Schulweg in Südchina: Bloß nicht nach unten gucken!

Sprosse für Sprosse ins Klassenzimmer: Bildungsaufstieg auf Chinesisch Fotos
Imaginechina/Corbis

Sprosse für Sprosse, Leiter für Leiter: In einem kleinen Dorf im Süden Chinas klettern Kinder jeden Morgen zur Schule. Es gibt zwar einen anderen Weg, doch der dauert fünf Stunden. Liu, fünf Jahre, sagt: "Ich versuche, nicht nach unten zu schauen."

Das Holz der Leiter ist so dick, das Mädchen kann die Sprosse nicht umfassen. Trotzdem zieht es sich hoch, wie jeden Morgen auf dem Weg zur Schule. In der Hand hält es drei Taschen, auf dem Rücken ein Rucksack.

Das Mädchen besucht eine Schule in Zhangjiawan, einem Bergdorf im Süden Chinas. "Es ist recht hoch", sagt die fünfjährige Liu der "Daily Mail", "aber ich versuche, nicht nach unten zu schauen." Ihre Eltern hätten ihr gezeigt, wie sie sicher oben ankomme. Etwas anderes bleibt ihr kaum übrig: Denn es gäbe zwar noch einen anderen Weg, berichtet die Zeitung "The Independent", der würde aber fünf Stunden dauern.

Dorfbewohner hätten schon darum gebeten, eine Straße zu bauen, doch das soll etwa zehn Millionen Dollar kosten. Ein Beamter sagte: "Dort oben leben weniger als 100 Menschen. Es wäre günstiger, jedem einen Helikopter zu kaufen."

fln

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insgesamt 46 Beiträge
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1. Botschaft?
drmedwurst 22.04.2013
Und was soll uns dieser Roman von Artikel jetzt sagen? Das wir unsere Straßen schätzen sollen?
2. Andere Länder
can_k 22.04.2013
Andere Länder andere Sitten
3. Hossinger Leiter
er,ka 22.04.2013
Das gab es in Deutschland bis 1900 auch. Die "Hossinger Leiter" am Albtrauf der schwäbischen Alb. Heute als Wanderweg ausgebaut.
4. Höhe
obiwantobi 22.04.2013
Hätte man nicht wenigstens die Höhe des Aufstiegs beschreiben können, damit man sich besser vorstellen kann was Schüler und Lehrer da besteigen müssen?
5. Chinesische Verhältnisse
eule_neu 22.04.2013
Wenn man sich das Bild vergrößert anschaut, bekommt man eine Gänsehaut. Ohne Sicherheitgeschirr die treppe bei jedem Wetter hoch und runter und das auch für kleine Kinder. Schlimmer geht's nimmer. Wenn man schon keine Straße bauen will, wie wäre es denn mit einem Aufzug, der ist weit billiger als zehn Millionen Dollar! Hat denn die Kantonalregierung kein Verantwortungsgefühl oder muss erst eine Direktive aus Peking kommen?
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