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Neues Projekt: Steve Jobs' Witwe spendet 50 Millionen Dollar für perfekte Schulen

Laurene Powell-Jobs bei einer Apple-Veranstaltung im März 2015 in San Francisco: "In der Bildung läuft es nicht so, wie es sollte" Zur Großansicht
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Laurene Powell-Jobs bei einer Apple-Veranstaltung im März 2015 in San Francisco: "In der Bildung läuft es nicht so, wie es sollte"

Lauren Powell-Jobs wagt sich immer mehr in die Öffentlichkeit - jetzt hat sie ihr bislang wohl wichtigstes Projekt vorgestellt: Die Witwe von Apple-Gründer Steve Jobs will mit einem Teil ihres Milliardenvermögens die Highschools in den USA verbessern.

"Steve hat unser aller Leben verändert", sagte Laurene Powell-Jobs in einem der ersten Interviews nach dem Tod ihres Mannes, dem Apple-Gründer Steve Jobs.

Jetzt will Powell-Jobs, die als äußerst medienscheu gilt, selbst Lebenswege verändern: Sie startet eine Kampagne, um amerikanische Highschools zu verbessern - mithilfe von 50 Millionen Dollar. "XQ: The Super School Project" heißt die Initiative, deren Werbeauftritt laut "New York Times" ("NYT") aussieht, als wäre er der Apple-Marketingabteilung entsprungen.

Das Ziel: Schulen sollen neu gedacht und neu entwickelt werden. Dazu zählen Zeitpläne, Lehrpläne und Technologien in Klassenzimmern. "Zusammen können wir Gemeinden verändern und Schulen gründen, die neue Möglichkeiten erschaffen", heißt es auf der Website des Projekts, das neben Powell-Jobs von renommierten Bildungsexperten und Designern geleitet wird.

In den kommenden Monaten können Ideen eingereicht werden - von Erziehern, Lehrern, Schülern und anderen Experten. Die Gewinner erhalten Unterstützung und Geld aus dem 50-Millionen-Dollar-Topf, um ihre Konzepte umzusetzen. Mindestens fünf Schulen sollen auf diese Weise in den kommenden fünf Jahren in "echte Superschulen" verwandelt werden.

Vorsichtige Schritte in die Öffentlichkeit

Das Schulsystem sei für die Arbeitskräfte entwickelt worden, "die wir vor hundert Jahren gebraucht haben", sagte Powell-Jobs der "NYT". In der Bildung laufe es deshalb nicht mehr so, wie es sollte. Deshalb sollten Schulen nicht nur zeitgemäßer sein, sondern auch wieder für mehr Bildungsgerechtigkeit unter den Schülern sorgen, heißt es bei Powell-Jobs Initiative.

Laurene Powell-Jobs finanziert schon seit Längerem das College-Track-Projekt, mit dem Schüler aus finanziell schwachen Familien unterstützt werden.

Seit dem Tod ihres Mannes im Jahr 2011 hat Laurene Powell-Jobs vorsichtige Schritte auf die öffentliche Bühne macht, unter anderem hat sie sich für eine Verbesserung der strengen Einwanderungsgesetze in den USA eingesetzt.

Dass die US-Schulen dringend eine Reform benötigen, hat auch Präsident Barack Obama erkannt. Er kündigte Anfang dieses Jahres ein Regierungsprogramm an, das landesweit Millionen von Schülern von Ausbildungsgebühren befreien soll.

Dass sich zivilgesellschaftliche Akteure in Aufgaben einbringen, die eigentlich der Staat regeln sollte, ist in den USA nicht ungewöhnlich: Auch die Bill & Melinda Gates Foundation setzt sich mit dem großen Vermögen des Microsoft-Gründes Bill Gates weltweit für gute Zwecke ein.

lgr

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