Von Carola Padtberg und Florian Leonhardmair
Schweigen über Missbrauchsfälle, ignorierte Verdachtsmomente - das Tabuthema Missbrauch ist in Deutschland keines mehr. Dutzende Opfer meldeten sich in den vergangenen Wochen zu Wort, fast täglich werden neue Fälle aufgedeckt. Oft trauen sich ehemalige Schüler erst Jahrzehnte nach dem erlittenen Missbrauch, ihr Leiden zu schildern.
Doch auch wenn es nicht bei jedem Problem, das Schüler haben, um einen sexuellen Angriff wie an der hessischen Odenwaldschule oder an katholischen Klosterinternaten gehen muss: Schülern fällt es schwer, über Konflikte und Sorgen zu reden. An wen sich wenden? Wer kann mir wirklich helfen? Wer glaubt mir überhaupt?
Zwar gibt es an fast jeder Schule Vertrauenslehrer, doch sie werden ungern kontaktiert. "Ich glaube, dass sich viele Lehrer mehr Kontakt zu Schülern wünschen", sagt der 17-jährige Schüler Rick, "doch die wenigsten schaffen es, gemocht zu werden. Als Schüler meidet man doch den Kontakt zu Lehrern".
Warum das Verhältnis zwischen Schülern und Pädagogen so schwierig ist und die wenigsten Jugendlichen sich ihren Vertrauenslehrern öffnen möchten, erklären fünf Schüler auf SPIEGEL ONLINE.
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