Von Markus Flohr und Maximilian Popp
"Ich wollte auf keinen Fall zum Bund. Da ich aber keine schwerwiegende Krankheit vorweisen konnte, bei der man mich als 'wehrdienstuntauglich' sofort wieder nach Hause geschickt hätte, musste ich damit rechnen, eingezogen zu werden.
Ich treibe sehr viel Sport, vor allem Leichtathletik. Wollte der Bund nicht gerade Leute, die sportlich und körperlich fit sind?
Bei der Musterung hat mich der Wehrdienstbeauftragte aufgefordert, Kniebeugen zu machen. Damit wollte er herausfinden, ob ich mehrere Kilometer mit schwerem Gepäck gehen könne. Das habe ich verweigert und gesagt, dass dafür die Schmerzen in meinem Knie zu groß seien. Das stimmte natürlich nicht, aber es genügte, um ausgemustert zu werden.
Der Wehrdienstbeauftragte sagte mir, dass ich beim Bund ohnehin keine Chance gehabt hätte, da ich nicht gerade 'sehr motiviert' gewesen sei."
Daniel*, 19, aus Kiel
Mitarbeit: Jonas Leppin, Christian Hambrecht, Nora Große-Harmann
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