"Lehrer brauchen ein schärferes Instrument", begrüßte Schulministerin Barbara Sommer (CDU) einen entsprechenden Vorschlag aus ihrer Fraktion. Mit Tadeln oder Verweisen seien hartnäckige Schulverweigerer nicht zu beeindrucken. Die Regelung soll für strafmündige Jugendliche ab 14 Jahren gelten und zum neuen Schuljahr in Kraft treten.
Schüler: Kneifen soll teuer werden
"Jugendliche verfügen ja nicht über wenig Geld", rechtfertigte der Sprecher des Schulministeriums Andrej Priboschek die Gebühren. Es sei aber denkbar, das Bußgeld in bestimmten Fällen zu vermindern - etwa, wenn die Familie eines Schülers Sozialhilfe beziehe.
Die Opposition in Nordrhein-Westfalen lehnt die Pläne als Populismus ab. Die Regierung solle sich lieber um die Ursachen für die Schulverweigerung kümmern, sagten Vertreter von SPD und Grünen. Das Schulgesetz, mit dem Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) in NRW das "modernste Bildungswesen Deutschlands" anstrebt, stößt bei Lehrer- und Schülervertretern auf großen Widerstand.
dbg
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