Brasilien: Wir sind jung und brauchen den Erfolg

Von Julia Jaroschewski und Sonja Peteranderl

Brasilien boomt - und seine Jugend ist selbstbewusst wie nie. Drei junge Menschen erzählen, was sie antreibt: ein Nachwuchsreporter, der vom Krieg in seiner Favela berichtete, ein Model - und eine Studentin aus gutem Haus.

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Junge Brasilianer erzählen: Wir sind Kriegsreporter, Model, Opern-Star
Das Boomland Brasilien steht als Gastgeber der nächsten Fußball-WM 2014 und der nächsten Olympischen Spiele 2016 im Rampenlicht - mit seinen sozialen Problemen, und mit einer hoffnungsvollen Jugend, die vor Selbstbewusstsein strotzt.

In dem riesigen Land, doppelt so groß wie die Europäische Union, leben 195 Millionen Menschen - deren Lebenswelten extrem unterschiedlich sind. Die kulturelle Vielfalt, aber auch die extreme soziale Kluft sind besonders sichtbar in Brasiliens schönster Metropole: Rio de Janeiro. Rio hat kilometerlange Strände zwischen Meer und Bergen und Hunderte Favelas - Armensiedlungen, die an den steilen Bergen der reichen Stadtviertel hochklettern.

Drei junge Menschen erzählen von ihren Leben, ihren Zielen: Rene Silva, 18, aus der Favela Complexo do Alemão will den Armen eine Stimme geben. Markus Nagel Albano, 21, arbeitet an seiner Modelkarriere. Und Deborah Katz, 24, träumt von einer Karriere als Juristin und Opernsängerin.

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insgesamt 11 Beiträge
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1. postkolonial/feudalistisches Land
nablus 20.08.2012
Zitat von sysopBrasilien boomt - und seine Jugend ist selbstbewusst wie nie. Drei junge Menschen erzählen, was sie antreibt: ein Nachwuchsreporter, der vom Krieg in seiner Favela berichtete, ein Model - und eine Studentin aus gutem Haus. Boomland Brasilien: Wie junge Cariocas leben - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/schulspiegel/ausland/0,1518,835370,00.html)
Brasilien ist immer noch ein postkolonial/feudalistisches Land. Eine kleine Oberschicht hat Kontrollo ueber 90% des Bodens, Business und der Politik. Eine Landreform hat und wird es nie geben. Aber gut das wenigstens ein paar Tropfen des Oel Booms unten am Boden ankommen. Die Lebenslust und Lebensfreude der Menschen ist ungebrochen und machen das Land so schoen fuer den Besucher, da verdraengt man gerne u leicht die riesige soziale Ungleicheit. Und bei einem Caipi am Stand kann man so einiges einfach ans ich vorbeigleiten lassen. In diesem Sinne - Carpe Diem
2. normale berufe
gifmemore 20.08.2012
was ist denn mit "rafael, 24 - fliesenleger" oder "silvia, 19 friseurin" ... gibts die nicht ... oder sind diese leute zu langweilig? hier in deutschland hat man ja auch den eindruck, dass es nur noch sänger, models und rechtsanwälte gibt ... was ist denn mit all den anderen, die jeden tag einfach nur ihren job machen? ... anerkennung = null!
3. Ach
inhabitant001 20.08.2012
Zitat von gifmemorewas ist denn mit "rafael, 24 - fliesenleger" oder "silvia, 19 friseurin" ... gibts die nicht ... oder sind diese leute zu langweilig? hier in deutschland hat man ja auch den eindruck, dass es nur noch sänger, models und rechtsanwälte gibt ... was ist denn mit all den anderen, die jeden tag einfach nur ihren job machen? ... anerkennung = null!
Darüber habe ich schon lange aufgehört mich aufzuregen. Schauen Sie sich nur die Berufe/Karriere- Sektion von Spiegel-Online an. High Potentials und Großunternehmen, sonst nichts. Dürfte etwa 5% der Leute betreffen.
4.
bicyclerepairmen 20.08.2012
Zitat von gifmemorewas ist denn mit "rafael, 24 - fliesenleger" oder "silvia, 19 friseurin" ... gibts die nicht ... oder sind diese leute zu langweilig? hier in deutschland hat man ja auch den eindruck, dass es nur noch sänger, models und rechtsanwälte gibt ... was ist denn mit all den anderen, die jeden tag einfach nur ihren job machen? ... anerkennung = null!
Gibt es ja bei uns auch nicht, höchstens im Unterschichten TV als Trash verheizt. Der Unterschied ist wahrscheinlich das -- der Fliesenleger und .... die Friseurin mindesten 3 Jobs haben müssen um in Brasiland einigermassen mitschwimmen zu können.
5. Ich war 4 Jahre in Brasilien
koelnrio 20.08.2012
Ja, Brasilien ist ein Land, in der die Menschen Hoffnung haben. Haben sie aber auch schon seit langem. Den Menschen geht es langsam etwas besser, aber wie ein Vorredner schon sagte, die Besitzverhältnisse sind erbärmlich ungleich. Als Landloser, der sich dafür einsetzt, dass die Verhältnisse sich ändern, muss man immer noch fürchten, erschossen zu werden. Rio de Janeiro ist NICHT Brasilien. Die Politiker sind in der Regel total korrupt. Auch wenn es gerade einen großen Prozess gegen einige gibt, ist fraglich, ob sich damit etwas ändert. Die brasilianische Gesellschaft ist nicht nur immer noch feudalistisch, sie ist auch konformistisch. Dinge werden getran, weil man sie immer so getan hat und die Wenigsten stellen etwas in Frage. Evangelikale Kirchen sprießen wie Blumen aus dem Boden und ziehen gerade diejenigen an, die nichts oder wenig haben. Die breite Masse wird für dumm verkauft und lässt sich für dumm verkaufen. Wenige haben ein wirkliches Interesse an einer fundamentalen Veränderung. Die WM und Olympia haben die Preise in Rio derart nach oben katapultiert, dass es immer schwieriger wird, seinen täglichen Bedarf zu decken. Menschen werden aus ihren Mietswohnungen geschmissen, die dann etwas aufpoliert werden, um sie dann zu verkaufen. Brasilianische Veränderungswünsche enden oft mit dem Satz: Se Deus quiser - Wenn Gott will................dahinter verbirgt man dann die eigene Unfähigkeit, den eigenen Unwillen zur Handlung.
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Arbeiten in Rio: Leben wie im Dauerurlaub

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Hauptstadt: Brasília

Staats- und Regierungschefin: Dilma Rousseff

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