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Gefälschte E-Mail: Schulfrei ermogelt

Winterwetter in Niedersachsen: Freier Tag im Schnee wegen gefälschter E-Mail Zur Großansicht
DPA

Winterwetter in Niedersachsen: Freier Tag im Schnee wegen gefälschter E-Mail

Eine gefälschte E-Mail hat Schülern in Niedersachsen einen freien Tag beschert. Der Unterricht falle wegen des Winterwetters aus, hieß es darin. Hunderte Schüler glaubten der Meldung - und blieben zu Hause.

Hunderte Schüler sind im niedersächsischen Garbsen offenbar auf eine gefälschte E-Mail hereingefallen und an diesem Freitag nicht zum Unterricht gekommen.

Wie die "Hannoversche Allgemeine" auf ihrer Internetseite berichtet, machte folgende Mail in der Nacht zum Freitag die Runde: "Liebe Schülerinnen und Schüler, der Unterricht am 08.01.2016 fällt aufgrund der momentanen Witterungslage aus."

Die Mail sei mit dem Namen des Schulleiters unterschrieben gewesen. Rund zwei Drittel der mehr als 700 Schüler des Gymnasiums blieben daraufhin dem Bericht zufolge zu Hause. Es überrascht nicht, dass die Nachricht vielen plausibel erschien. An zahlreichen Schulen in Niedersachsen fiel der Unterricht am Donnerstag wegen Schnee und Glätte aus.

Der Haken in diesem Fall: Der Schulleiter sagt, er habe die E-Mail nicht verschickt, sondern seinerseits eine gefälschte Mail erhalten. "Mich erreichte eine ähnliche Mail, angeblich von der Landesschulbehörde", berichtet Schulleiter Dieter Schwandt der Zeitung.

Es sieht aus, als habe es sich um einen gut geplanten Streich gehandelt, für den einiges Technikwissen nötig war. Die Mail sei von einer täuschend echten Mailadresse ausgegangen, auf die offenbar nur über den Schulserver zugegriffen werden kann, schreibt die "Hannoversche Allgemeine".

Der Schulleiter habe bereits die Polizei informiert. Den Urhebern der Mail droht ein Schulverweis. Die Gymnasiasten, die zu Hause blieben, müssen keine Konsequenzen fürchten.

lov

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insgesamt 71 Beiträge
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1. Anstatt eines Schulverweises...
Dr. Seltsam 08.01.2016
... wäre eine entsprechende Förderung des Verursachers sicher angemessen! Ist nämlich gar nicht so einfach, wie es den anschein hat!
2. Keine Konsequenzen?
Emmi 08.01.2016
"Die Gymnasiasten, die zu Hause blieben, müssen keine Konsequenzen fürchten." Wenn ein Tag Schulausfall keine Konsequenzen (auch nicht auf die Bildung der Schüler) hat bzw. man diese nicht fürchten muss (weil eh alles egal), dann braucht man ja eigentlich auch gar nicht zur Schule zu gehen...?
3. Vollkommen überzogen!
Ultras 08.01.2016
Ein Schulverweis für die "Täter" ist in diesem Falle eine vollkommen überzogene Reaktion der Verantwortlichen! Niemand ist zu Schaden gekommen, es fiel lediglich ein Schultag aus, das wird den Lehrplan nicht über den Haufen werfen. Eine simple Sanktion seitens der Schule (z.B. dem Hausmeister eine Woche lang an freien Nachmittagen helfen) wäre hier voll und ganz ausreichend. Der/die Absender der E-Mail sollte(n) darüber hinaus nach Verbüßen seiner/ihrer Strafe gefördert werden, da hier offensichtlich einer oder mehrere kluge Köpfe am Werk waren.
4.
Weltfinanzexperte 08.01.2016
Es hat sich um einen "gut geplanten Streich gehandelt, für den einiges Technikwissen nötig war." Richtig, und das Internet ist für uns alle #Neuland. Eine falschen eMail-Absender anzugeben ist ungefähr so schwer, wie einen falschen Absender auf einen Postbrief zu schreiben. >mail -aFrom:schulleitung@hinterwaldschule.de -s "Schulfrei" Das sind bestimmt die gleichen Leute, die auch dem verstorbenen afrikanischen Diktator dabei behilflich sind, siene 30 Millionen Dollar außer Landes zu schaffen.
5. Hä?
uventrix 08.01.2016
Zitat von Emmi"Die Gymnasiasten, die zu Hause blieben, müssen keine Konsequenzen fürchten." Wenn ein Tag Schulausfall keine Konsequenzen (auch nicht auf die Bildung der Schüler) hat bzw. man diese nicht fürchten muss (weil eh alles egal), dann braucht man ja eigentlich auch gar nicht zur Schule zu gehen...?
Die Schüler brauchen keine Konsequenzen zu fürchten weil sie auf einen Betrug hereingefallen sind. Ist doch nachvollziehbar?
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