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Dschungelcamp-Ausflug während Krankschreibung: Nathalies Mutter verlässt Gymnasium

Nathalie Volk im Dschungelcamp: Mutterbesuch mit Folgen Zur Großansicht
RTL/ Stefan Menne

Nathalie Volk im Dschungelcamp: Mutterbesuch mit Folgen

Viktoria Volk hatte sich krankgemeldet und ihre Tochter Nathalie im Dschungelcamp besucht. Nun hat die Australien-Reise der Lehrerin Konsequenzen: Die Mutter ist nicht mehr an der Schule tätig.

Die Antwort der Schulsekretärin fällt knapp aus: "Die Lehrerin ist derzeit nicht mehr Kollegin am Gymnasium Soltau". Diesen Satz darf sie den Medien vorlesen. Mehr nicht. Denn der Fall der besagten Kollegin ist äußerst umstritten. Die Mathe- und Physiklehrerin Viktoria Volk hatte der Schule Anfang Januar mitgeteilt, sie sei krank. Später kam allerdings heraus, dass sie nach Australien geflogen war, um ihrer Tochter Nathalie beizustehen. Die hatte am RTL-Dschungelcamp in Australien teilgenommen.

Schulleiter Volker Wrigge informierte seine Kollegen am Montag darüber, dass die Lehrerin nicht mehr an der Schule tätig ist, wie der NDR berichtet. Das bestätigte auch die niedersächsische Landesschulbehörde SPIEGEL ONLINE. Allerdings wollte sich die Behörde nicht dazu äußern, ob Viktoria Volk freigestellt worden ist oder ob sie die Schule freiwillig verlassen hat. Pressesprecherin Bianca Schöneich verwies auf den Datenschutz und auf das laufende Verfahren, der Fall müsse dienstrechtlich geprüft werden.

Nach ihrer Rückkehr aus Australien war die Mutter zunächst wieder an der Schule im Einsatz gewesen, wie der NDR damals berichtete. Damals ließ sie über ihren Anwalt Andreas Hebestreit mitteilen, sie habe sich nichts zuschulden kommen lassen. Sie sei erkrankt, nachdem ihre Beurlaubung abgelehnt worden war. Es bestehe kein Zusammenhang zwischen dem abgelehnten Urlaub und der Krankschreibung. Sogar zwei Ärzte hätten die Lehrerin krankgeschrieben, hatte der Anwalt damals gesagt. Und weil keine Residenzpflicht bestehe, hätte die Lehrerin nicht unentschuldigt gefehlt.

kha

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 114 Beiträge
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1. Ist doch logisch...
fischersfritzchen 23.02.2016
... genehmigt mir der Chef keinen Urlaub, fühle ich mich schlecht. Unverstanden, herabgesetzt, die ganze Psyche leidet enorm. Das macht mich einfach krank. Nach der Krankschreibung fahre ich an einen schönen Urlaubsort, das wiederum fördert die Gesundung ungemein. So gesehen hat sie sich konsequent verhalten. Davon ab, können sich Lehrer überhaupt beurlauben lassen, wann sie wollen? Ich dachte immer, die müssen sich an die Werksferien halten.
2. Ja klar
montecristo 23.02.2016
"kein Zusammenhang zwischen dem abgelehnten Urlaub und der Krankschreibung." Ich würde mich als Kollege auch extrem veräppelt vorkommen. Sie scheint ihren Job anscheinend nicht wirklich ernst zu nehmen. Extrem unsympathisch so ein Verhalten.
3.
morrisfan 23.02.2016
Wir hatten mal einen Kollgen, der hat sich für die Teilnahme am Berlin-Marathon krankschreiben lassen. Dummerweise gab es online die Läuferlisten. Hat dann aber Glück gehabt, der Chef hat ihn gedeckt.
4. Wiedereinstellung mit lustiger Begründung
dr.young 23.02.2016
Ein Gang durch die Instanzen. Am Ende hat sie ihren Job wieder mit ungeminderten Pensionsansprüchen. Interessant werden wieder die bizarren Urteilsbegründungen. Deutsche Richter sind ja nie verlegen um eine noch so bizarre Urteilsbegründung.
5. moment mal
mauser 23.02.2016
ein krankgeschriebener Mensch darf verreisen? Gleich ganz nach Australien? Seit wann denn das? Residenzpflicht im Bett, denke ich. SEEEHR dubios, das Ganze. Und dumm dazu - fliegt doch auf. Ich erinnere mich noch daran, dass es hieß: verschwundene Lehrerin in Australien aufgetaucht ...
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