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01.12.2007
 

Schultest

Prämien bei Pisa - Schüler bekamen 50 Dollar

Finanzieller Anreiz fürs Mitmachen: In den USA haben Schüler nach Informationen des SPIEGEL bis zu 50 Dollar erhalten, damit sie am Pisa-Test teilnahmen. Auch in Europa flossen Prämien - Wissenschaftler sind entsetzt.

Hamburg - Mehrere Länder haben ihre Schüler mit Geld und Geschenken angespornt, damit sie beim internationalen Leistungsvergleich Pisa mitmachten. Nach SPIEGEL-Informationen erhielten amerikanische Schüler im vergangenen Jahr bis zu 50 Dollar pro Kopf, wenn sie die Pisa-Fragebögen ausfüllten - das geht aus einem internen Papier des Pisa-Konsortiums Deutschland hervor. In den Niederlanden bekamen Schüler 10-Euro-Gutscheine fürs Mitmachen. In Großbritannien floss Geld, wenn bestimmte Teilnehmerquoten erreicht wurden. In Slowenien wiederum gab es einen Tag schulfrei.

Schülerin beim Pisa-Test
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AP

Schülerin beim Pisa-Test

Die Wissenschaftler des Pisa-Konsortiums, das für den Ablauf der Tests in Deutschland verantwortlich ist, zeigten sich entsetzt. In einer Analyse äußerten sie "Bedenken hinsichtlich der gewissenhaften Einhaltung der Pisa-Standards". Sie kritisierten die Zahlung von Geld für die Testteilnahme: "Sie könnte gegebenenfalls die Repräsentativität der Stichprobe verzerren."

Schüler, die aufgrund "materieller Anreize" bei Pisa mitmachten, könnten "in ihrer Eigenschaft als Test-Teilnehmer systematisch abweichen" von denen anderer Länder. "Denkbar ist, dass eine Verschiebung von der durchschnittlichen Leistung zur Bestleistung erfolgt", heißt es in dem Papier mit dem Titel "Bewertende Stellungnahme zu den Maßnahmen zur Steigerung der Rücklaufquoten".

In der Bundesrepublik wurden laut Konsortiums-Bericht nur Stifte mit dem Aufdruck "Pisa" als Souvenirs an die Schüler verteilt. Der Bericht bezieht sich auf den aktuellen Test 2006.

Schon in den vergangenen Tagen war der Pisa-Test in die Kritik geraten. Politiker monierten, dass erste Ergebnisse vor der offiziellen Veröffentlichung bekannt wurden. Massive Vorwürfe erhoben die Kultusminister der unionsgeführten Bundesländer gegen den internationalen Pisa-Koordinator Andreas Schleicher. Er verfolge mit Pisa nur ein Ziel: die Abschaffung des dreigliedrigen Schulsystems in Deutschland.

Ausrichter des Pisa-Tests ist die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Sie wies die Vorwürfe gegen Schleicher vehement zurück. Schleicher sei "ein weltweit anerkannter Bildungsforscher", der das "uneingeschränkte Vertrauen" der Organisation genieße.

Die bisher bekannt gewordenen Pisa-Ergebnisse zeigen, dass deutsche Schüler in den Naturwissenschaften besser geworden sind. Unverändert schlecht sind dagegen die Mathe- und Leseleistungen. Hier liegen deutsche Schüler nur im Mittelfeld, berichtet die "Stuttgarter Zeitung". Das Blatt beruft sich auf den Abschlussbericht des deutschen Pisa-Koordinators Manfred Prenzel. Dennoch komme der Forscher zu einem positiven Gesamturteil: Die deutschen Schulen seien in den letzten sechs Jahren stetig besser geworden.

wal

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29.01.2011 von natterngesicht:

Wieso, IGLU belegte doch stets, dass die Grundschulen gut mithalten können. mehr...

26.01.2011 von hjm: .

Ich fürchte, doch. mehr...

26.01.2011 von leonardo-contra-pisa: Orthographie

Dieser Versuch, Menschen aus einer bestimmten Region anzulocken, indem man ein Schild anbringt mit einer vordergründig ihrer Heimatsprache nachempfundenen Orthographie, ist von vornherein zum Scheitern verurteilt. Darauf werden [...] mehr...

26.01.2011 von Piri:

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26.01.2011 von DanielaMund:

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