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31.05.2007
 

Freistunde

Mechaniker schnüffelt an Schüler-Schuhen, Roboter macht Pausenaufsicht

In Seoul bewacht ein Roboter Schüler. In Franken klauen 13-Jährige die Schulschlüssel, in den USA stiehlt ein Mechaniker 1500 Paar Schuhe. Und in Simbabwe stürmen Diamanten-Sucher einen Pausenhof - seltsame Schul-Meldungen aus aller Welt.

In Südkorea hat das Orchester einer südkoreanischen Mädchenschule bei einem Schülerwettbewerb einen Preis gewonnen. Der wurde ihnen aber gleich wieder aberkannt, weil sich unter die Schüler zwei Lehrerinnen im Alter von 24 und 34 Jahren gemischt hatten. Sie hatten sich als Schülerinnen verkleidet und spielten Cello und Geige. Ein Vertreter der Schulbehörde sagte, dass die Lehrerinnen schwer zu erkennen waren. Obwohl sie viel älter seien als die Schülerinnen, seien sie in ihren Schuluniformen nicht aufgefallen. In Südkorea werden Lehrer, deren Schüler Erfolge in Kunst oder Sport aufweisen, oftmals befördert. Vor Wochen gab es einen Fall, bei dem die Gewinner eines angesehenen Kunstwettbewerbs im Vorfeld festgelegt wurden. Einige Künstler hatten gegen Bezahlung Bilder gemalt, die unter anderen Namen veröffentlicht wurden.

Wir sind die Roboter: Pause für die Lehrer
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REUTERS

Wir sind die Roboter: Pause für die Lehrer

Ebenfalls in einer südkoreanischen Schule in der Hauptstadt Seoul können Lehrer künftig die Pause ganz entspannt im Lehrerzimmer verbringen. Denn den Job der Pausenaufsicht soll der Roboter Ofro übernehmen. Ofro ist mit einer Kamera und einem Mikrofon ausgerüstet. Er kann mit den Lehrern verbunden werden und sie über mögliches Fehlverhalten informieren. Das Gerät soll an der Schule für eine mögliche Vermarktung getestet werden. Welche Schule sich die Weltneuheit als Pausenaufsicht leistet, ist bisher jedoch unklar. Ofros Verkaufspreis liegt bei rund 100 Millionen Dollar.

Im mittelfränkischen Schwabach wurde ein Einbrechertrio aus Minderjährigen erwischt. Die 13-Jährigen haben vier Einbrüche in Schulen und Kindergärten gestanden. Über Ostern waren sie in ein Hallenbad und ein Gymnasium eingestiegen und hatten dort einen Schaden von 3000 Euro angerichtet. Ihre magere Ausbeute: drei Euro und eine Tasche voller Schlüssel aus dem Hausmeisterzimmer. Echte Kriminelle seien die drei jedoch nicht, so ein Polizeisprecher: "Wer Schlüssel für eine Turnhalle klaut, um jederzeit Fußball spielen zu können, der handelt nicht aus großer krimineller Energie heraus."

In Schulen im US-Bundesstaat Wisconsin war ein 27-jähriger Mechaniker auf der Suche nach ganz anderen Dingen - er klaute insgesamt 1500 Paar Sportschuhe. Überführt wurde der Mann durch eine Überwachungskamera, die festhielt, wie er den Kofferraum seines Autos mit Schuhen belud. Wie der junge Mann an die Garderobenschränke der Schüler gelangt war? Während der Arbeitszeit hatte er die Schlüssel von drei Gymnasien und einer Grundschule gestohlen. Außerhalb der Unterrichtszeit hatte er sich erneut in die Gebäude eingeschlichen und hunderte Sportschuhe entwendet. Seine Beute bewahrte er zu Hause und in einem angemieteten Lagerraum auf. Ein Polizeisprecher: "Er hat gern an den Schuhen gerochen."

An einer Schule in Simbabwe musste der Unterricht für eine chaotische Schatzsuche unterbrochen werden. Nachdem ein Schüler zwei glitzernde Steine aufgesammelt und seinem Lehrer gezeigt hatte, kursierte das Gerücht, unter dem Spielplatz der Schule seien Diamanten entdeckt worden. Daraufhin stürmten hunderte Menschen die Schule in der Nähe der Hauptstadt Harare und ruinierten den Spielplatz. Mit Hacken und Schaufeln rissen sie die Mauer der Grundschule nieder und begannen zu buddeln. Polizisten wurden mit Steinwürfen daran gehindert, die Glücksritter zu vertreiben. Dabei hatte die Schatzsuche keine Erfolgsaussichten: Laut Bergbauministerium handelt es sich bei den "Diamanten", die der Schüler gefunden hatte, um wertlose Quarzstücke. Im afrikanischen Krisenstaat Simbabwe herrscht bei einer Inflationsrate von 3700 Prozent und einer Arbeitslosenquote von 80 Prozent chronischer Mangel an fast allem. Deshalb stürzen sich viele Simbabwer auf die geringste Chance, aus ihrer Misere heraus zu kommen.

meb/dpa/rt/AFP/DP

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