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Taliban-Opfer Malala: "Stifte und Bücher sind Waffen"

Taliban-Opfer Malala: Eine Schülerin kämpft und kämpft und kämpft Fotos
DPA

Schülerin, Taliban-Opfer, Ikone: Die 16-jährige Malala Yousafzai kämpft für die Rechte auf Bildung - das hat sie weltweit berühmt gemacht. Jetzt eröffnete sie in Birmingham eine riesige Bibliothek und erklärte dort, wie Bücher den Terrorismus besiegen sollen.

Sie ist erst 16 Jahre alt und schon weltweit eine Symbolfigur: Malala Yousafzai aus dem Swat-Tal, Pakistan, kämpft für die Rechte von Mädchen auf Bildung. Am Dienstag hat sie in ihrer neuen Heimat Birmingham eine der größten öffentlichen Bibliotheken Europas eröffnet.

"Stifte und Bücher sind die Waffen, die Terrorismus besiegen", sagte Malala in einer Ansprache vor rund tausend Zuhörern. "Ich glaube ganz fest daran, dass wir nur dann weltweit Frieden schaffen können, wenn wir nicht nur unsere Köpfe, sondern auch unsere Herzen und Seelen bilden."

Malala hat im Prinzip das getan, was viele junge Mädchen tun: Sie bloggte. Allerdings schrieb sie nicht über Mode oder Schulessen, sondern beschrieb für die BBC ihren Alltag unter den Extremisten in Pakistan, sie schrieb von ihrer Sehnsucht, zur Schule gehen zu dürfen. Tausende lasen ihre Berichte. Im Dezember 2011 verlieh ihr die pakistanische Regierung einen Friedenspreis, im Oktober 2012 versuchten Extremisten, sie zu erschießen. Denn die Taliban hasste das Mädchen.

Nach mehreren Operationen in einem Krankenhaus in Birmingham überlebte Malala. Heute wohnt sie mit ihrer Familie in der Stadt in Mittelengland und geht dort zur Schule. Gleichzeitig setzt sie ihren Kampf für Bildung fort, so sprach sie unter anderem im Juli bei den Vereinten Nationen in New York.

Malala will tausend Bücher lesen

Bei ihrer Eröffnungsrede in Birmingham machte Malala vor allem auf Kinder in Pakistan, Indien und Afghanistan aufmerksam, die unter Terrorismus, Armut, Kinderarbeit und Menschenhandel litten. Auch rief sie zu Frieden in Syrien, Nigeria und Somalia auf: "Lasst uns nicht vergessen, dass ein Buch, ein Stift, ein Kind und ein Lehrer die Welt verändern können."

Die neue Bibliothek ist 31.000 Quadratmeter groß, 24 Kilometer lang sind die Regale insgesamt, darin stehen rund 1,5 Millionen Bücher. 189 Millionen Pfund (etwa 223 Millionen Euro) hat das Gebäude gekostet, es umfasst auch Ausstellungs- und Veranstaltungsräume sowie mehr als 200 öffentlich zugängliche Computer.

"Die Verbindung des Digitalen mit dem Traditionellen ist für unsere Vorstellung von einer Bibliothek zentral", sagte Büchereichef Brian Gambles. In den vergangenen Jahren haben mehrere große Städte weltweit Riesenbibliotheken eröffnet. Auch in Berlin plant der rot-schwarze Senat für 270 Millionen Euro eine neue Metropolenbibliothek auf dem Tempelhofer Feld.

Malala selbst sagte bei der Eröffnungsrede, sie haben sich vorgenommen, mindestens tausend Bücher zu lesen. Für die neue Bibliothek hat sie eine Dauermitgliedskarte.

Britta Gürke/dpa/fln

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Malala Yousafzai: Schülerin, Opfer, Heldin

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Fläche: 796.095 km²

Bevölkerung: 191,710 Mio.

Hauptstadt: Islamabad

Staatsoberhaupt:
Mamnoon Hussain

Regierungschef: Nawaz Sharif

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