Der Kinderbuch-Klassiker "Die drei kleinen Schweinchen" oder das "Schweinchen namens Babe", das auszog, um Schäferhund zu werden - solche Geschichten dürfen an einer Grundschule im nordenglischen Batley nicht mehr gelesen werden. Direktorin Barbara Harris hat alle Schweinchen-Texte für Kinder unter sieben Jahren untersagt, weil zwei Drittel der rund 250 Schüler Muslims sind.

Wahrscheinlich guckt wieder kein Schwein
Wie die Zeitung "The Guardian" berichtet, geht so viel Political Correctness auch dem Dachverband britischer Muslime zu weit, der das Verbot als "gut gemeint, aber töricht" bezeichnete. Die Bücher sollen in die Regale der Schule in West Yorkshire zurück, meint Sprecher Inayat Bunglawala: "Die Direktorin hat durchaus sensibel gehandelt, denn manche Eltern glauben, in Büchern Schweine darzustellen sei falsch. Aber das ist ein falsches Verständnis der Anweisung aus dem Koran, dass Muslims kein Schweinfleisch essen dürfen." Die meisten der Geschichten vermittelten Werte, die alle großen Religionen gemein hätten.
Bunlawala hält das Verbot für "bizarr" und die Geschichten über Schweine, die Zeichnungen und Fotos in Schulbüchern für "völlig in Ordnung", ebenso wie sein Dachverbands-Kollege Shaykh Ibrahim Mogra: "Der Verzehr von Schweinefleisch ist laut Koran verboten, aber über Schweine zu sprechen ist kein Problem."
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