Hamburg - In Deutschland gibt es immer weniger Schüler. Rund 11,4 Millionen Mädchen und Jungen werden im laufenden Schuljahr unterrichtet, so wenige wie nie seit der Wiedervereinigung. Die Zahl sinkt seit dem Schuljahr 1998/99 ständig, im Vergleich zum vergangenen Schuljahr um 1,7 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in berichtete.
Ursache ist neben der demografischen Entwicklung die Umstellung auf das Abitur nach acht Jahren. So gingen in Bayern mit minus 3,8 Prozent und in Niedersachsen mit minus 3,1 Prozent die Zahlen der Schüler binnen eines Jahres besonders stark zurück. In beiden Bundesländern gibt es seit Sommer 2011 nur noch das achtjährige Gymnasium und somit eine Klassenstufe weniger.
Rund 8,7 Millionen Schüler besuchen derzeit eine allgemeinbildende Schule. Die meisten von ihnen sind Grundschüler, etwa 2,8 Millionen, und Gymnasiasten, etwa 2,4 Millionen. In den Beruflichen Schulen lernen 2,6 Millionen Jugendliche sowie junge Männer und Frauen.
Auch zwischen Ost und West gibt es noch immer erhebliche Unterschiede. An den allgemeinbildenden Schulen in den neuen Ländern wurden, anders als im Westen, etwas mehr Schüler gezählt als im Vorjahr. Als Grund nennen die Statistiker den starken Rückgang der Geburten nach der Wende und die dann folgenden Jahre, in denen wieder mehr Kinder geboren wurden. Die gehen jetzt in die Grundschulen.
Der Geburtenrückgang von Anfang der neunziger Jahre macht sich dagegen an den Beruflichen Schulen im Osten deutlich bemerkbar: Die Zahl dieser Schüler ging innerhalb eines Jahres um 8,3 Prozent zurück - im Westen nur um 1,8 Prozent. Am stärksten war der Rückgang in Mecklenburg-Vorpommern mit 11,1 Prozent.
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