• Drucken
  • Senden
  • Feedback
 

Zurück vom Auslandsjahr Fremdeln in der Heimat

Im Sauerland statt in Peking, wieder bei Mutti und nicht in der italienischen Großfamilie, Abschied von modernem Unterricht: Vier Austauschschüler erzählen nach ihrer Rückkehr von Fernweh und Startproblemen.

Marlena in Norwegen: Keine Zeit mehr für Sport

"In Norwegen hatte ich als Austauschschülerin viel Zeit. Zwar hatte ich von 8.30 bis 16 Uhr Schule, aber dann war auch Schluss. Hausaufgaben hatte ich praktisch nie zu Hause zu erledigen, denn dort wurde anders unterrichtet. Wir erarbeiteten viel in Gruppen direkt in der Schule, bekamen höchstens über mehrere Wochen etwas aufgegeben.

Marlena Schillig, heute 18, in Norwegen: Viel mehr Freizeit gehabt

Marlena Schillig, heute 18, in Norwegen: Viel mehr Freizeit gehabt

Nachmittags habe ich dann Sport gemacht. Am Anfang habe ich viel Volleyball gespielt, später ging ich auch ins Fitnessstudio. Dort stemmte ich Gewichte oder sprang in Workout-Kursen zu lauter Musik über den Step.

Das war ziemlich lustig, denn in diesem Fitnesscenter arbeiteten praktisch alle meine Mitschüler. Schon mit 16 oder 17 fangen die Norweger an, regelmäßigen Jobs nachzugehen, weil sie eben die Nachmittage zur freien Verfügung haben. So bedeutete die Muckibude bald nicht nur Sport, sondern auch viel nette Gesellschaft für mich.

Das alles ist jetzt vorbei. Ich bekomme nur noch wenig Bewegung, denn hier in Deutschland muss ich richtig bimsen, um mitzuhalten. Ich wollte auf keinen Fall eine Klasse überspringen und stieg in der zwölften Klasse mit ein. Das war vom Niveau auch okay. Weil hier aber Lehrer mit Kreide an der Tafel stehen, statt Handouts zu verteilen, muss ich hier schon mal jede Menge mitschreiben, und das mit Füller ins Heft statt ins Notebook.


Der Unterricht endet zwischen 14 und 16 Uhr, danach lerne ich etwa noch vier Stunden, um bei den wöchentlichen Tests mithalten zu können. Heraus kommt ein gutes Mittelmaß, ich bin damit keine Einserkandidatin. Vor allem im Chemie-Leistungskurs habe ich viel zu tun, denn unser naturwissenschaftlich ausgerichtetes Gymnasium möchte ein hohes Leistungsniveau halten. Sport und andere Hobbys werden in den nächsten zwei Jahren einfach viel stressiger."

Diesen Artikel...
Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Auf anderen Social Networks posten:

  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • deli.cio.us
  • Xing
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • reddit
  • Windows Live
News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik SchulSPIEGEL
alles aus der Rubrik Querweltein

© SPIEGEL ONLINE 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH





Japan, Frankreich, USA: Im SchulSPIEGEL berichten zwei Schülerinnen und ein Schüler von ihrem Austauschjahr. mehr...

Neue Runde im Austausch-Log: Ab jetzt meldet sich Leonie aus Syracuse (USA), Sylvana will in Tokio ihrer Manga-Leidenschaft frönen und Friedrich berichtet von seinem Jahr bei den Franzosen.

Social Networks

Entdecken Sie außerdem SchulSPIEGEL auf...




TOP



TOP