Schülerinnen mit Ministerträumen: Lasst uns die Welt retten

Sie sind jung und opfern ihre Freizeit für die Umwelt, drei Schülerinnen engagieren sich in der Naturschutzjugend. Was würden sie tun, wenn sie Umweltministerinnen wären? Das erzählen sie dem Jugendmagazin "Yaez": ein neues Schulfach, mehr Ausflüge ins Grüne und weniger Fisch auf den Tellern.

Jede Woche gehen Flora und Carmen in ihren Garten, kümmern sich um Kräuterspiralen, Bienenstöcke und legen Hochbeete an - mitten in der Stadt. Die beiden Schülerinnen sind Mitglieder der Organisation Naturschutzjugend (NAJU) und haben zusammen mit anderen Jugendlichen einen Raum in der Berliner Innenstadt geschaffen, in dem sie Natur erleben können. Auch andere sind eingeladen, den "Guten Garten", wie die NAJU das City-Projekt nennt, kennenzulernen und dort mehr über ihre Umwelt zu erfahren.

Regelmäßig veranstalten Flora, Carmen und ihre Mitstreiter Themenabende, bei denen unterschiedliche umweltpolitische Punkte besprochen werden. Auch Lovis ist engagiert: Seit einem Jahr arbeitet sie in einer Jugendgruppe von Greenpeace mit, plant Flashmobs, spielt Straßentheater und produziert Filme. Sie will einfach gehört werden, sagt sie, obwohl sie noch nicht einmal wählen darf. Flora, Carmen und Lovis tun schon viel für die Umwelt.

Was sie noch alles tun würden, wenn sie könnten, haben sie dem Jugendmagazin "Yaez" erzählt. (Klicken Sie auf die Überschriften, um den Text zu lesen)

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1. Schön und gut,
noalk 08.01.2013
diese Gedanken und Vorschläge, aber sie alle wurden schon gedacht bzw. gemacht. Letztendlich werden es Sachzwänge - Ressourcenverknappung - und nicht guter Wille sein, die zu deren Umsetzung führen werden.
2.
Marshmallowmann 08.01.2013
Von Umweltschutz keine Ahnung aber Ministerin werden wollen... Gute Aussichten eigentlich im jetzigen Deutschland...
3. Natürlich...
aquarelle 08.01.2013
...alles Mädchen! Frauen scheren sich prinzipiell mehr um Umweltbelange als Männer. Mich hätte dennoch eine männliche Sicht interessiert. Ich selbst habe in dieser Richtung studiert, weil ich das Gefühl hatte, nur so etwas zu erreichen. Dennoch rede ich zuhause gegen meinen Vater an, nicht mehr die Billig-Shirimps aus dem Aldi zu kaufen- vergebens. Das Problem ist, dass sich die Annehmlichkeiten des Lebens, Ökonomie und Umweltschutz stark widersprechen. Wichtig finde ich daher Umweltbildung, da sie Kindern von klein auf ein Umweltbewusstsein vermittelt, welches sie von ihren Eltern möglicherweise nie bekommen werden. Generell ist eigentlich jedes Kind der Natur aufgeschlossen, man muss es lediglich festigen und ausbauen, was nur im Rahmen von Schulunterricht möglich ist. Einmal im Jahr in den Zoo zu gehen reicht da nicht. Kindern sollte es auch auf jedenfall erlaubt sein, draußen zu spielen, sich schmutzig zu machen...Diese Über-Mütter, die ihrem Kind alles verbieten, sind da wenig hilfreich. Ich habe zwar nach wie vor das Gefühl, dass meine Arbeit ein Tropfen auf den heißen Stein bedeutet und ich wahrscheinlich sehr viel öfter frustriert sein werde als wirklich erfüllt, dennoch macht es mich glücklich der Natur etwas zurück zu geben und sollte ich selbst einmal Kinder haben, etwas dafür getan zu haben, dass sie noch eine Natur erleben können, wie ich das als Kind konnte.
4.
Whitejack 08.01.2013
Zitat von aquarelle...alles Mädchen! Frauen scheren sich prinzipiell mehr um Umweltbelange als Männer. Mich hätte dennoch eine männliche Sicht interessiert. Ich selbst habe in dieser Richtung studiert, weil ich das Gefühl hatte, nur so etwas zu erreichen. Dennoch rede ich zuhause gegen meinen Vater an, nicht mehr die Billig-Shirimps aus dem Aldi zu kaufen- vergebens. Das Problem ist, dass sich die Annehmlichkeiten des Lebens, Ökonomie und Umweltschutz stark widersprechen. Wichtig finde ich daher Umweltbildung, da sie Kindern von klein auf ein Umweltbewusstsein vermittelt, welches sie von ihren Eltern möglicherweise nie bekommen werden. Generell ist eigentlich jedes Kind der Natur aufgeschlossen, man muss es lediglich festigen und ausbauen, was nur im Rahmen von Schulunterricht möglich ist. Einmal im Jahr in den Zoo zu gehen reicht da nicht. Kindern sollte es auch auf jedenfall erlaubt sein, draußen zu spielen, sich schmutzig zu machen...Diese Über-Mütter, die ihrem Kind alles verbieten, sind da wenig hilfreich. Ich habe zwar nach wie vor das Gefühl, dass meine Arbeit ein Tropfen auf den heißen Stein bedeutet und ich wahrscheinlich sehr viel öfter frustriert sein werde als wirklich erfüllt, dennoch macht es mich glücklich der Natur etwas zurück zu geben und sollte ich selbst einmal Kinder haben, etwas dafür getan zu haben, dass sie noch eine Natur erleben können, wie ich das als Kind konnte.
Ich wäre mir nicht unbedingt sicher, ob sich Männer da wirklich weniger darum scheren. Aber sei dem, wie es sei: Meine Erfahrung ist, dass es oftmals eine Frage des richtigen "Verkaufens" ist. Mit der Moralkeule bewegt man meistens nicht besonders viel. Manche Dinge sind erfahrbar - wer mal eine Legefabrik gesehen hat, wird danach weniger gern auf Eier aus solchen Legebatterien zurückgreifen wollen. Und wer es dennoch tut, tut es wenigstens bewusst. Deshalb ist Bewusstmachung (eindeutig abzugrenzen von "Umerziehung") einer der zentralen Punkte des Umweltschutzes. Ein anderer Punkt ist die ökonomische/politische Frage. Und da muss man - leider, aber so ist die Gesellschaft heutzutage nun einmal, da hilft kein Bedauern - sich auch ökonomische bzw. politische Gründe zurechtlegen können. So ist z.B. ein sehr guter Grund für erneuerbare Energien die derzeit bestehende politische Abhängigkeit von Öl und Gas exportierenden Ländern. Klar, wer seine politischen Entscheidungen von Oligarchen oder Scheichs in Russland bzw. Saudi-Arabien abhängig machen möchte, der kann im rohstoffarmen Europa auch weiterhin auf fossile Brennstoffe setzen. Es gibt viele sehr vernünftige Argumente für Umweltschutz, erneuerbare Energien, eine verträgliche und nachhaltige Landwirtschaft usw. Meine Erfahrung ist, dass diese Argumente viel öfter akzeptiert werden als der bloße Moralappell. Das mag in den 90ern eher funktioniert haben, aber die heutige Zeit hat für gute Absichten nicht mehr viel übrig.
5.
zaunkoenig1982 08.01.2013
Zitat von aquarelle...alles Mädchen! Frauen scheren sich prinzipiell mehr um Umweltbelange als Männer. Mich hätte dennoch eine männliche Sicht interessiert. Ich selbst habe in dieser Richtung studiert, weil ich das Gefühl hatte, nur so etwas zu erreichen. Dennoch rede ich zuhause gegen meinen Vater an, nicht mehr die Billig-Shirimps aus dem Aldi zu kaufen- vergebens. Das Problem ist, dass sich die Annehmlichkeiten des Lebens, Ökonomie und Umweltschutz stark widersprechen. Wichtig finde ich daher Umweltbildung, da sie Kindern von klein auf ein Umweltbewusstsein vermittelt, welches sie von ihren Eltern möglicherweise nie bekommen werden. Generell ist eigentlich jedes Kind der Natur aufgeschlossen, man muss es lediglich festigen und ausbauen, was nur im Rahmen von Schulunterricht möglich ist. Einmal im Jahr in den Zoo zu gehen reicht da nicht. Kindern sollte es auch auf jedenfall erlaubt sein, draußen zu spielen, sich schmutzig zu machen...Diese Über-Mütter, die ihrem Kind alles verbieten, sind da wenig hilfreich. Ich habe zwar nach wie vor das Gefühl, dass meine Arbeit ein Tropfen auf den heißen Stein bedeutet und ich wahrscheinlich sehr viel öfter frustriert sein werde als wirklich erfüllt, dennoch macht es mich glücklich der Natur etwas zurück zu geben und sollte ich selbst einmal Kinder haben, etwas dafür getan zu haben, dass sie noch eine Natur erleben können, wie ich das als Kind konnte.
"Der Wechsel zu alternativen Energien muss für die Menschen natürlich finanziell möglich sein, dabei würde ich sie gerne unterstützen. " schreibt eine der Damen. Wie geht das denn ? Verfügt die Schülerin über einen Geldspeicher Dagobertschen Ausmaßes? Im Ernst: Ein Grund, dass hier ausschließlich Mädchen zu Wort kommen, liegt m. E. an dem mangelnden technischen Interesse von Mädchen (Naturwissenschaften und Technik werden abgewählt) und damit nicht vorhandenem Wissen über Energieerzeugung und Logistik in einer modernen Gesellschaft, gepaart mit der Schönwetter-Naivität ("Alle Atomkraftwerke und Kohlekraftwerke sofort abschalten!"). Das ist für das Alter okay, aber in der Kombination mit Besserwisserei und Sendungsbewusstsein ("Man muss nur den Menschen erklären, dass bla bla bla") kaum erträglich. Bitte auf dem Ponyhof bleiben, bitte nicht in die Politik gehen.
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