Gymnasien: CDU-Bildungsminister plädieren für weniger Unterricht

Die Bildungsminister der CDU-geführten Bundesländer denken nach Informationen des SPIEGEL über eine gemeinsame Initiative nach, um die vorgeschriebene Schulstundenzahl für Gymnasien abzusenken.

Hamburg - "Das von der Kultusministerkonferenz (KMK) festgelegte Unterrichtspensum für das achtjährige Gymnasium ist zu hoch und zu starr. Hier muss sich etwas tun, ohne dass es zu Qualitätsverlusten kommt", sagt der saarländische Bildungsminister Jürgen Schreier, Vizepräsident der KMK.

Er und andere CDU-Kultusminister wünschten sich, dass das Problem "so schnell wie möglich" in der Kultusministerkonferenz gelöst werde.

Schreier fordert, bei der Pflichtstundenzahl für Gymnasien künftig stärker zu berücksichtigen, wie viel Grundschulunterricht im jeweiligen Bundesland erteilt werde: "Wenn nur einige Stunden aus den vier Jahren Grundschule unter bestimmten Bedingungen angerechnet werden könnten, würde das beim Gymnasium zu einer wesentlichen Entspannung führen." So könne wöchentlicher Samstagsunterricht an Gymnasien, wie ihn etwa Nordrhein-Westfalen jetzt wieder erlaubt, flächendeckend vermieden werden. Außerdem sei dann auch weniger Nachmittagsunterricht nötig.

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