"Jugend forscht"-Wettbewerb: Ministerin ehrt jungen App-Entwickler

Eine 3-D-Anwendung für Tablets und ein neuartiges Verfahren für Hochgeschwindigkeitsfotografie haben ihren Erfindern Preise eingebracht: Beim "Jugend forscht"-Wettbewerb in Leverkusen wurden Nachwuchstalente ausgezeichnet.

Nachwuchs: "Jugend forscht" 2013 Fotos
DPA

Leverkusen - Nachwuchswissenschaftler aus sieben Bundesländern sind am Sonntag zu den Siegern des diesjährigen Wettbewerbs "Jugend forscht" gekürt worden. Insgesamt wurden zehn Auszeichnungen an Deutschlands beste Jungforscher vergeben sowie ein Sonderpreis an eine Berliner Schule, wie die Stiftung "Jugend forscht" und die Bayer AG in Leverkusen mitteilten.

Bildungsministerin Johanna Wanka (CDU) überreichte den "Preis des Bundespräsidenten" an Lennart Kleinwort (14) aus Bayern. Er hatte eine Software programmiert, mit der sich auf Smartphones und Tablet-Computern geometrische Figuren darstellen und per Freihandmodus mit den Fingern verändern lassen. Korbinian Urban (18) - ebenfalls aus Bayern - erhielt den "Preis der Bundeskanzlerin" für die originellste Arbeit: Er entwickelte ein neuartiges Verfahren für die Hochgeschwindigkeitsfotografie.

Zudem gingen in dem Bundeswettbewerb Ehrungen an die Besten in mehreren Fachgebieten. Patrick Ziesel (18) und Joshua Rikker (18) aus Baden-Württemberg wurden Sieger im Fachgebiet Arbeitswelt - mit einem Holzspalter, mit dem Waldarbeiter leichter und sicherer Bäume fällen können. David Singer (19) aus Nordrhein-Westfalen überzeugte die Jury im Fachgebiet Biologie. Er belegte die besondere Bedeutung des Lebensraums Stadt für die heimische Vogelwelt.

In der Chemie errang Michael Laue (17) aus Sachsen-Anhalt den Titel, weil er es mit einfachen Mitteln schaffte, elektrisch leitende Kohlenstoffschichten herzustellen. Julian Petrasch (21) aus Berlin ist die diesjährige Nummer eins in den Geo- und Raumwissenschaften. Er konstruierte als günstige Alternative zu teuren Satelliten einen Stratosphärenballon für die Aufnahme hochaufgelöster Luftbilder oder die Gewinnung von Wetterdaten.

Als einzige weibliche Preisträgerin schlug Jessica Lackas (18) aus dem Saarland ihre Mitbewerber im Fachgebiet Mathematik-Informatik aus dem Rennen: mit einem "faszinierenden mathematischen Spiel", über das sich die Ausbildung komplexer lebensähnlicher Strukturen auf dem Spielfeld analysieren lassen. Physik-Bundessieger wurde Daniel Pflüger (18) aus Niedersachsen mit seiner Untersuchung von Wellenbewegungen mit Hilfe von Laser und Digitalkamera. In der Technik siegte das bayerische Duo aus Maximilian Reif (18) und Michael Stark (19) mit einer Software für Fluggeräte.

Der Sonderpreis der Kultusministerkonferenz ging an das Berliner Gymnasium für seine "vorbildliche Talentförderung" im mathematisch-technischen Bereich.

Eine Broschüre mit allen Gewinnern gibt es auf der Website des Wettbewerbs (PDF-Datei).

Beim 48. Wettbewerb hatten 189 Teilnehmer auf eine Auszeichnung gehofft. Im Stadion des Bundesligisten Bayer-Leverkusen präsentieren Nachwuchsforscher zwischen 14 und 21 Jahren seit Donnerstag ihre insgesamt 108 Forschungsprojekte. Der Wettbewerb erreicht schon zum sechsten Mal in Folge einen Teilnehmerrekord. Die Jury-Mitglieder aus Wirtschaft, Forschung und Schulen haben Geldpreise in Höhe von mehreren tausend Euro vergeben.

ore/dpa

Diesen Artikel...
  • Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.
  • Auf anderen Social Networks teilen

Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 2 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. Ein toller Wettbewerb !
analyse 03.06.2013
bitte auch mehr über 4. - 10. Plätze berichten ! Auch über frühere Preisträger und Mitwirkende:Was ist aus ihnen geworden?
2. Die Erde ist eine Scheibe!
agztse 03.06.2013
Ach wie knuffig, der Spiegel wieder ganz POLITISCH KORREKT in seiner Parallelrealität – ein Mädchen als Covergirl für Jugend Forscht. Lieber Spiegel, Nikolaus Kopernikus war ein patriarchalisch begünstigter weisser Mann, somit ist endlich mit dem von ihm geprägten Irrglauben aufzuräumen das die Erde rund ist und es ist femmistisch korrekt festzuhalten: Die Erde ist eine Scheibe. Jawoll!
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik SchulSPIEGEL
Twitter | RSS
alles zum Thema Jugend forscht
RSS

© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



  • Drucken Senden
  • Nutzungsrechte Feedback
  • Kommentieren | 2 Kommentare

Social Networks