Schadensersatz für Cybermobbing: Lehrerin bekommt 32.000 Euro

Wegen Cybermobbing erhält eine ehemalige Schulleiterin in Australien die maximale Entschädigung: Eine kleine Gruppe von Eltern und Schülern hatte die Lehrerin auf Facebook diffamiert - die Kommentare hätten ihren Ruf ruiniert, sagte sie vor Gericht.

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Weil sie im Internet verbal angegriffen wurde, hat ein Gericht in Australien einer ehemaligen Schulleiterin umgerechnet knapp 32.000 Euro Schadensersatz zugesprochen.

Eltern mehrerer Schüler hatten im Jahr 2010 auf Facebook verleumderische Kommentare über die damalige Direktorin der Coober Pedy Area School im Süden von Australien veröffentlicht, berichtete der Sender ABC. Der lokalen Tageszeitung "Adelaide Now" zufolge waren eine Gruppe aus fünf Eltern und Schülern an den Online-Angriffen gegen Sue B. beteiligt.

"Wir wollen keinesfalls, dass Sue nach Coober Pedy zurückkehrt", hieß es demnach dort unter anderem. Die Lehrerin war dem Bericht zufolge zunächst an eine andere Schule versetzt worden, nachdem die Anfeindungen losgegangen waren.

Vor Gericht sagte die Frau nun, die Kommentare und Sprüche hätten ihren Ruf ruiniert, sie gedemütigt und schließlich ihren Job im australischen Outback gekostet.

Die Richter sprachen der Lehrerin die maximale Entschädigung zu. Laut "Adelaide Now" trägt eine der Angeklagten die vollen Kosten. Die vier weiteren Angeklagten hätten sich zuvor bereits außergerichtlich mit der Frau geeinigt.

lgr/dpa

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insgesamt 3 Beiträge
Wunderläufer 21.12.2012
Also: ganz so anonym ist das Internet doch nicht; wenn man will, kann man sehr oft Identitäten klären
Also: ganz so anonym ist das Internet doch nicht; wenn man will, kann man sehr oft Identitäten klären
Schon verwunderlich, dass es eine solche Nachricht auf die Seite 1 schafft. Liegt wahrscheinlich am Begriff Facebook. Es sollte doch wohl jedem klar sein, dass die strafrechtliche Bewertung solcher Aktivitäten nicht von der [...]
Zitat von sysopWegen Cybermobbing erhält eine ehemalige Schulleiterin in Australien die maximale Entschädigung: Eine kleine Gruppe von Eltern und Schülern hatte die Lehrerin auf Facebook diffamiert - die Kommentare hätten ihren Ruf ruiniert, sagte sie vor Gericht. Australien: Lehrerin erhält nach Mobbing 32.000 Euro Entschädigung - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/schulspiegel/ausland/australien-lehrerin-erhaelt-nach-mobbing-32-000-euro-entschaedigung-a-874374.html)
Schon verwunderlich, dass es eine solche Nachricht auf die Seite 1 schafft. Liegt wahrscheinlich am Begriff Facebook. Es sollte doch wohl jedem klar sein, dass die strafrechtliche Bewertung solcher Aktivitäten nicht von der verwendeten Kommunikationsplattform abhängt.
chalchiuhtlicue 22.12.2012
Ein schöner Beweis dafür, daß das Internet eben nicht der rechtsfreie raum ist, für den es einige Idioten (und Politidioten) gerne halten und ausgeben.
Ein schöner Beweis dafür, daß das Internet eben nicht der rechtsfreie raum ist, für den es einige Idioten (und Politidioten) gerne halten und ausgeben.
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  • Freitag, 21.12.2012 – 15:47 Uhr
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Cybermobbing unter Jugendlichen
Wenn jemand einen anderen Menschen absichtlich und über längere Zeit beleidigt, bedroht, bloßstellt oder belästigt, und wenn das im Internet oder per Handy geschieht, spricht man von Cybermobbing. Gerade unter Kindern und Jugendlichen kennen sich Opfer und Täter meist aus Schule, Verein oder Wohnviertel. Cybermobbing zwischen Personen, die sich noch nie gesehen haben, ist sehr selten.

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