Hamburg - Die Einträge sind alles andere als gute Werbung für die Hamburger Grundschule Ratsmühlendamm: Auf der Internet-Seite schulradar.de häufen sich Eltern-Kommentare, die Mobbing, Desinteresse der Lehrer und bauliche Mängel an den Gebäuden monieren. Auch der Vorwurf, Kinder würden "misshandelt, seelisch wie auch körperlich", wird erhoben.
Die Hamburger Schulbehörde will die Kritik gerichtlich verbieten lassen. Die Behörde behauptet in ihrer Klage, der "Straftatbestand der üblen Nachrede" sei erfüllt. Außerdem sei die Behauptung zur "Ehrverletzung des Lehrkollegiums geeignet".
Die Seite, auf der Eltern bundesweit die Schulen ihrer Kinder bewerten können, gehört zu den erfolgreichsten Schulseiten im Netz. Betreiber ist die Spickmich GmbH, die bereits das gleichlautende Lehrerbewertungsportal unterhält.
Am 3. Februar treffen sich die Parteien vor dem Hamburger Landgericht. Die Chancen für die Schulbehörde stehen dabei schlecht: Bislang hat die Spickmich GmbH sämtliche Verfahren auf Unterlassung gewonnen.
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