Von Peter Ilg
Franziska Oker: "Das Arbeitsamt kann man sich sparen"
Wie alle anderen habe ich mein Abitur in den Fächern Mathe und Deutsch geschrieben, zudem Englisch, Geschichte und Biologie gewählt. Während meiner gesamten Schulzeit versuchte ich, die naturwissenschaftlichen Fächer außer Bio so gut wie möglich zu meiden. Ich konnte mit Mathe, Physik und Chemie einfach nichts anfangen. Im Herbst beginne ich mit einem Studium der Kommunikations- und Kulturwissenschaften. Bei einem erwarteten Schnitt von 1,6 werde ich aller Voraussicht nach auch einen Studienplatz bekommen.
Ausschlaggebend für meine Wahl war die Kombination aus Kultur und Wirtschaft. Ein Student aus Friedrichshafen hat über den Studiengang an unserer Schule referiert. So bin ich auf das Fach und die Hochschule aufmerksam geworden. Er sagte auch, dass viele Unternehmen in den Studiengang eingebunden seien, Praktikumsplätze anbieten würden und die Jobaussichten recht gut seien, weil das Studium vielfältige Einsatzmöglichkeiten bietet. Vom Kulturmanagement über Public Relations bis hin zum Marketing.
Ich will mein Leben nicht in einer Großstadt verbringen, sondern in einer ländlichen Gegend wie hier. Auch deshalb diese Wahl: Wir haben einige Firmen in der Region, wo ich später mein Glück versuchen werde.
Die Beratung beim Arbeitsamt kann man sich sparen. Hilfreich fand ich Vorträge von Professoren, Studenten und Eltern von Mitschülern, die ihre Berufe vorgestellt haben. Das würde ich in jedem Fall fortführen, könnte ich darüber entscheiden. Und ich würde neue Themen aufnehmen, die sich vor allem um wirtschaftliche Aspekte drehen: Wie kann ich mein Studium finanzieren, was kommt an Studiengebühren auf mich zu? Das sind elementar wichtige Fragen, die konsequent gemieden wurden.
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