihrer Heimatstadt New Orleans. Denn: Wer beim berühmten Mardi Gras flott mal austreten muss, ist aufgeschmissen. Die Schlangen vor den Toiletten in den umliegenden Kneipen und Restaurants sind lang.

"Wenn es nicht genügend Toiletten in der Nähe gibt, dann rettet Airpnp den Tag", heißt es auf der neuen Webseite, auf der Nutzer ihre internationalen Kloerfahrungen auch bewerten können.

Noch ist das Airpnp-Angebot überschaubar. In Deutschland gibt es derzeit erst vier private Toilettenangebote. In Stuttgart können sich Gäste für 50 Cent in "ruhiger Lage" erleichtern. In Offenbach bei Frankfurt kostet eine Sitzung 9,99 Euro pro zehn Minuten - ab 30 Minuten gibt es ein Freibier dazu. In New York City preist ein Anbieter am Union Square sein Toilettenpapier an. Wie ernst gemeint die Angebote sind? Das muss man wohl vor Ort herausfinden. Oder man stellt sich eben doch in die WC-Schlange in der Bar. Das nächste Klo ist sicher gleich frei.

leh/AFP

Diesen Artikel...
Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 5 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1.
enkidu78 06.03.2014
wartet mal ab, das wird zum mega Netzwerk und am ende kauft facebook es für 20 Milliarden
2.
SpitzensteuersatzZahler 07.03.2014
Zitat von sysopREUTERSSchöne Toilette in ruhiger Lage zu vermieten: Zwei Amerikaner haben es sich zur Aufgabe gemacht, verzweifelt Klosuchende und Schüsselbesitzer weltweit zusammenzubringen. Dann, wenn ein öffentliches WC gerade nicht zur Verfügung steht, ist die Not oft am größten. http://www.spiegel.de/reise/staedte/toilettenvermittlung-airpnp-klovermietung-an-touristen-a-957334.html
Das wird ein ganz großes Geschäft!
3. Yoda
Benko 07.03.2014
Hat Yoda diesen Artikel geschrieben? "Wie ernst gemeint die Angebote sind" sollte vielleicht nochmal überdacht werden.
4. Geniale Idee
mcvitus 07.03.2014
Es finden sich ganz sicher Millionen Menschen bereit, sich ihre Toilette für ein paar Cent so herrichten zu lassen wie die meisten öffentlichen Toiletten hierzulande aussehen! Kurz gesagt: eine geniale Geschäftsidee mit riesigen Ertragsaussichten. Später dann an die Börse zu ähnlichen Blähungen und danach zurück ins Klo.
5. Vermieter fragen?
MusMusculus 07.03.2014
Darf ich mein Klo im Internet anbieten, ohne meinen Vermieter zu fragen? Wenn ich den Vermieter informieren muss, darf er mir dann die Miete erhöhen? Fragen über Fragen...
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    

© SPIEGEL ONLINE 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH