Von Jonas Leppin
So schnell wie Jugendsprache sich verändert, kann eigentlich keiner reden. Was gestern noch der heißeste Spruch auf dem Schulhof war, ist heute vielleicht schon ein Garant für Prügel. Und wenn es eine Formulierung sogar in ein Standard-Lexikon des Jugendjargons geschafft hat - dann sagt es unter jungen Menschen ziemlich sicher niemand mehr.
Gleich mehrere Verlage schießen solche Lexika in die Umlaufbahn, darunter der Duden-Verlag mit dem "Wörterbuch der Szenesprachen" und der Beck-Verlag mit "Endgeil: Das voll korrekte Lexikon der Jugendsprache". Der Langenscheidt-Verlag kürte kürzlich erst das Jugendwort des Jahres 2010: Die Wortschöpfung "Niveaulimbo" gewann vor "Arschfax", "Egosurfen" und "Speckbarbie", warum auch immer.
Während die Konkurrenz die Top-Wörter krönt, fahndete die Redaktion des Pons-Verlags obendrein nach den sprachlichen Flops. In ihrem "Wörterbuch der Jugendsprache 2011" (zu "100% unzensiert") sammelte sie neben 1500 angesagten Begriffen von Schülern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz diesmal auch die uncoolsten Wörter 2010.
Hups, gleich ein Fehler: Sogar "cool" ist demnach inzwischen eher uncool.
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Mit einem Generationen-Sprachtest hat SPIEGEL ONLINE kürzlich schon Erste Hilfe geleistet. Damit Sie den Wortschatz endgültig entrümpeln und ganz unbelastet ins neue Jahr starten können, erklären wir in der Zitate-Galerie oben die bösen Wörter von gestern - die Sie am besten gleich wieder vergessen - und bieten alternative Formulierungen für 2011.
Sprechen Sie wie von gestern - oder jugendlich? Machen Sie den Test:
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