Jugendmedientage: Wo geht's hier zum Traumberuf?
Journalist, Fotograf, Webdesigner: Viele Schüler und Studenten streben in die Medienbranche. Nur wie schafft man es in Redaktionen oder Agenturen? Die Jugendmedientage, das Treffen für medienbegeisterte junge Menschen, helfen beim Weg in den Traumberuf.
Wie schreibe ich eine gute Rezension? Was macht ein gutes Porträtfoto aus? Wie moderiere ich überzeugend? Und: Wie funktioniert Multimedia-Journalismus? In Hamburg treffen sich am kommenden Wochenende Hunderte Schüler und Studenten zu den Jugendmedientagen. Die Veranstalter erwarten bis zu 2000 medienbegeisterte junge Menschen aus ganz Deutschland. "Wir wollen Werte vermitteln", sagt Mitorganisator Paul Frisch, 21. "Wir wollen zeigen, wie komplex Journalismus ist und welche Regeln gelten."
Die Jugendmedientage finden bereits zum elften Mal statt, in den Vorjahren trafen sich die Teilnehmer unter anderem in Stuttgart, München und Hannover. Die Treffen organisiert die Jugendpresse Deutschland, die größtenteils ehrenamtlich arbeitet. Ein Netzwerk engagierter junger Menschen, darunter Fotografen, Webdesigner, Dokumentarfilmer, Journalisten. Unter anderem durch die Jugendmedientage möchte der Verein journalistisches Handwerk vermitteln, aber auch die Interessen junger Menschen in den Medien vertreten.
Vor mehr als 50 Jahren wurden die ersten Jugendpresse-Verbände gegründet, anfangs noch unbekannt hat der Verein heute prominente Partner: Die Bundeszentrale für politische Bildung unterstützt die Jugendmedientage, außerdem die Friedrich Ebert Stiftung, die Axel-Springer-Akademie, die Europäische Kommission, "Die Tageszeitung" und SPIEGEL ONLINE.
- Auf SPIEGEL ONLINE können Sie testen: Wie schneiden Sie beim Triathlon des Wissens ab? Zu den drei großen Herausforderungen für junge Journalisten:
dapd; DPA - Der Wissenstest
- Der Bildertest
- Die Schreibübung
Als Motivation bieten die Veranstalter 120 Workshops, Diskussionsrunden und Besuche in Redaktionen und Agenturen. Sie haben erfahrene Journalisten, Werber, Fotografen, Grafiker und Wissenschaftler engagiert: "Mr. Tagesthemen" Ulrich Wickert hält eine Rede. Der Art-Direktor der "Neon" erstellt mit Teilnehmern eine Sonderausgabe des Magazins. Ein Dozent der renommierten Bauhaus-Universität Weimar erklärt, wie man eine Webseite baut. Thomas Hestermann, Professor an der Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation, diskutiert mit Teilnehmern, wie Medien über Gewalt und Verbrechen berichten. Andreas Wolfers, Leiter der Henri-Nannen-Journalistenschule, bespricht Texte der Teilnehmer. Vom SPIEGEL und von SPIEGEL ONLINE wird mit Mathias Müller von Blumencron und Florian Harms jeweils ein Teil der Chefredaktion an den Jugendmedientagen teilnehmen. Gemeinsam mit weiteren Redakteuren werden sie erklären und zeigen, wie Online-Journalismus funktioniert.
Bislang haben sich mehr als 1000 Leute angekündigt. Wer noch Interesse hat, kann sich bis Mitte der Woche noch hier anmelden.
fln
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
- alles aus der Rubrik SchulSPIEGEL
- Twitter | RSS
- alles zum Thema Medien
- RSS
© SPIEGEL ONLINE 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH
- Dienstag, 06.11.2012 – 09:57 Uhr
- Drucken Versenden
- Nutzungsrechte Feedback
Zu den wichtigsten Einrichtungen zählen die Henri-Nannen-Schule (Hamburg), die Deutsche Journalistenschule (München), die Berliner Journalisten-Schule, die Axel-Springer-Akademie und die Evangelische Journalistenschule (alle in Berlin). Die RTL-Journalistenschule (Köln) bildet speziell für TV-Berufe aus, die Electronic Media School (Babelsberg und Bremen) für Radio, Fernsehen und Internet. Die Holtzbrinck-Schule (Düsseldorf) und die Kölner Journalistenschule sind auf Wirtschaft spezialisiert.
Was Chefredakteure der ganz alten Schule von den Absolventen halten? Sie rümpfen die Nase, rollen die Augen und raten: "Studieren Sie lieber etwas Handfestes, Jura oder BWL oder sogar Byzantinistik." Damit haben sie nicht unbedingt Recht, ein Medienstudium kann schon nahe an den Beruf heranführen. Trotzdem gehen Absolventen meist noch ins Volontariat oder in eine Journalistenschule - denn ein schickes Uni-Zeugnis allein beeindruckt im Journalismus niemanden. Erstklassige Arbeitsproben und sinnvolle Praktika schon.
- Tipps von Top-Journalisten: "Beliebtheit ist kein Maßstab" (28.09.2012)
- Zensur bei Bayerns Schülerzeitungen: Pressefreiheit? Nicht bei uns! (30.04.2012)
- Junger Blattmacher: Die Zeitung, das bin ich (09.04.2012)
- Schülerzeitung vor Gericht: "Bazillus" gewinnt gegen Freistaat Bayern (08.12.2011)
- Journalistenschulen: Alles so schön bunt hier (14.06.2010)
für die Inhalte externer Internetseiten.
MEHR AUS DEM RESSORT SCHULSPIEGEL
-
Mein erstes Mal
Das habe ich noch nie erlebt: Premieren, die den Puls hochjagen -
Karrieren
Wie werde ich...? Prominente erzählen die Geschichte ihres Lebens -
Austauschlog
Ab ins Ausland: Notizen aus dem spannendsten Jahr der Schulzeit -
Tools
Ferien, Referathilfe, Austausch und mehr: Der SchulSPIEGEL-Service -
Jugendsprache
Quiz: Sprechen Sie jugendlich? Check das mal pornös aus!


