Knapp ein Fünftel (19 Prozent) der befragten Jugendlichen aus reichen Wohngegenden bezeichnen sich selbst als regelmäßige Trinker, während das nur 15 Prozent der Jugendlichen aus ärmeren Stadtteilen über sich sagen. Das fanden die Autoren einer Studie des Instituts Mori heraus, die jetzt in der Zeitschrift für Sozialarbeiter "Young People Now" veröffentlicht wurde.
Der Hang zum Alkohol ist den Autoren zufolge unter weißen Jugendlichen, deren Eltern beide arbeiten, besonders verbreitet: Von den Kindern beruftstätiger Eltern trinken 21 Prozent regelmäßig Alkohol. Unter Jugendlichen, bei denen nur ein Elternteil oder keiner arbeitet, sind es nur 13 Prozent.
In den letzten Jahren habe das Alkoholtrinken drastisch zugenommen, heißt es in der Studie weiter. 75 Prozent der befragten 11- bis 16-Jährigen sagten von sich, sie hätten bereits Alkohol probiert. 2002 waren es in einer Umfrage desselben Instituts nur 43 Prozent gewesen.
Mädchen fangen zwar meist später mit dem Alkoholtrinken an, bleiben dann aber dabei: 34 Prozent der 15- bis 16-Jährigen trinken regelmäßig; bei den gleichaltrigen Jungen sind es 30 Prozent. Für die Studie wurden 2500 Jugendliche in 300 Schulen in England und Wales befragt.
Laut Steve Barrett, Chefredakteur von "Young People Now", wird Trinken in der Gesellschaft toleriert: Alkohol werde als nicht so gefährlich eingeschätzt wie andere Drogen. "Dabei können die kurz- und langfristigen Konsequenzen für einen Jugendlichen schlimm sein."
jaf/AFP
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