Der eine ist Punk, die nächste Emo, und der da hinten kommt immer wie ein Rapper in die Schule. Möchten eigentlich alle Jugendlichen "Teil einer Jugendbewegung sein" (Tocotronic)? Oder sind alle anderen Langweiler? Kann man überhaupt unfallfrei erwachsen werden, ohne einer Szene, einer Kultur beizutreten?
Anna Harasim und Nicolas Scheuplein vom Rhön-Gymnasium in Bad Neustadt haben sich auf ihrem Schulhof umgesehen und so ziemlich alle Gruppen, die es gibt, vor die Linse ihrer Kamera gezerrt. Ihre Foto-Serie "Jugendkulturen" haben sie in der Schülerzeitung "Konturen" veröffentlicht - sie wurde mit dem ersten Preis in der Kategorie Foto beim SPIEGEL-Schülerzeitungswettbewerb ausgezeichnet.
In ihrer Schülerzeitung stellen sie sich die Frage, warum Jugendliche sich "auf der Suche nach einer individuellen Identität damit zufrieden geben, exakt so auszusehen wie alle anderen in der Gruppe" - nämlich so wie die anderen Skater, Ökos, Straight-Edge-Leute.
Die Antwort von Anna und Nicolas: "Wir sind noch jung und dürfen mit unserem 'Ich' experimentieren". Und außerdem: "Wenn wir in 20 Jahren Fotos von uns in voller Punk-, Gothic- oder Skatermontur sehen, gibt's sicher etwas zu lachen." Im SchulSPIEGEL gibt es die ganze Serie aus der Schülerzeitung "Konturen" zum Schauen und Lesen.
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