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Fremdsprachen "Globales Englisch ist eine Grundfähigkeit wie Autofahren"

2. Teil: Wer verstanden wird, hat Recht: Materialien zum Einfach-Englisch

"Global Simplified English" heißt das Konzept, das der Hochschullehrer Joachim Grzega seit Oktober in Goldkronach in der Nähe von Bayreuth erprobt. In seinen Augen kennt Grammatik nur eine Regel: Wer sich verständlich macht, hat Recht. Damit gehört er zu einer kleinen Vorhut von Linguisten, die sich derzeit weltweit formiert.

Die Reformlinguisten fordern so etwas wie eine Revolution des Englischen. Fürderhin sollen Kinder nicht mehr lernen, Muttersprachler möglichst originalgetreu nachzuahmen. Ziel ist vielmehr, aus ein paar Brocken eine internationale Verkehrssprache zusammenzuzimmern - ohne die permanente Angst, etwas falsch zu machen.

Doch dieser Ansatz ist umstritten. Die Welt der Sprachpädagogen ist gespalten in zwei Lager: Puristen und Universalisten. Und die Puristen werfen Forschern wie Grzega vor, dass sein Einfach-Englisch die Sprache aller Zwischentöne und Poesie beraube.

Nachfolgend ein paar ausgewählte Dokumente zur Debatte:

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insgesamt 358 Beiträge
Peter-Freimann 31.03.2008
Schon interessant, während erwogen wird, dass türkischstämmige Kinder vielleicht erst Ihre Muttersprache erlernen sollten, will man bei einem zunehmenden Schwund des deutschen Sprachschatzes unter den Kindern und Jugendlichen, [...]
Zitat von sysopIn Bayern wird derzeit eine neue Art der Fremdsprachenvermittlung erprobt. Statt Schulbuch-Englisch lernen die Zweitklässler eine stark vereinfachte Art der englichen Grammatik mit kleinem Wortschatz. Das Ziel ist es, sich überhaupt verständlich machen zu können sowie die Angst vor dem Sprechen zu überwinden. Was denken Sie, macht dieser neue Zugang zum Lernen einer Sprache Sinn?
Schon interessant, während erwogen wird, dass türkischstämmige Kinder vielleicht erst Ihre Muttersprache erlernen sollten, will man bei einem zunehmenden Schwund des deutschen Sprachschatzes unter den Kindern und Jugendlichen, bei zunehmenden Problemen der Interpretation deutschsprachiger Texte, vom Mängeln in der Orthographie gar nicht zu reden, den Kindern ausgerechnet mit Pamper-English auf die Sprünge helfen. Es ist schon interessant, wie ausgerechnet die traditionell tüchtigen, bodenständigen und nüchternen Bayern im Zuge allgemeiner Dekadenz und allgemeinen Verfalls kräftig aufholen. Erinnert mich an die Sprachdidaktik eines "Opa Günta", der wohl auch mehr im Süden sein Unwesen treibt, wo es darum geht, Kinder vom Erlernen der Orthographie durch Opa Günnis grenzdebile Tollerei abzuhalten. Nun ja, man darf gespannt sein, was sich unsere "Sinnmacher" noch so alles ausdenken, man kann davon ausgehen, dass es nichts Sinnvolles sein wird.
phi 31.03.2008
Gibt es dazu einen Artikel? So auf Anhieb verstehe ich die Aufregung nicht. Jeder Anfänger lernt zuerst eine vereinfachte Form der Sprache mit einem minimalen Wortschatz.
Zitat von sysopIn Bayern wird derzeit eine neue Art der Fremdsprachenvermittlung erprobt. Statt Schulbuch-Englisch lernen die Zweitklässler eine stark vereinfachte Art der englichen Grammatik mit kleinem Wortschatz. Das Ziel ist es, sich überhaupt verständlich machen zu können sowie die Angst vor dem Sprechen zu überwinden. Was denken Sie, macht dieser neue Zugang zum Lernen einer Sprache Sinn?
Gibt es dazu einen Artikel? So auf Anhieb verstehe ich die Aufregung nicht. Jeder Anfänger lernt zuerst eine vereinfachte Form der Sprache mit einem minimalen Wortschatz.
Sie sagen es. Das is Alter Wein in neuen Schläuchen. Nur das diesmal ein paar Löcher drin sind ;).
Zitat von phiGibt es dazu einen Artikel? So auf Anhieb verstehe ich die Aufregung nicht. Jeder Anfänger lernt zuerst eine vereinfachte Form der Sprache mit einem minimalen Wortschatz.
Sie sagen es. Das is Alter Wein in neuen Schläuchen. Nur das diesmal ein paar Löcher drin sind ;).
el fispresli 31.03.2008
Das gibts schon: pidgin - english! Bob Marley: "no woman no cry"
Zitat von sysopIn Bayern wird derzeit eine neue Art der Fremdsprachenvermittlung erprobt. Statt Schulbuch-Englisch lernen die Zweitklässler eine stark vereinfachte Art der englichen Grammatik mit kleinem Wortschatz. Das Ziel ist es, sich überhaupt verständlich machen zu können sowie die Angst vor dem Sprechen zu überwinden. Was denken Sie, macht dieser neue Zugang zum Lernen einer Sprache Sinn?
Das gibts schon: pidgin - english! Bob Marley: "no woman no cry"
-akw- 31.03.2008
Das hab ich mich auch gefragt. Wenn dieser Unterricht aber so aussieht, dass der Lehrer dieses Pidgin English vor den Schülern spricht, finde ich es nicht gut. Was soll das bringen? Gerade Zweitklässler dürften sowieso erheblich [...]
Zitat von phiGibt es dazu einen Artikel? So auf Anhieb verstehe ich die Aufregung nicht. Jeder Anfänger lernt zuerst eine vereinfachte Form der Sprache mit einem minimalen Wortschatz.
Das hab ich mich auch gefragt. Wenn dieser Unterricht aber so aussieht, dass der Lehrer dieses Pidgin English vor den Schülern spricht, finde ich es nicht gut. Was soll das bringen? Gerade Zweitklässler dürften sowieso erheblich weniger Probleme mit der Erlernen einer Fremdsprache haben also z.B. Fünftklässler.
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