Spicken mit dem Smartphone: Ministerium untersagt Handy-Melder an Schulen

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Mein Smartphone und ich: Was ist noch mal a² + b²?

Ja, Schüler benutzen Handys. Manchmal auch zum Schummeln. Trotzdem dürfen Schulen in Schleswig-Holstein keine Detektoren verwenden, um aktive Smartphones bei Klassenarbeiten aufzuspüren. Das zuständige Ministerium sieht für den Einsatz der Überwachungsgeräte keine Rechtsgrundlage.

Schulen in Schleswig-Holstein dürfen keine Handy-Detektoren verwenden, um elektronische Schummelei bei Klassenarbeiten zu unterbinden. Es gebe keine Rechtsgrundlage dafür, heißt es in der Antwort des Bildungsministeriums auf eine Kleine Anfrage des Landtagsabgeordneten Sven Krumbeck (Piraten).

Das Preetzer Gymnasium, das zwei Detektoren eingesetzt hatte, sei aufgefordert worden, die Geräte nicht mehr zu verwenden. Er gehe davon aus, dass sich die Schule daran halte, sagte Ministeriumssprecher Thomas Schunk. Die "Kieler Nachrichten" hatten am Montag über die Ministeriumsentscheidung berichtet.

"Wir haben die Detektoren ohnehin nur bei Abiturprüfungen und den Klausuren zum Vorabitur eingesetzt", sagte Schulleiterin Anja Grabowsky. "In Zukunft werden wir mehr Aufsichtslehrer einsetzen, die die Einhaltung des Handy-Verbots überwachen. Mehr können wir im Augenblick nicht tun." Schüler müssen, wie an anderen Schulen auch, bei Klausuren ihre Mobiltelefone ausschalten und auf einem Sammeltisch ablegen.

Mit den verwendeten Detektoren ließen sich der Antwort auf die Abgeordnetenanfrage zufolge auch keine einzelnen Schüler identifizieren, sondern es ließ sich lediglich feststellen, ob in einem Raum ein Mobiltelefon aktiviert sei.

Das Detektorenverbot lässt sich auch als Rückschlag der Lehrer und Schulleitungen im digitalen Wettrüsten sehen: Denn natürlich versuchen Schüler, neue Technik für ihre Zwecke zu nutzen, nicht immer innerhalb der Grenzen des Erlaubten. Das war bei den ersten programmierbaren Taschenrechnern und Armbanduhren nicht anders als mittlerweile bei den Handys. An einer renommierten New Yorker Privatschule etwa erwischte im vergangen Jahr der Direktor 70 Schüler beim Spicken mit dem Smartphone. Die Jugendlichen verteidigten sich mit dem Argument, im harten Konkurrenzkampf bleibe ihnen kaum etwas anderes übrig. Und natürlich wissen auch deutsche Schüler, wie praktisch ein internetfähiges Telefon während einer Klassenarbeit sein kann.

otr/dpa

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insgesamt 32 Beiträge
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1. Wie schräg ist das denn?
Airkraft 04.02.2013
Zitat von sysopJa, Schüler benutzen Handys. Manchmal auch zum Schummeln. Trotzdem dürfen Schulen in Schleswig-Holstein keine Detektoren verwenden, um aktive Smartphones bei Klassenarbeiten aufzuspüren. Das zuständige Ministerium sieht für den Einsatz der Überwachungsgeräte keine Rechtsgrundlage. Handy-Melder an Schulen verboten - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/schulspiegel/handy-melder-an-schulen-verboten-a-881392.html)
Wir da vom Ministerium auch noch/schon Beihilfe beim Schummeln geleistet ;-)
2. Titel
ibinalausbub 04.02.2013
Zitat von sysopDas zuständige Ministerium sieht für den Einsatz der Überwachungsgeräte keine Rechtsgrundlage.
Wie sinnlos wäre das denn auch? Wer nicht mit dem Handy spicken kann, löst das Problem eben anders. Wer kommt da auf die Idee, Detektoren anzuschaffen? Als Lehrer muss ich doch mit Adleraugen darüber wachen, ob gespickt wird oder nicht. Ich bin Lehrer, nebenbei angemerkt - und ich bin der Meinung, dass man das Spicken erkennen kann, vor allem wenn ein Handy genutzt wird. Detektoren wäre höchstens ein sinnvolles Tool für LehrerInnen, die die Zeit während Klassenarbeiten zum korrigieren oder Vorbereiten nutzen...
3. .
kannmanauchsosehen 04.02.2013
Zitat von sysopJa, Schüler benutzen Handys. Manchmal auch zum Schummeln. Trotzdem dürfen Schulen in Schleswig-Holstein keine Detektoren verwenden, um aktive Smartphones bei Klassenarbeiten aufzuspüren. Das zuständige Ministerium sieht für den Einsatz der Überwachungsgeräte keine Rechtsgrundlage. Handy-Melder an Schulen verboten - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/schulspiegel/handy-melder-an-schulen-verboten-a-881392.html)
Realitätsferne Bildungsministerien führen zwangsläufig zu bildungsferner Jugend. Ich frage mich vor allem, wie diese Schüler dann später Bahnhöfe, Philharmonien und Flughäfen planen und bauen wollen - wenn man nicht einfach mal im Smartphone nachschauen kann, wenn's nicht weitergeht? Wahrscheinlich sieht die sozialpädagogisch geschulte Aufsichtsbehörde in den Detektoren ja einen schwerwiegenden Eingriff in das selbstbestimmte Recht der Schüler(Innen) auf Selbstbetrug.
4. Die Rechtsgrundlage um einen solchen Detektor zu verwenden ?
john_daniels 04.02.2013
Um Betrug zu unterbinden vielleicht ? Aber stimmt....so einfach geht das nicht. Am besten.....wir gründen da erstmal nen Ausschuss.
5. Mobiltelefone stören
auweia 04.02.2013
Zitat von sysopJa, Schüler benutzen Handys. Manchmal auch zum Schummeln. Trotzdem dürfen Schulen in Schleswig-Holstein keine Detektoren verwenden, um aktive Smartphones bei Klassenarbeiten aufzuspüren. Das zuständige Ministerium sieht für den Einsatz der Überwachungsgeräte keine Rechtsgrundlage. Handy-Melder an Schulen verboten - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/schulspiegel/handy-melder-an-schulen-verboten-a-881392.html)
Mobiltelefone sind nach meinem Dafürhalten generell ein Störfaktor und haben nichts im Unterricht zu suchen. Statt eines Detektors sollten die Klaasenräume mit Störsendern ausgerüstet sein. (Wünsche ich mir auch für Kino, U-Bahn und die "handyfreien" Waggons der DB)
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