Lexikon der Jugendsünden: Colt Seavers und andere verbotene Serien

Mütter hassten, Kinder liebten sie: amerikanische TV-Actionserien. Für die einen war "Das A-Team" ein Pflichttermin, für andere das "Trio mit vier Fäusten". Lisa Seelig und Elena Senft sammelten diese und andere Jugendsünden in einem Buch. Diesmal: E wie "Ein Colt für alle Fälle".

Lee Majors ließ es als Stuntman krachen, in der Serie "Ein Colt für alle Fälle" Zur Großansicht
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Lee Majors ließ es als Stuntman krachen, in der Serie "Ein Colt für alle Fälle"

"Ein Colt für alle Fälle" gehörte zu den Serien des Nachmittagsprogramms, die Mütter sofort verboten, weil ständig Autos explodierten, Menschen an Brücken hingen oder sich Männer in der Nähe eines in die Luft fliegenden Hauses auf der staubigen Erde abrollten. Protagonist und Namensgeber der Serie war Colt Seavers (Lee Majors), ein kerniger Stuntman, der auch als Kopfgeldjäger arbeitete.

Unterstützt wurde er dabei von seinem etwas dümmlichen Cousin Howie Munson (Douglas Barr) sowie von Jody Banks (Heather Thomas), die eine in der Fernsehgeschichte unvergessene Szene lieferte, als sie in einem blauen Bikini und mit ihrer riesigen blonden Föhnfrisur durch eine Schwingtür in den Raum tritt.

"Ein Colt für alle Fälle" erreichte unter amerikanischen Krimiserien in Sachen Beliebtheit einen Sonderstatus. Vielleicht, weil Jody die engsten Jeans trug, alle Mädchen sich in Howie verknallten und Colts Pick-up (ein GMC Sierra Grande) mühelos über alle Abgründe und Hindernisse springen konnte.

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Peinlichkeiten von früher: Das Lexikon der Jugendsünden
Serien wie "Das A-Team", "Sledge Hammer", "Trio mit vier Fäusten", "Hart aber herzlich" und "Simon & Simon" - alle warteten mit der richtigen Mischung aus Spannungs- und Verbrechenselementen sowie Klamauk amerikanischer Tradition auf - teilten sich die weiteren Plätze.

Das SPIEGEL-ONLINE-Taschenbuch "Wir waren jung und brauchten das Gel" ist beim Fischer Verlag erschienen.

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insgesamt 84 Beiträge
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1. hach, das waren Zeiten
marthaimschnee 06.07.2011
da war selbst massenproduzierter Unsinn in Serie noch qualitativ hochwertiger, als heutige Kinofilme
2. Auch gesehen
rennflosse 06.07.2011
Zitat von sysopMütter hassten, Kinder liebten sie: amerikanische TV-Actionserien. Für die einen war "Das A-Team" ein Pflichttermin, für andere das "Trio mit vier Fäusten". Lisa Seelig und Elena Senft sammelten diese und andere Jugendsünden in einem Buch. Diesmal: E wie "Ein Colt für alle Fälle". http://www.spiegel.de/schulspiegel/leben/0,1518,763572,00.html
Ich habe das damals auch gerne gesehen. Lee Majors hat sich nach vielen Jahren mal in einem Werbespot für einen Honda (?) selbst auf die Schippe genommen. Was ist aus ihm eigentlich geworden?
3. wieso sollten mütter die serie verboten haben?
priuskanada 06.07.2011
kann es sein das die autoren vom verhalten ihrer eigenen mütter berichten? ich kann mich nicht erinnern das das damals irgendjemand nicht gucken durfte!
4. grossartig
Stampler 06.07.2011
Zitat von rennflosseIch habe das damals auch gerne gesehen. Lee Majors hat sich nach vielen Jahren mal in einem Werbespot für einen Honda (?) selbst auf die Schippe genommen. Was ist aus ihm eigentlich geworden?
ganz gross, diese serie! den werbespot hätte majors sich aber schenken können, man sieht darin nur, wie alt er mittlerweile geworden ist und das ist traurig..schnüff...
5. Kult!
rocknroller77 06.07.2011
Zitat von sysopMütter hassten, Kinder liebten sie: amerikanische TV-Actionserien. Für die einen war "Das A-Team" ein Pflichttermin, für andere das "Trio mit vier Fäusten". Lisa Seelig und Elena Senft sammelten diese und andere Jugendsünden in einem Buch. Diesmal: E wie "Ein Colt für alle Fälle". http://www.spiegel.de/schulspiegel/leben/0,1518,763572,00.html
Meine Mutter hat mich eigentlich sehr behütet, fand Fernsehen generell nicht so toll. Aber gegen diese Serien im Speziellen hatte sie nix. In Norwegen habe ich sie sogar im englischen Original mit Untertitel geguckt und so mit 8 Jahren schon englisch gelernt. Damals nur trotzdem nicht verstanden, was an diesem weißen Pulver immer so schlimm war ;-)
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Die Sündensammler
Andreas Labes
Lisa Seelig, 31, verbrachte ihre Jugend in einem bayerischen Kaff, Elena Senft, 31, in Berlin. Die Geschmacklosigkeiten der neunziger Jahre haben sich auf dem Land und in der Großstadt erstaunlicherweise ziemlich identisch abgespielt, gemeinsam haben sie sämtliche Peinlichkeiten in dem Buch "Wir waren jung und brauchten das Gel" gesammelt.

Buchtipp
Lisa Seelig, Elena Senft:
Wir waren jung und brauchten das Gel
Das Lexikon der Jugendsünden.

Fischer Taschenbuchverlag; 256 Seiten; 8,99 Euro.

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