Folgen der Flut: Hochwasser weicht Zentral-Abi auf

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Berufsfeuerwehr Augsburg

Klassenzimmer in Augsburg: "Sicherheit geht vor Prüfungen"

Reifeprüfung mit nassen Füßen? Weil in Orten entlang der Flussläufe in Bayern, Sachsen und Niedersachsen Hochwasseralarm herrscht, bleiben viele Schulen geschlossen. Abiturienten müssen nachschreiben.

Entlang einiger bayerischer und sächsischer Flussläufe mag beinahe Ausnahmezustand wegen Hochwasser herrschen, doch Abiturzeit bleibt Abiturzeit: Die derzeitige Jahrhundertflut fällt in den beiden am schwersten betroffenen Bundesländern momentan mit der Reifeprüfung zusammen - und die ersten Schulen haben die Prüfungen verschoben oder kündigen diesen Schritt an.

In den betroffenen bayerischen Gebieten wurden Koordinierungsgruppen gebildet, die vor Ort entscheiden, wie lange die Schulen geschlossen bleiben. Die landesweit empfangbaren Hörfunksender Bayerischer Rundfunk und Antenne Bayern stellen aktuelle Informationen zur Verfügung, teilte das bayerische Kultusministerium mit.

Im niederbayerischen Landkreis Deggendorf etwa entfällt weiterhin der Unterricht, für die Abi-Prüfungen gibt es aber Sonderregelungen. Schüler sollen sich mit dort mit ihren Schulen in Verbindung setzen.

An Fach- und Oberschulen in und um Passau und Rosenheim sowie den Landkreisen Traunstein und Erding konnten am Montag die Deutschklausuren nicht geschrieben werden. Sie wurden heute mit anderen Aufgaben, die das Kultusministerium für Ausweichtermine vorbereitet hatte, nachgeholt. In Traunstein wurden die mündlichen Kolloquiumsprüfungen um fünf Tage verschoben. Die Berufs- und Fachoberschule Passau verlegte die Prüfungen zum Teil in eine Halle im Messepark.

Auch in Sachsen wurden die mündlichen Abiturprüfungen vertagt. "Sicherheit geht vor Prüfungen. Den Schülern soll daraus aber kein Nachteil entstehen", erklärte Kultusministerin Brunhild Kurth. Viele Schulen bleiben in Sachsen weiterhin geschlossen. Vereinzelt werden die Abiturienten aber trotzdem geprüft, an anderen Schulen werden Nachholtermine angeboten.

Auch im niedersächsischen Landkreis Lüchow-Dannenberg bleiben alle Schulen aufgrund des Katastrophenalarms geschlossen. Die Schulen werden für die Unterbringung von 2000 Einsatzkräften aus ganz Niedersachsen benötigt. Mehrere hundert Schüler dürfen bis mindestens Freitag zu Hause bleiben.

cpa/dpa

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