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21. Dezember 2012, 15:47 Uhr

Schadensersatz für Cybermobbing

Lehrerin bekommt 32.000 Euro

Wegen Cybermobbing erhält eine ehemalige Schulleiterin in Australien die maximale Entschädigung: Eine kleine Gruppe von Eltern und Schülern hatte die Lehrerin auf Facebook diffamiert - die Kommentare hätten ihren Ruf ruiniert, sagte sie vor Gericht.

Weil sie im Internet verbal angegriffen wurde, hat ein Gericht in Australien einer ehemaligen Schulleiterin umgerechnet knapp 32.000 Euro Schadensersatz zugesprochen.

Eltern mehrerer Schüler hatten im Jahr 2010 auf Facebook verleumderische Kommentare über die damalige Direktorin der Coober Pedy Area School im Süden von Australien veröffentlicht, berichtete der Sender ABC. Der lokalen Tageszeitung "Adelaide Now" zufolge waren eine Gruppe aus fünf Eltern und Schülern an den Online-Angriffen gegen Sue B. beteiligt.

"Wir wollen keinesfalls, dass Sue nach Coober Pedy zurückkehrt", hieß es demnach dort unter anderem. Die Lehrerin war dem Bericht zufolge zunächst an eine andere Schule versetzt worden, nachdem die Anfeindungen losgegangen waren.

Vor Gericht sagte die Frau nun, die Kommentare und Sprüche hätten ihren Ruf ruiniert, sie gedemütigt und schließlich ihren Job im australischen Outback gekostet.

Die Richter sprachen der Lehrerin die maximale Entschädigung zu. Laut "Adelaide Now" trägt eine der Angeklagten die vollen Kosten. Die vier weiteren Angeklagten hätten sich zuvor bereits außergerichtlich mit der Frau geeinigt.

lgr/dpa

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