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Bayern und Baden-Württemberg: Süddeutschland soll Privileg bei Sommerferien behalten

Urlauber am Strand von Warnemünde: Weiter fester Ferienbeginn in Bayern und Baden-Württemberg Zur Großansicht
DPA

Urlauber am Strand von Warnemünde: Weiter fester Ferienbeginn in Bayern und Baden-Württemberg

Achtung, auf der A9 nach München könnte es zu Verzögerungen kommen! Bayern und Baden-Württemberg werden nach SPIEGEL-Informationen ihr Vorrecht behalten, die Sommerferien in einem festgelegten und späten Zeitraum beginnen zu lassen.

Bayern und Baden-Württemberg behalten nach SPIEGEL-Informationen ihr Privileg eines festen Startzeitraums der Sommerferien. Das geht aus der internen Beschlussvorlage für die "langfristige Sommerferienregelung 2018 bis 2024" hervor. Die Kultusministerkonferenz soll in der kommenden Woche darüber entscheiden.

Laut der Vorlage werden die Sommerferien in den beiden südlichsten Bundesländern jeweils zwischen dem 25. Juli und dem 1. August beginnen. Die anderen Länder rotieren hingegen beim Ferienstart zwischen 20. Juni und 26. Juli.

Der sogenannte Ferienkorridor zwischen dem Ferienbeginn im ersten und dem Ferienende im letzten Bundesland wird demnach einmal 86 Tage, einmal 83 Tage, einmal 82 Tage und viermal 80 Tage betragen. Wirtschaftsminister und Tourismusverbände fordern eine Untergrenze von 85 Tagen.

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"Jeder Tag, um den sich die Ferienkorridore verkürzen, kostet die Tourismuswirtschaft bis zu 120 Millionen Euro Umsatz", sagt Mecklenburg-Vorpommerns Ressortchef Harry Glawe (CDU), Vorsitzender der Wirtschaftsministerkonferenz. "Mit einer weiteren Ausweitung der Ferienzeiten wären die Schuljahre kaum noch vernünftig zu organisieren", sagt hingegen Brandenburgs Bildungsministerin Martina Münch (SPD), vor allem im Hinblick auf "kontinuierliche Lernzeiträume" und "gesicherte Prüfungsabläufe".

Vor einigen Wochen hatte NRW-Schulministerin und KMK-Vorsitzende Sylvia Löhrmann gesagt, kein Land habe ein Interesse, die großen Ferien bis in die zweite Septemberhälfte auszudehnen.

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insgesamt 146 Beiträge
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1. Und...
SilverTi 06.06.2014
... mit welchem Recht dürfen BaWü und Bayern allein darüber entscheiden, dass nur sie so spät Sommerferien haben dürfen? Und unsereins muss im Juli schon wieder arbeiten?
2.
stefansaa 06.06.2014
Zitat von SilverTi... mit welchem Recht dürfen BaWü und Bayern allein darüber entscheiden, dass nur sie so spät Sommerferien haben dürfen? Und unsereins muss im Juli schon wieder arbeiten?
Das ist total egal, da alle 6 Wochen Ferien haben. Es ist verkehrstechnisch auch besser wenn nicht alle Bundesländer gleichzeitig in den Ferien sind. Es bricht ja jetzt schon immer das große Chaos aus wenn nur 3 oder 4 Bundesländer Parallel Ferien haben. Sollen die ruhig machen wie sie lustig sind, sonst ist auch immer alles Ländersache im Bezug auf Bildung.
3. Erntehelfer
Zaphod 06.06.2014
Traditionell helfen in Bayern die Schüler ihren Eltern bei der Ernte, insbesondere auch beim Heumachen. Daher ist es notwendig, dass die Schüler im August verfügbar sind. Im Ruhrgebiet oder Berlin sind Erntehelfer dagegen weniger gefragt!
4.
Bob Hund 06.06.2014
Zitat von SilverTi... mit welchem Recht dürfen BaWü und Bayern allein darüber entscheiden, dass nur sie so spät Sommerferien haben dürfen? Und unsereins muss im Juli schon wieder arbeiten?
Na Bayern und BW als arme, am Tropf des Länderfinanzausgleichs hängende Agrarländer brauchen dringend die Jugend, die dann zum Ernteeinsatz antreten muß. Kann mich allerdings nicht erinnern, daß einer meiner Mitschüler das musste.
5. Unfair!
neuron 06.06.2014
Im letzten Jahr begann in Berlin die Schule am 2. August! Das ist großer Mist! Ich sehe aber ein, dass die Ferientermine auseinander gezogen und rotiert werden. Aber warum in aller Welt gilt das nicht für den Freistaat und BaWü?
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