Jugendkulturen: "Wir lassen uns nichts vorschreiben"

Warum verzichten manche Jugendliche auf Alkohol und Zigaretten? Warum laufen manche ganz in Schwarz durch die Welt? Und gegen was revoltieren die jungen Hippies von heute? Das Jugendmagazin "Spiesser" wollte es wissen - und lässt acht Anhänger von Jugendkulturen ihre Szene vorstellen.

"Ich möchte Teil einer Jugendbewegung sein", schmetterte die Band Tocotronic Mitte der Neunziger Jahre. Den Wunsch teilen die Rocker mit vielen Jugendlichen - doch nur eine Minderheit schließt sich tatsächlich einer Szene an. Jeder fünfte Jugendliche sagt von sich, einer Jugendbewegung aktiv anzugehören.

Dafür hat diese Minderheit eine enorme Strahlkraft: Sieben von zehn Jugendlichen sagen, dass sie sich an einer Jugendkultur orientieren, weil sie etwa deren Musik hören. Die Orientierung wird allerdings zunehmend schwer: "Jugendkulturen werden kleinteiliger und schnelllebiger", sagte Klaus Farin, Szenekenner aus Berlin, im Interview mit SPIEGEL ONLINE.

Das Magazin "Spiesser" hat sich auf die Suche gemacht nach Vertretern von acht Jugendkulturen, die dem von Farin beschriebenen Trend trotzen: Die Punkerin Nika etwa erzählt, gegen was sie rebelliert. Isabell sagt, was es heißt, heute ein Hippie zu sein. Und Daniel erklärt, dass er eher selten Blut trinkt, auch wenn das manche Leute von ihm denken, wenn sie ihn sehen.

Alle sagen ungefiltert ihre Meinung - und nennen die Liedzeilen ihres Lebens. So unterschiedlich ihre Ziele und Geschmäcker sind, eines haben sie gemeinsam: Sie lassen sich nicht reinreden, nicht von Eltern, nicht von Oma, nicht von Modeketten.

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insgesamt 33 Beiträge
hladik 04.10.2010
"Bitch" ist von Meredith Brooks, nicht von Alanis Morissette. Wenn man nicht mal weiss, wer sein Lieblingslied singt...
"Bitch" ist von Meredith Brooks, nicht von Alanis Morissette. Wenn man nicht mal weiss, wer sein Lieblingslied singt...
Mathe-Freak 04.10.2010
Was erwartet man von solchen Gestalten die sich mit 18-24 wie pubertäre Kinder aufführen? Auf zwang alternativ sein ist Mainstream bloss schlimmer.
Zitat von hladik"Bitch" ist von Meredith Brooks, nicht von Alanis Morissette. Wenn man nicht mal weiss, wer sein Lieblingslied singt...
Was erwartet man von solchen Gestalten die sich mit 18-24 wie pubertäre Kinder aufführen? Auf zwang alternativ sein ist Mainstream bloss schlimmer.
Ja, das kann ich wirklich auch nicht nachvollziehen. Wo diese recht gefährlichen Drogen doch gar nicht verboten sind... aber vielleicht isses ja gerade deshalb.
Ja, das kann ich wirklich auch nicht nachvollziehen. Wo diese recht gefährlichen Drogen doch gar nicht verboten sind... aber vielleicht isses ja gerade deshalb.
Hirnwurm 04.10.2010
Ich kenne einige Punks und keiner davon hat gefärbte Haare, Sicherheitsnadeln im Ohr oder rennt sonstwie komisch rum. Wobei einen, der so rumrennt, kenne ich. Das ist mein Bruder und der ist ein Plastik-Punk. Begreift nichts und [...]
Ich kenne einige Punks und keiner davon hat gefärbte Haare, Sicherheitsnadeln im Ohr oder rennt sonstwie komisch rum. Wobei einen, der so rumrennt, kenne ich. Das ist mein Bruder und der ist ein Plastik-Punk. Begreift nichts und ist immer gegen das, wogegen man gerade ist und wenn heutzutage alle mit Iro rumlaufen und die fesche Gelfrisur der "jungen-Unionler" als rebellisch gelten würde, würde er so eine Frisur tragen. Den Punk erkennt man nicht von außen, und wenn doch, dann ist es oft mehr Schein als sein, denn gerade die Leute, die so erpicht darauf sind, allen zu zeigen wie rebellisch sie sind, rennen meistens auch nur einem Dogma hinterher, dass sie nicht verstehen. Aber das ist halt bei Dogmen so. Der Punk muss auch den Punk kritisch hinterfragen. Wird der Punk zur Religion, hat er sein Ziel verfehlt.
Skade 04.10.2010
habe nie einer Jugendkultur angehört, dieses uniformierte Denken war mir schon immer absurd.
habe nie einer Jugendkultur angehört, dieses uniformierte Denken war mir schon immer absurd.
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  • Montag, 04.10.2010 – 13:46 Uhr
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