Urlaubs-Typologie: Sag mir, wie du reist

"Paaaaaaaartyyyyyyyyy!!!", schreit die Feierkönigin, der Nörgler vermisst sein Zuhause - und der Faulpelz bewegt sich in den Ferien höchstens vom Bett zum Strand. Das Jugendmagazin "Yaez" analysiert sechs Urlaubstypen und erklärt, wie es sich mit ihnen aushalten lässt.

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Till Hafenbrak

Der Faulpelz

Typischer Satz: "Macht ihr mal, ich bleib hier liegen!"

Da treibt er sich rum: Malle

Wenn man ihn nicht aus den Augen verlieren möchte, muss man sich einfach nur die Farbe des Badehandtuchs merken. Nach dem Ausschlafen wird der Chill-out-Urlauber nämlich magisch vom Sand angezogen und verbringt dort auch häufig den ganzen Tag. Frei nach dem Motto "Hallo? Ich hab Urlaub!" werden jegliche Events, bei denen man mehr als drei Schritte laufen muss, abgelehnt.

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Till Hafenbrak

Das Partytier

Typischer Satz: "Wohooooo, PAAARTYYYYYYY!!!"

Da treibt er sich rum: Ibiza, Lloret de Mar

Tja, wie gut man sich mit diesem Urlauber versteht, hängt ganz davon ab, was man sich unter "Urlaub" vorstellt. Er sorgt für Stimmung in der langweiligsten Einöde, kann einem spätestens am dritten Tag mit seiner Bierlaune aber auch tierisch auf den Keks gehen. Da hilft nur mitfeiern - oder fernhalten.

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Till Hafenbrak

Der Kulturfreak

Typischer Satz: "Ist das nicht aus der Spätgotik?"

Da treibt er sich rum: Riga, Florenz

Den Kopf für den Urlaub mal abschalten? Niemals! Wenn man nach dem Besuch der Kulturstätte nicht mindestens genauso viel weiß wie der Tourguide, dann hat man etwas falsch gemacht. Wer sich nicht für Kunstepochen interessiert, der sollte sich vom Kulturfreak fernhalten. Das ist allerdings kein Problem, den Bildungsreisenden erkennt man nämlich sofort an seiner anhaltenden Blässe.

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Till Hafenbrak

Der Nörgler

Typischer Satz: "Zu Hause ist eh alles besser!"

Da treibt er sich rum: leider überall

Wer diesen Urlaubstypen in der Reisegruppe hat, der sollte vor allem eines tun: ihm aus dem Weg gehen. Mit Angela-Merkel-Mundwinkeln und verschränkten Armen erklärt Motzi ohne Pause, dass die Sonne zu warm, das Meer zu kalt und das Essen von Mutti einfach viel leckerer als die regionale Küche ist. Am besten vorsorglich Kopfhörer einpacken.

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Till Hafenbrak

Der Überlebenskünstler

Typischer Satz: "Ob man das wohl essen kann?"

Da treibt er sich rum: Guatemala, Tansania

Tropenhelm, Taschenmesser, Moskitonetz. Für Reisende im Survivalmodus besteht die erste Hürde des Urlaubs meist schon darin, die richtige Ausrüstung zu wählen. Pauschalurlaub kommt hier nicht in die Tüte. Sollte man die Abenteurer überhaupt mal antreffen, dann haben sie in jedem Fall spannende Geschichten auf Lager.

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Till Hafenbrak

Der Durchgeplante

Typischer Satz: "Spontane Strandausflüge gehen bei mir nur mit Vorlaufzeit!"

Da treibt er sich rum: Club Robinson

Bereits einige Wochen vor dem geplanten Trip werden Excel-Tabellen gefüllt, und der Browser läuft heiß: Welche Sehenswürdigkeiten besuchen wir an Tag drei? Wie heißt der Hotelarzt? Hier bleibt keine Frage offen. Auch wenn das Geplane ganz schön nerven kann, sollte man es sich mit ihnen nicht verscherzen. Wer weiß, wann man mal eine wichtige Info gebrauchen kann.

Von Daniela Kurtz (Text) und Till Hafenbrak (Illustration) für das Jugendmagazin "Yaez"

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