Schülerinnen mit Ministerträumen: Lasst uns die Welt retten

2. Teil: Flora, 17, will "Umweltlehre" als neues Schulfach einführen


Abiturientin Flora ist den Politikern enttäuscht: "Es wird viel geredet, aber nicht umgesetzt"Zur Großansicht
Elena Wagner

Abiturientin Flora ist den Politikern enttäuscht: "Es wird viel geredet, aber nicht umgesetzt"

"Als Umweltministerin würde ich versuchen, die Menschen darüber zu informieren, was gerade alles schiefläuft und was jeder Einzelne dafür tun kann, damit sich die Lage verbessert. Viele wissen ja gar nicht, was sie jeden Tag für die Umwelt tun können. Mein Ziel wäre es, den Menschen bewusst zu machen, welche Probleme durch die vielen Autos in den Städten entstehen können. Damit die Fortbewegung dort umweltschonender gestaltet werden kann, würde ich mich dafür einsetzen, dass die Städte fahrradfreundlicher werden.

So bekommen die Menschen einen Anreiz, öfter mit dem Fahrrad zu fahren. Außerdem sollten mehr elektrische Autos eingesetzt und die Forschung in diesem Bereich unterstützt werden. Wichtig wäre mir auch das Thema Umwelt in der Bildung. Ich selbst hatte schon in der Grundschule das Fach 'Umweltlehre'. Im Unterricht wurde uns dort erklärt, wie Papier hergestellt und wie Müll getrennt wird. 'Umweltlehre' würde ich am liebsten bundesweit durchsetzen, weil man so viel über die Umwelt erfährt und mit dem Bewusstsein aufwächst, wie wichtig Nachhaltigkeit ist.

Aktuell nehmen Politiker unsere Umweltprobleme nicht ernst genug. Es wird viel geredet, aber nicht wirklich viel in die Tat umgesetzt. Zum Beispiel, was die Energieversorgung betrifft. Mir wäre wichtig, dass unsere Ressourcen in Zukunft einfach besser genutzt werden und umweltfreundliche Energien einen größeren Stellenwert bekommen."

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insgesamt 24 Beiträge
noalk 08.01.2013
diese Gedanken und Vorschläge, aber sie alle wurden schon gedacht bzw. gemacht. Letztendlich werden es Sachzwänge - Ressourcenverknappung - und nicht guter Wille sein, die zu deren Umsetzung führen werden.
diese Gedanken und Vorschläge, aber sie alle wurden schon gedacht bzw. gemacht. Letztendlich werden es Sachzwänge - Ressourcenverknappung - und nicht guter Wille sein, die zu deren Umsetzung führen werden.
Marshmallowmann 08.01.2013
Von Umweltschutz keine Ahnung aber Ministerin werden wollen... Gute Aussichten eigentlich im jetzigen Deutschland...
Von Umweltschutz keine Ahnung aber Ministerin werden wollen... Gute Aussichten eigentlich im jetzigen Deutschland...
aquarelle 08.01.2013
...alles Mädchen! Frauen scheren sich prinzipiell mehr um Umweltbelange als Männer. Mich hätte dennoch eine männliche Sicht interessiert. Ich selbst habe in dieser Richtung studiert, weil ich das Gefühl hatte, nur so etwas zu [...]
...alles Mädchen! Frauen scheren sich prinzipiell mehr um Umweltbelange als Männer. Mich hätte dennoch eine männliche Sicht interessiert. Ich selbst habe in dieser Richtung studiert, weil ich das Gefühl hatte, nur so etwas zu erreichen. Dennoch rede ich zuhause gegen meinen Vater an, nicht mehr die Billig-Shirimps aus dem Aldi zu kaufen- vergebens. Das Problem ist, dass sich die Annehmlichkeiten des Lebens, Ökonomie und Umweltschutz stark widersprechen. Wichtig finde ich daher Umweltbildung, da sie Kindern von klein auf ein Umweltbewusstsein vermittelt, welches sie von ihren Eltern möglicherweise nie bekommen werden. Generell ist eigentlich jedes Kind der Natur aufgeschlossen, man muss es lediglich festigen und ausbauen, was nur im Rahmen von Schulunterricht möglich ist. Einmal im Jahr in den Zoo zu gehen reicht da nicht. Kindern sollte es auch auf jedenfall erlaubt sein, draußen zu spielen, sich schmutzig zu machen...Diese Über-Mütter, die ihrem Kind alles verbieten, sind da wenig hilfreich. Ich habe zwar nach wie vor das Gefühl, dass meine Arbeit ein Tropfen auf den heißen Stein bedeutet und ich wahrscheinlich sehr viel öfter frustriert sein werde als wirklich erfüllt, dennoch macht es mich glücklich der Natur etwas zurück zu geben und sollte ich selbst einmal Kinder haben, etwas dafür getan zu haben, dass sie noch eine Natur erleben können, wie ich das als Kind konnte.
Whitejack 08.01.2013
Ich wäre mir nicht unbedingt sicher, ob sich Männer da wirklich weniger darum scheren. Aber sei dem, wie es sei: Meine Erfahrung ist, dass es oftmals eine Frage des richtigen "Verkaufens" ist. Mit der Moralkeule [...]
Zitat von aquarelle...alles Mädchen! Frauen scheren sich prinzipiell mehr um Umweltbelange als Männer. Mich hätte dennoch eine männliche Sicht interessiert. Ich selbst habe in dieser Richtung studiert, weil ich das Gefühl hatte, nur so etwas zu erreichen. Dennoch rede ich zuhause gegen meinen Vater an, nicht mehr die Billig-Shirimps aus dem Aldi zu kaufen- vergebens.
Ich wäre mir nicht unbedingt sicher, ob sich Männer da wirklich weniger darum scheren. Aber sei dem, wie es sei: Meine Erfahrung ist, dass es oftmals eine Frage des richtigen "Verkaufens" ist. Mit der Moralkeule bewegt man meistens nicht besonders viel. Manche Dinge sind erfahrbar - wer mal eine Legefabrik gesehen hat, wird danach weniger gern auf Eier aus solchen Legebatterien zurückgreifen wollen. Und wer es dennoch tut, tut es wenigstens bewusst. Deshalb ist Bewusstmachung (eindeutig abzugrenzen von "Umerziehung") einer der zentralen Punkte des Umweltschutzes. Ein anderer Punkt ist die ökonomische/politische Frage. Und da muss man - leider, aber so ist die Gesellschaft heutzutage nun einmal, da hilft kein Bedauern - sich auch ökonomische bzw. politische Gründe zurechtlegen können. So ist z.B. ein sehr guter Grund für erneuerbare Energien die derzeit bestehende politische Abhängigkeit von Öl und Gas exportierenden Ländern. Klar, wer seine politischen Entscheidungen von Oligarchen oder Scheichs in Russland bzw. Saudi-Arabien abhängig machen möchte, der kann im rohstoffarmen Europa auch weiterhin auf fossile Brennstoffe setzen. Es gibt viele sehr vernünftige Argumente für Umweltschutz, erneuerbare Energien, eine verträgliche und nachhaltige Landwirtschaft usw. Meine Erfahrung ist, dass diese Argumente viel öfter akzeptiert werden als der bloße Moralappell. Das mag in den 90ern eher funktioniert haben, aber die heutige Zeit hat für gute Absichten nicht mehr viel übrig.
zaunkoenig1982 08.01.2013
"Der Wechsel zu alternativen Energien muss für die Menschen natürlich finanziell möglich sein, dabei würde ich sie gerne unterstützen. " schreibt eine der Damen. Wie geht das denn ? Verfügt die Schülerin über einen [...]
Zitat von aquarelle...alles Mädchen! Frauen scheren sich prinzipiell mehr um Umweltbelange als Männer...
"Der Wechsel zu alternativen Energien muss für die Menschen natürlich finanziell möglich sein, dabei würde ich sie gerne unterstützen. " schreibt eine der Damen. Wie geht das denn ? Verfügt die Schülerin über einen Geldspeicher Dagobertschen Ausmaßes? Im Ernst: Ein Grund, dass hier ausschließlich Mädchen zu Wort kommen, liegt m. E. an dem mangelnden technischen Interesse von Mädchen (Naturwissenschaften und Technik werden abgewählt) und damit nicht vorhandenem Wissen über Energieerzeugung und Logistik in einer modernen Gesellschaft, gepaart mit der Schönwetter-Naivität ("Alle Atomkraftwerke und Kohlekraftwerke sofort abschalten!"). Das ist für das Alter okay, aber in der Kombination mit Besserwisserei und Sendungsbewusstsein ("Man muss nur den Menschen erklären, dass bla bla bla") kaum erträglich. Bitte auf dem Ponyhof bleiben, bitte nicht in die Politik gehen.
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  • Dienstag, 08.01.2013 – 14:12 Uhr
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