Was ihm besonders aufgefallen ist bei all den Treffen mit Kinder fast überall auf der Welt? Gabriele Galimberti muss nicht lang überlegen: In ärmeren Ländern wie Sambia oder Libanon, wo viele Jungen und Mädchen kaum Spielsachen haben, da seien die Kinder offener und weniger habgierig, sie teilten bereitwilliger ihre wenigen Habseligkeiten. So erzählt es der italienische Fotograf, der fast zwei Jahre um die Welt gereist ist.
Galimberti hat Dutzende Kinder gebeten, ihm ihre größten Schätze zu zeigen: eine Flotte Spielzeugflugzeuge etwa oder eine Horde Plastikdinosaurier. Oft hat er erst eine Weile mit den Jungen und Mädchen gespielt, um sie dann zu fotografieren. Entstanden ist eine eindrucksvolle Fotoserie mit dem Titel "Toy Stories", aus der SPIEGEL ONLINE - neben anderen Medien - eine Auswahl zeigt. (Hier geht es zur Fotostrecke.)
In vielen europäischen Ländern und den USA, sagt Galimberti, hätten die Kinder zwar viele Spielsachen, müssten sich aber auch oft mit sich selbst beschäftigen. Es sei ihnen schwerer gefallen, ihn in ihr Spiel mit einzubeziehen. Meist hatten sie es nicht so gern, ihm ihre Puppen und Figuren anzuvertrauen. In einem afrikanischen Dorf oder einem palästinensischen Flüchtlingslager hingegen seien es die Kinder viel eher gewohnt, mit anderen Jungen und Mädchen zu spielen und das Wenige, was sie haben, zu teilen.
Schwer sei es nie gewesen, Eltern und Kinder zu überzeugen, bei der Serie mitzumachen. Denn Galimberti war als Couchsurfer unterwegs - ebenfalls für eine Fotoserie - und lebte so meist bei den Familien, deren Kinder er fotografierte. So sammelte er über Monate hinweg nicht nur Fotos, sondern auch kleine Geschichten von Kindern, die davon träumen, einmal Pilot zu werden oder Friseurin.
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