Beim jüngsten Pisa-Test, dessen Ergebnisse in dieser Woche vorgestellt werden, haben die neuen Bundesländer besonders gut abgeschnitten. Schwerpunkt der Untersuchung von Schülerleistungen waren die Naturwissenschaften.
Dabei erzielten die ostdeutschen Länder im Schnitt bessere Ergebnisse als die westdeutschen, allen voran Sachsen und Thüringen. Das berichtet der SPIEGEL in seiner aktuellen Ausgabe.
Insgesamt hat sich die Lage im Vergleich zu 2004 allerdings kaum verändert, es bleibt bei einem Nord-Süd-Gefälle; überdurchschnittlich gut schneiden im Westen Bayern und Baden-Württemberg ab.
Die Forscher um den Kieler Professor Manfred Prenzel testeten rund 57.000 Schüler im Alter von 15 Jahren aus etwa 1500 Schulen. Dabei wurde auch der Zusammenhang von sozialer Herkunft und schulischer Leistung untersucht - mit dem Ergebnis, dass die Abhängigkeit nicht größer geworden ist. Gut schneiden die Länder Bayern, Brandenburg, Sachsen sowie Thüringen ab.
Es ist der insgesamt dritte seit dem ersten Pisa-Test im Jahr 2000, dessen miserable Ergebnisse einen Schock in Deutschland auslösten.
Er wies unter anderem auf die Bedeutung unterschiedlicher Wirtschaftskraft, Arbeitslosenquoten, Migrantenanteile und Ausgaben pro Schüler in den einzelnen Bundesländern hin.
Schlechte Bildungschancen für Ausländerkinder schlagen sich besonders in den westdeutschen Stadtstaaten nieder. So hatte Hamburg einen Migrantenanteil von 25,8 Prozent, im gesamten neuen Bundesgebiet lag er 2006 bei 4,7 Prozent.
Auch die Zahl der Unterrichtsstunden variiert stark: In Niedersachsen sieht der Lehrplan 10.635 Stunden von der ersten bis zu neunten Klasse vor, in Baden-Württemberg sind es dagegen 11.165.
tdo
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