Doch bevor es ganz vorbei ist, kommt die Feier mit Klassenkameraden, Lehrern, Eltern, die zwölf oder dreizehn Jahre lang dabei waren, an guten und an schlechten Tagen. Ein paar Abiturienten steigen dann beim Abiball auf die Bühne und halten eine Rede. Sie danken, loben, lästern, maulen - und egal, ob die Rede Hymne oder Abgesang wird, es liegt oft Witz und immer viel Gefühl darin.
Wei Hao Lu aus dem hessischen Dreieich hat seine Abi-Rede gerappt. Mit einer Freundin hat der das Lied "Frei" geschrieben. Es handelt von Neugier, aber auch von ganz normaler Zukunftsangst, die an den letzten Schultagen für etwas Gänsehaut sorgt.
Sie war "ein bisschen wütend" an dem Tag, an dem sie die Rede schrieb, sagt Emily Wittbrodt, 17, vom Bonner Clara-Fey-Gymnasium. Ihre Schule, ein erzbischöfliches Mädchengymnasium, liege in einer schicken Gegend, das Lebensgefühl sei elitär. Viele Mitschülerinnen wollten darum das erreichen, was ihnen die Eltern vorlebten: Karriere machen und viel Geld verdienen. Dabei geht es im Leben doch um viel mehr.
An ihrem Lüneburger Gymnasium haben Amelie Czichon und Hannah Schild Pubertät, Facharbeitsphase und hysterische Nervenzusammenbrüche in der Klausurenzeit noch einmal durchgespielt. Angst vor der Zukunft finden sie nicht angebracht. "Wie kann man im Leben keinen Erfolg haben, wenn man weiß, wie eine Logarithmusfunktion aufgebaut ist?"
Klickt auf die Namen, um die Reden zu lesen und den Song anzuhören.
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