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10.04.2007
 

Cyber-Mobbing gegen Lehrer

Von Schülern verhöhnt - und die ganze Welt sieht zu

Von Barbara Hans

Schüler filmen das Dekolleté ihrer Lehrerin, ziehen ihrem Lehrer die Hose runter - und kurz darauf stehen die Videos im Internet. Cyber-Bullying heißt dieser neue Trend aus Großbritannien: Handys und das Netz machen Pädagogen zum Gespött der ganzen Welt.

Er steht mit dem Rücken zur Klasse, beugt sich vor, schreibt etwas an die Tafel. Wie ein Pfeil schießt ein Junge von seinem Platz in der hinteren Ecke des Raumes nach vorn. Er nähert sich dem Mann, umgreift seine Hüften - und zieht ihm die Hose runter. Nach einer Schrecksekunde bückt sich der Lehrer, zieht seine Hose wieder über die Unterhose und stürzt quer durch die Klasse auf den Übeltäter zu.

Mit einem Handy gefilmt, gelangten die Bilder auf die Internetplattform YouTube. Laut Beschreibung des Videos verantwortet ein Schüler aus Cumbernauld nahe Glasgow in Schottland den Streich.

Der Fall hat in Großbritannien Aufsehen erregt. Lehrerverbände diskutieren über das sogenannte Cyber-Bullying - eine Form von Mobbing, bei der technische Geräte wie Handys oder Computer zum Einsatz kommen. Laut der Lehrervereinigung ATL hat diese Form der Belästigung in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen.

"Das Cyber-Bullying hebt eine jahrhundertealte Angelegenheit auf eine neue Ebene", sagt Mary Bousted, die Vorsitzende der Vereinigung. Und das Problem verschärfe sich.

Ein Blick in das Dekolleté der Lehrerin - für jeden sichtbar

Immer häufiger werden Belästigungen von Lehrern mit dem Handy aufgezeichnet und dann im Internet veröffentlicht. Der Einzelne wird dadurch vor einem potentiellen Milliardenpublikum bloßgestellt - weltweit. Und der Schaden für die Betroffenen wächst mit der Zahl der Betrachter.

Manche Aufnahmen gewähren einen Blick in das Dekolleté einer Lehrerin - oder unter ihren Rock. In Extremfällen werden Lehrer per Montage kurzerhand zu Hauptdarstellern in Pornofilmen.

Cyber-Bullying ist vielfältig: Anrufer legen wortlos auf. Pöbler schicken obszöne, einschüchternde SMS oder beleidigende E-Mails, diffamieren ihre Opfer in Chatrooms. Andere machen eben bloßstellende Aufnahmen mit dem Handy. Der Schulstreich mag so alt sein wie die Schule selbst - aber die Technik verändert seinen Charakter und vor allem seine Reichweite. War der Schabernack früher hauptsächlich auf Klassenraum und Schulhof begrenzt, ermöglichen Handy und Computer ein zeit- und grenzenloses Piesacken der Lehrer.

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Die neuesten Beiträge:
05.05.2007 von thunderbolty: stimmt !!!

hallo sat, ich bin ganz deiner meinung - jugendliche hatten schon immer das starke bedürfnis, sich vom rest der gesellschaft abzugrenzen, notfalls auch mit methoden die uns etwas krank vorkommen; macht nix - geht vorbei! [...] mehr...

04.05.2007 von fpa:

Schreiben Sie hier ein Lehrbuch über ADHS? Genaus das hat schon der Eichlseder im Buch "Unkonzentriert" vor 25 Jahren bis ins letzte Detail beschrieben. Nein, das ist leider angeboren. Diese Kinder müssen soziale [...] mehr...

02.05.2007 von Dare Devil:

Ich habe etwas Erfahrung mit problematischen Jugendlichen, die man landläufig wohl als „Asis“ bezeichnen würde, und muss eine Lanze für sie brechen! Diese Jugendlichen sind weder bösartig noch sonst wie gemeingefährlich, aber sie [...] mehr...

27.04.2007 von Mic-12:

In meiner Welt da wird man von Jugendlichen, besser gesagt von Halbstarken die denken sie können sich mal aufführen auch mal dumm angeschwätzt, aber ob das immer Gesamtschüler sein müssen. Egal, doch eines ist sicher, dieses [...] mehr...

26.04.2007 von peter_der_meter:

Halt ich für eine Interessante Erklärung, Daumen hoch Ich möchte auf niemanden herabschauen, ich bin auch kein Musterschüler und muss jedes jahr um meine Versetzung kämpfen. Warum ich behaupte dass es an Haupt- und [...] mehr...

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