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Freiwilligendienst in KZ-Gedenkstätte: "Das Kapitel Rassismus ist noch nicht abgeschlossen"

Von Lea Deuber

KZ-Gedenkstätten sind Orte des Grauens. Simon, Tomke, Larissa, Janina und Veit sind täglich dort: Ein Jahr lang verrichten sie einen Freiwilligendienst in Theresienstadt, Dachau oder Osthofen. Hier erzählen sie, was sie antreibt.

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Freiwilligenarbeit in der KZ-Gedenkstätte: "Ich brauche Abstand zu diesem Ort"
Auch wenn sie freiwillig dort arbeiten, das Hingehen fällt ihnen nicht immer leicht: Tomke Gerstenberg glaubt manchmal zu ersticken. Larissa Zeigerer fährt jeden Tag zwei Stunden mit der Bahn von der Gedenkstätte nach Hause, um genügend Abstand zu dem Ort des Schreckens zu bekommen. Und Simon Rebiger wartet manchmal abseits der Krematorien auf seine Besuchergruppe, weil ihm die Leichenöfen so großes Unbehagen bereiten.

Während ihre Freunde ein Studium beginnen oder um die Welt reisen, arbeiten die jungen Leute in ehemaligen Konzentrationslagern. Sie wollen verhindern, dass der Holocaust vergessen wird. Und sie wollen sich mit ihrer eigenen Geschichte auseinandersetzen.

Veit Lorenz' Opa war Scharfschütze im Zweiten Weltkrieg. Er erzählte nicht viel über den Krieg, Fragen blockte er ab. "Ich kann nicht beurteilten, ob etwas auf dem Gewissen meines Großvaters lastete", sagt Veit. Die Frage motivierte ihn, im KZ ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) zu machen. Zweieinhalb Stunden pendelt er jeden Tag zu seiner Arbeitsstelle, der Gedenkstätte Osthofen nördlich von Worms. Seine Freunde finden das verrückt.

Hier erzählen fünf junge Menschen, warum sie freiwillig in ehemaligen Konzentrationslagern arbeiten, wie Freunde und Eltern auf ihre Arbeit reagieren und wie sie mit bedrückenden Gedanken umgehen:

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1.
xmix 31.05.2012
Zitat von sysopREUTERSKZ-Gedenkstätten sind Orte des Grauens. Simon, Tomke, Larissa, Janina und Veit sind täglich dort: Ein Jahr lang verrichten sie einen Freiwilligendienst in Theresienstadt, Dachau oder Osthofen. Hier erzählen sie, was sie antreibt. http://www.spiegel.de/schulspiegel/leben/0,1518,834498,00.html
Sehr bemerkenswert und beeindruckend was die jungen Leute da leisten!
2. .
frubi 31.05.2012
Zitat von sysopREUTERSKZ-Gedenkstätten sind Orte des Grauens. Simon, Tomke, Larissa, Janina und Veit sind täglich dort: Ein Jahr lang verrichten sie einen Freiwilligendienst in Theresienstadt, Dachau oder Osthofen. Hier erzählen sie, was sie antreibt. http://www.spiegel.de/schulspiegel/leben/0,1518,834498,00.html
Rassismus wird es immer geben. Genauso wie Terrorismus. Es mag eine schöne Vorstellung sein, dass es solche Dinge nicht mehr auf der Welt geben wird aber es ist naiv.
3. Mit voller tiefer Dankbarkeit ....
gemamundi 31.05.2012
Bin voller ehrlicher echter tiefer Dankbarkeit für diese jungen Menschen,die Grundlagen des menschlichen Zusammenlebens verstanden und verinnerlicht haben : Meine Mutter wurde 1945 von den Briten aus dem KZ Bergen-Belsen befreit. Sie war dahin verschleppt worden,weil sie junge deutsche Jüdin - oder jüdische Deutsche war. Selbst bin ich 1955,10 Jahre nach der Befreiung,in HH geboren worden.Dennoch erfuhr ich stets - in bdeutend geringerem Ausmaß als die ins KZ verschleppten Menschen,was auch hier noch in Europa Vorurteile anrichten = Lebe seit meinem 14.ten lebensjahr offen und öffentlich schwul,habe später viele Jahre lang mit meinem muslimischen und aus Palästina stammenden Mann gemeinsam gelebt ( bis zu seinem zu frühen Tod 1997 ) und habe stets nach besten Möglichkeiten und Bewußtsein auch offen politisch gehandelt - selbst in meinen Berufen; bin Dramaturg,Schauspieler,usw....Bin alt und er-lebenserfahren genug zu wissen, das die Annahme der Vergangenheit gut und notwendig ist,um die Zukunft - sei es 'nur' die eigene - zu sichern.... Danke für diesen Bericht. Danke diesen Menschen für deren Arbeit ! Shalom & Salam & Pace ...
4. Sehr bewegend
sara100 31.05.2012
Zitat von gemamundiBin voller ehrlicher echter tiefer Dankbarkeit für diese jungen Menschen,die Grundlagen des menschlichen Zusammenlebens verstanden und verinnerlicht haben : Meine Mutter wurde 1945 von den Briten aus dem KZ Bergen-Belsen befreit. Sie war dahin verschleppt worden,weil sie junge deutsche Jüdin - oder jüdische Deutsche war. Selbst bin ich 1955,10 Jahre nach der Befreiung,in HH geboren worden.Dennoch erfuhr ich stets - in bdeutend geringerem Ausmaß als die ins KZ verschleppten Menschen,was auch hier noch in Europa Vorurteile anrichten = Lebe seit meinem 14.ten lebensjahr offen und öffentlich schwul,habe später viele Jahre lang mit meinem muslimischen und aus Palästina stammenden Mann gemeinsam gelebt ( bis zu seinem zu frühen Tod 1997 ) und habe stets nach besten Möglichkeiten und Bewußtsein auch offen politisch gehandelt - selbst in meinen Berufen; bin Dramaturg,Schauspieler,usw....Bin alt und er-lebenserfahren genug zu wissen, das die Annahme der Vergangenheit gut und notwendig ist,um die Zukunft - sei es 'nur' die eigene - zu sichern.... Danke für diesen Bericht. Danke diesen Menschen für deren Arbeit ! Shalom & Salam & Pace ...
Was Sie schreiben. Es tut so gut mal jemanden zu lesen der die nötige Toleranz und Weitsicht hat. Leider ist das in den meisten Fällen nicht der Fall wie Sie eventuell auch hier in diesem Forum lesen können. Menschen mit bestimmten Vorurteilen werden immer einen Grund finden sie auch zu pflegen. Sie aber werden immer über diesen Menschen stehen. Sie bedanken sich bei diesen jumgen Menschen, und ich bedanke mich bei Ihnen.
5.
Vorzeichen 31.05.2012
Zitat von frubiRassismus wird es immer geben. Genauso wie Terrorismus. Es mag eine schöne Vorstellung sein, dass es solche Dinge nicht mehr auf der Welt geben wird aber es ist naiv.
Gerade weil es Rassismus immer geben wird, ist Aufklärung wichtig. Was diese jungen Menschen machen, ist sinnvolle und harte Arbeit, ganz bestimmt nichts für Naivlinge. Respekt und Verbeugung.
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