Von Markus Flohr, Britta Mersch und Katrin Schmiedekampf
"Ich finde es falsch, dass Kinder Hausaufgaben machen müssen", sagt Henning Zeus Zipf, der zur pädagogischen Leitung der Freien Comenius Schule in Darmstadt gehört. Hausaufgaben würden die Beziehung der Kinder zu ihren Eltern belasten - weil der Nachwuchs an das Erledigen erinnert werden müsse. Manchmal würden sogar Blockaden ausgelöst, wenn Schüler gegen ihren Willen arbeiten. Außerdem gehöre es zur Aufgabe der Schulen, den Kindern den Stoff innerhalb der Schulzeit beizubringen.
"In den höheren Klassen gibt es auch bei uns Dinge, die die Kinder zu Hause erledigen sollen, Referate vorbereiten oder etwas fertig schreiben zum Beispiel", sagt Zipf. Doch die meisten Aufgaben würden die Kinder im Unterricht erledigen. Das sei auch deshalb besser, weil viele Eltern ihnen zu Hause einfach nicht weiterhelfen könnten. Zipf: "Die Schüler sollen nicht alleine, sondern zusammen arbeiten."
Das Konzept der Privatschule ist nicht neu. Seit über 20 Jahren lautet ihr Ziel: "Menschen sollen sich ihrem Wesen nach entwickeln und ihre Potentiale entfalten", so Zipf. Die Schüler haben drei Tage in der Woche von 8.15 Uhr bis 15.30 Uhr Schule, an zwei Tagen nur bis 12.30 Uhr. Die Schule geht von der ersten bis zur zehnten Klasse. Wie viel Schulgeld die Eltern zahlen müssen, hängt von ihrem Einkommen ab - zwischen 185 und 360 Euro.
Auf anderen Social Networks posten:
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik SchulSPIEGEL | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Wissen | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2008
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH