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Schulen weltweit: Im Staub oder im Sakko

Schulen weltweit: Trümmer, Wellblech, Blümchentapete Fotos
REUTERS

Das Leben von 650 Millionen Kindern wird durch ihre Schulbildung vorbestimmt. Die einen drängeln sich im Slum, andere tragen täglich Krawatte. Wie Armut oder Luxus das Lernen bestimmen, zeigt ein Blick in Schulen aus aller Welt.

Unter ihren Füßen ist bloße Erde, die Schülerinnen in Dschalalabad sitzen im afghanischen Staub auf einfachen Matten. Viel haben sie nicht zum lernen. Aber immerhin: Sie können lernen. Dafür setzt sich auch Malala Yousafzai ein, die Aktivistin aus dem Nachbarland Pakistan. Vor drei Jahren wurde sie von Talibankämpfern niedergeschossen, mittlerweile lebt sie in Großbritannien.

Für ihren Einsatz hat Malala Yousafzai den Friedensnobelpreis bekommen. Immer wieder erinnert sie die Staatslenker dieser Welt, sich dafür einzusetzen, dass alle Kinder zur Schule gehen können. Und dieses Engagement ist nötig, denn noch immer fehlen laut einer Untersuchung der Unesco vier Millionen Lehrer weltweit, wie die Organisation zum heutigen Weltlehrertag bekannt gab.

Von 650 Millionen Kindern im Grundschulalter erlernen 250 Millionen nicht die Grundlagen des Lesens und Rechnens. Besonders schwierig sei die Lage weiterhin in Afrika südlich der Sahara. Als Beispiel führte die Uno-Organisation das westafrikanische Mali an. Dort seien noch im Jahr 1999 im Durchschnitt 62 Schüler von einem einzigen Lehrer unterrichtet worden. Nachdem zunehmend Lehrer eingestellt worden seien, wurden im Jahr 2011 noch 48 Schüler von einem Lehrer unterrichtet. Dies sei eine der höchsten Schüler-Lehrer-Relationen der Welt.

kha/dpa/AFP

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1.
zazzel23 06.10.2015
Liebe Redaktion, ein Bild einer Koranschule zwischen "echten" Schulen? How come?
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