Iglu- und Timss-Studie: Wie Deutschland im Grundschultest abschneidet
Internationaler Leistungsvergleich: Deutsche Grundschüler sind gut, aber nicht sehr gut
Grundschüler in Deutschland schneiden im internationalen Vergleich gut ab: Beim Lesen, in Mathematik und in den Naturwissenschaften landen Viertklässler bei den aktuellen Iglu- und Timss-Studien erneut im oberen Drittel - verbessert haben sie sich allerdings nicht.
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Video: SPIEGEL ONLINE
Hongkong auf Platz eins, Russland, USA, einige europäische Länder, dann kommt Deutschland: Viertklässler hierzulande erreichen beim Lesen erneut überdurchschnittliche Leistungen. Im internationalen Vergleich landen die Grundschüler im oberen Drittel. Damit liegt Deutschland laut Bildungsforscher Wilfried Bos auf Augenhöhe mit den Niederlanden, Tschechien, Schweden und Italien.
Auch in Mathematik und in den Naturwissenschaften landet Deutschland im oberen Drittel. Das geht aus der aktuellen Iglu-Lesestudie und der Timss-Mathematikstudie hervor, die am Dienstag in Berlin vorgestellt wurde (die Studien als pdf). "Wir haben unsere hohe Position halten können", sagte Wilfried Bos, der wissenschaftliche Leiter der Studie. Bos zufolge habe Deutschland ähnlich gut abgeschnitten wie bei vergleichbaren Studien im Jahr 2001 - obwohl sich die Bedingungen verändert haben: 2011 seien sechs Prozent mehr Kinder mit Migrationshintergrund in den Schulen gewesen.
Die positive Nachricht lautet daher: Migrantenkinder konnten aufholen. In fast allen Bereichen haben sie deutlich besser als zuvor abgeschnitten.
Bei der Timss-Untersuchung geht es um Mathematik und Naturwissenschaften, bei der Iglu-Studie um die Lesekompetenzen von Viertklässlern. Die Tests für beide Untersuchungen fanden im Frühsommer 2011 in allen 16 Bundesländern statt. Rund 4600 Schüler an 200 zufällig ausgewählten Grund- und Förderschulen haben mitgemacht. Die Abkürzungen stehen für Trends in International Mathematics and Science Study und Internationale Grundschul-Lese-Untersuchung. Außerhalb Deutschlands heißt die Studie PIRLS, Progress in International Reading Literacy Study.
Lesekompetenz schlechter als 2006
An der Iglu-Studie hatten 45 Staaten teilgenommen. Erneut liegen die Schüler aus Hongkong bei Lesen und Textverständnis an der Spitze. Die Schüler sind dort ein gutes halbes Schuljahr weiter als deutsche Zehnjährige. Insgesamt erreichen zwölf Staaten deutlich bessere Testleistungen als Deutschland, darunter Finnland, Dänemark, Irland und England. Die deutschen Kinder liegen aber immer noch deutlich über dem internationalen Mittelwert und dem Durchschnittsergebnis der anderen EU-Staaten.
Vergleicht man die zwei Iglu-Erhebungen aus den Jahren 2001 und 2006 mit der aktuellen aus 2011, zeigt sich: Deutschland konnte die Verbesserung, die sich 2006 im Vergleich zu 2001 eingestellt hatte, im Jahr 2011 nicht fortsetzen. Vielmehr entsprechen die Leistungen von 2011 in etwa dem Leistungsniveau von 2001. Besonders Sachtexte fallen den Kindern schwer. Nach wie vor erreicht mehr als jedes sechste Grundschulkind in Deutschland ein nicht ausreichendes Kompetenzniveau im Lesen, dieser Anteil hat sich im Vergleich zu 2001 nicht verändert.
Auch in Mathe liegen die deutschen Schüler im oberen Drittel, allerdings verlässt fast jedes fünfte Kind (19,3 Prozent) die Grundschule mit ungenügenden Mathematik-Kenntnissen. 50 Staaten nahmen an der Timss-Untersuchung teil. Ihre Leistungen haben sich im Vergleich zu der Studie von 2007 kaum verändert. 13 Staaten erzielen dabei deutlich bessere Testleistungen als Deutschland, darunter Belgien, Finnland, England, die Niederlande und Dänemark. In den Naturwissenschaften verfügt sogar mehr als jeder fünfte Viertklässler (22 Prozent) allenfalls über ein Anfangswissen und wird in der Sekundarstufe I mit erheblichen Schwierigkeiten zu rechnen haben.
Das Bildungssystem ist durchlässiger geworden
Die vorherige Timss-Studie von 2007 hatte ergeben, dass deutsche Grundschüler mit ihren Leistungen in Mathematik und Naturwissenschaften weltweit im vorderen Mittelfeld liegen. Die deutschen Viertklässler kamen auf Rang 12 von 40 Staaten.
Vor wenigen Wochen erst hatte eine Bildungsstudie gezeigt, wie die Leistungen der Grundschüler in den einzelnen Bundesländern sind: Wie so oft dominierten in allen drei getesteten Disziplinen - Lesen, Zuhören, Mathematik - in der Spitzengruppe überwiegend Länder aus dem Süden Deutschlands. Danach folgt im Leistungsranking ein sehr breites Mittelfeld mit marginalen Punktunterschieden. Erhebliche Probleme in allen drei Disziplinen haben dagegen die Stadtstaaten Berlin, Bremen und Hamburg.
Bildungsexperten raten allerdings seit Jahren, nicht ganze Bundesländer miteinander zu vergleichen, sondern besser Regionen mit ähnlichen Wirtschaftsstrukturen und Problemlagen. Also etwa Berlin mit dem Ruhrgebiet wegen der hohen Ausländerquoten unter den Schülern oder ländliche Gebiete im Osten mit denen im Westen wegen Abwanderung und Bevölkerungsrückgang.
Viele Kinder bleiben dauerhaft außen vor
Dass vieles nicht rund läuft an deutschen Schulen, das hatte auch - und erneut - der letzte Bundesbildungsbericht gezeigt. Er dokumentierte zwar, dass es immer mehr Abiturienten und Studenten gibt und das Bildungssystem durchlässiger geworden ist - dass die Bildungschancen also steigen. Aber es zeigte sich auch, dass eine Schicht von 15 bis 20 Prozent der Kinder und Jugendlichen von diesen Chancen dauerhaft ausgeschlossen bleibt. Sie können nicht richtig lesen oder Texte verstehen, brechen die Schule oder die Lehre ab und nehmen auch nicht an Weiterbildungskursen teil.
Die wirklich ernsten Probleme der deutschen Schulen beginnen nämlich in der Regel erst mit der 5. Schulklasse.
Leseleistungen der Schüler im internationalen Vergleich
Gesamtskala Lesen
Land
Wert
Hongkong
571
Russische Föderation
568
Finnland
568
Singapur
567
Nordirland
558
USA
556
Dänemark
554
Kroatien
553
Taiwan
553
Irland
552
England
552
Kanada
548
Niederlande
546
Tschechische Republik
545
Schweden
542
Italien
541
Deutschland
541
Israel
541
Portugal
541
Ungarn
539
VG OECD
538
Slowakei
535
VG EU
534
Bulgarien
532
Neuseeland
531
Slowenien
530
Österreich
529
Litauen
528
Australien
527
Polen
526
Frankreich
520
Spanien
513
Internationaler Mittelwert
521
Norwegen
507
Belgien
506
Rumänien
502
Georgien
488
Malta
477
Trinidad & Tobago
471
Aserbaidschan
462
Iran
457
Kolumbien
448
Vereinigte Arabische Emirate
439
Saudi-Arabien
430
Indonesien
428
Katar
425
Oman
391
Marokko
310
Wer liest am besten? Die Schüler in Hongkong. Deutschland landet im oberen Drittel, etwa gleichauf unter anderem mit den Niederlanden, Schweden, Italien, Portugal und Ungarn.
Vergleich der Leseleistungen zwischen Iglu 2001 und 2011
Gesamtskala Mathematik
Land
2007 (in %)
2011 (in %)
Iran
80.0
66.8
Georgien
64.8
58.7
Neuseeland
39.5
42.0
Norwegen
48.1
37.3
Schweden
32.4
31.5
Italien
32.7
31.3
Slowakei
36.8
31.2
Australien
29.5
29.8
Österreich
31.1
29.6
Ungarn
32.9
29.6
Tschechische Republik
41.4
28.2
Slowenien
33.4
28.0
England
21.1
22.4
Litauen
22.7
20.9
Deutschland
21.5
19.3
USA
23.3
19.0
Russische Föderation
19.5
18.2
Dänemark
23.7
18.1
Niederlande
16.2
11.6
Taiwan
7.6
6.8
Japan
10.8
6.8
Singapur
8.2
6.1
Hongkong
3.2
3.8
Während sich Hongkongs und Russlands Grundschüler im Vergleich zu 2001 deutlich verbessert haben, stagniert die Leseleistung deutscher Schüler. Im Vergleich zur Iglu-Studie 2006 haben sie sich sogar verschlechtert.
Anteil der schlechten Schüler
Gesamtskala Lesen
Land
2001 (in %)
2011 (in %)
Rumänien
31,5
34,8
Norwegen
34,7
29,1
Neuseeland
26,0
25,2
Frankreich
22,6
24,8
Bulgarien
16,9
22,9
Slowenien
33,0
20,5
Litauen
14,6
20,1
Ungarn
15,0
18,9
Slowakei
24,1
17,8
England
17,6
17,3
Deutschland
16,9
15,4
Italien
17,5
15,0
Schweden
9,7
14,7
USA
19,7
13,9
Singapur
24,0
12,8
Niederlande
8,3
9,9
Russische Föderation
19,6
8,4
Hongkong
18,6
6,9
Mehr als jedes sechste Kind erreicht in Deutschland das nicht ausreichende Kompetenzniveau III im Lesen - in der Sekundarstufe I werden sie deswegen voraussichtlich in allen Fächern erhebliche Schwierigkeiten bekommen.
Testleistungen der Schüler im internationalen Vergleich
Gesamtskala Mathematik
Land
Wert
Singapur
606
Südkorea
605
Hongkong
602
Taiwan
591
Japan
585
Nordirland
562
Belgien
549
Finnland
545
England
542
Russische Föderation
542
USA
541
Niederlande
540
Dänemark
537
Litauen
534
Portugal
532
Deutschland
528
Irland
527
VG OECD
521
VG EU
519
Serbien
516
Australien
516
Ungarn
515
Slowenien
513
Tschechische Republik
511
Österreich
508
Italien
508
Slowakei
507
Schweden
504
Kasachstan
501
Malta
496
Norwegen
495
Internationaler Mittelwert
491
Kroatien
490
Neuseeland
486
Spanien
482
Rumänien
482
Polen
481
Türkei
469
Aserbaidschan
463
Chile
462
Thailand
458
Armenien
452
Georgien
450
Bahrain
436
Vereinigte Arabische Emirate
434
Iran
431
Katar
413
Saudi-Arabien
410
Oman
385
Tunesien
359
Kuwait
342
Marokko
335
Jemen
248
Die besten Rechner kommen laut der Timss-Studie aus Singapur, gefolgt von Südkorea und Hongkong. Deutschland landet im oberen Drittel, genau wie Litauen, Portugal und Irland.
Vergleich der Testleistungen von Timss 2007 und 2011
Gesamtskala Mathematik
Land
2007
2011
Iran
402
431
Tschechische Republik
486
511
Norwegen
473
495
Japan
568
585
Taiwan
576
591
Dänemark
523
537
Georgien
438
450
USA
529
541
Slowenien
502
513
Slowakei
496
507
Singapur
599
606
Ungarn
510
515
Niederlande
535
540
Litauen
530
534
Österreich
505
508
Deutschland
525
528
Schweden
503
504
Italien
507
508
England
541
542
Australien
516
516
Russische Föderation
544
542
Hongkong
607
602
Neuseeland
492
486
Hier zeigt sich, welche Länder sich verbessert und welche sich verschlechtert haben: Iran hat einen deutlichen Sprung nach vorn gemacht. Die Leistungen von deutschen Schülern sind in Mathematik zwar über dem EU- und OECD-Durchschnitt, verbessert haben sie sich jedoch nicht.
Anteil der schlechten Schüler
Gesamtskala Mathematik
Land
2007 (in %)
2011 (in %)
Iran
80.0
66.8
Georgien
64.8
58.7
Neuseeland
39.5
42.0
Norwegen
48.1
37.3
Schweden
32.4
31.5
Italien
32.7
31.3
Slowakei
36.8
31.2
Australien
29.5
29.8
Österreich
31.1
29.6
Ungarn
32.9
29.6
Tschechische Republik
41.4
28.2
Slowenien
33.4
28.0
England
21.1
22.4
Litauen
22.7
20.9
Deutschland
21.5
19.3
USA
23.3
19.0
Russische Föderation
19.5
18.2
Dänemark
23.7
18.1
Niederlande
16.2
11.6
Taiwan
7.6
6.8
Japan
10.8
6.8
Singapur
8.2
6.1
Hongkong
3.2
3.8
Knapp jedes fünfte Kind verfügt allenfalls über elementare mathematische Kenntnisse. Diese Schüler werden in der Sekundarstufe I vermutlich im Matheunterricht Probleme bekommen. Im Vergleich zu 2007 hat sich die Zahl nicht signifikant verändert.
Testleistungen der Schüler im internationalen Vergleich
Gesamtskala Naturwissenschaften
Land
Wert
Südkorea
587
Singapur
583
Finnland
570
Japan
559
Russische Föderation
552
Taiwan
552
USA
544
Tschechische Republik
536
Hongkong
535
Ungarn
534
Schweden
533
Slowakei
532
Österreich
532
Niederlande
531
England
529
Dänemark
528
Deutschland
528
Italien
524
VG OECD
523
Portugal
522
Slowenien
520
VG EU
521
Nordirland
517
Irland
516
Kroatien
516
Australien
516
Serbien
516
Litauen
515
Belgien
509
Rumänien
505
Spanien
505
Polen
505
Neuseeland
497
Kasachstan
495
Norwegen
494
Internationaler Mittelwert
486
Chile
480
Thailand
472
Türkei
463
Georgien
455
Iran
453
Bahrain
449
Malta
446
Aserbaidschan
438
Saudi-Arabien
429
Vereinigte Arabische Emirate
428
Armenien
416
Katar
394
Oman
377
Kuwait
347
Tunesien
346
Marokko
264
Jemen
209
Schüler in Südkorea schneiden in den Naturwissenschaften am besten ab. Deutschland liegt auch in diesem Bereich im oberen Drittel, zusammen unter anderem mit Hongkong - den Lesesiegern -, Ungarn, Schweden, Slowakei, England und Italien.
Vergleich der Testleistungen von Timss 2007 und 2011
Gesamtskala Naturwissenschaften
Land
2007
2011
Georgien
418
455
Tschechische Republik
515
536
Norwegen
477
494
Iran
436
453
Dänemark
517
528
Japan
548
559
Schweden
525
533
Niederlande
523
531
Russische Föderation
546
552
Slowakei
526
532
Österreich
526
532
USA
539
544
Slowenien
518
520
Litauen
514
515
Deutschland
528
528
Ungarn
536
534
Singapur
587
583
Taiwan
557
552
Neuseeland
504
497
Italien
535
524
Australien
527
516
England
542
529
Hongkong
554
535
Wer hat sich in den Naturwissenschaften verbessert, wer verschlechtert? Schüler in Georgien haben am stärksten zugelegt. Deutschland hingegen hat seine Leistung gehalten.
Anteil der schlechten Schüler
Gesamtskala Naturwissenschaften
Land
2001 (in %)
2011 (in %)
Georgien
74,0
56,2
Iran
63,7
55,8
Neuseeland
35,0
37,4
Norwegen
46,3
36,0
Australien
23,6
28,4
Litauen
26,1
26,7
Slowenien
26,5
25,6
England
19,5
24,5
Italien
21,7
24,2
Ungarn
21,7
22,1
Deutschland
23,7
22,0
Dänemark
27,9
21,9
Slowakei
24,6
21,1
Schweden
24,1
21,0
Österreich
24,4
21,0
Tschechische Republik
28,5
19,0
USA
22,0
18,5
Hongkong
12,1
18,4
Taiwan
14,0
14,7
Russische Föderation
18,2
14,4
Niederlande
20,7
14,1
Singapur
11,7
11,0
Japan
14,0
9,7
Knapp jedes fünfte Kind verfügt in Deutschland allenfalls über naturwissenschaftliches Anfangswissen. Diese Schüler haben Probleme, dieses Wissen anzuwenden. Diese Schüler werden in der Sekundarstufe I in diesen Fächern wohl starke Schwierigkeiten bekommen. Im Vergleich zu 2007 hat sich der Anteil in Deutschland kaum verändert.
Grundschüler, die außerhalb der Schule nicht lesen
Land
2001 (in %)
2011 (in %)
Bulgarien
10
12
Litauen
6
7
Schweden
11
13
Russische Föderation
6
7
Ungarn
11
11
Slowakei
14
12
Slowenien
14
12
Norwegen
22
20
Frankreich
15
13
Hongkong
14
11
Deutschland
18
11
Singapur
33
26
Neuseeland
20
10
England
27
13
USA
32
18
Italien
35
19
Niederlande
34
17
Rumänien
27
9
Liest du außerhalb der Schule zum Vergnügen? Elf Prozent der Schüler antworteten: Ich lese nie oder fast nie. Im Vergleich zu 2001 lesen Schüler inzwischen aber häufiger. Im internationalen Vergleich liegt Deutschland damit im Mittelfeld. In Singapur ist der Anteil der Nichtleser mit 26,5 Prozent am höchsten, in Litauen mit 6,9 Prozent am niedrigsten.
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Welcher Grundschüler trinkt Alkohol, nimmt Drogen oder guckt nur Assi-TV oder sitzt vorm PC? - Richtig,m das beginnt alles später. Dass die USA zweiter sind sagt über diese "Studie" doch alles aus. Es ist eine [...]
Welcher Grundschüler trinkt Alkohol, nimmt Drogen oder guckt nur Assi-TV oder sitzt vorm PC? - Richtig,m das beginnt alles später. Dass die USA zweiter sind sagt über diese "Studie" doch alles aus. Es ist eine Momentaufnahme vor dem großen Zusammenbruch, mehr nicht. Ein Erfolg ist es dadurch noch lange nicht. Es zeigt eher die Schwächen unserer Gesellschaft die nicht fähig ist jungen Menschen auf Dauer Werte zu vermitteln, dass z.B. Bildung wichtig ist, aber auch Sachen wie Respekt etc. Es ist mehr ein Armutszeugnis als ein gutes Ergebnis. Wäre das Ergebnis hier auch schlecht, läge der Fehler klar am Anfang der Erziehung, so verläuft es sich zwischen dem Einfluss der Gesellschaft, steigendem Druck, Medien die nur Müll zeigen und viel viel leichterem Zugang zu Sachen wie Internet die eben mehr Spaß als lernen und alles andere außer lernen ist eh viel geiler...
Im oberen Drittel im Vergleich zu den Nationen die mit uns im Wettbewerb liegen....fragt sich ob das auf die Dauer reicht!
Ich denke, wir haben aus einer historischen Sondersituation und der Kombination aus hoher Bildung, [...]
Zitat von sysopGrundschüler in Deutschland schneiden im internationalen Vergleich gut ab: Beim Lesen, in Mathematik und in den Naturwissenschaften landen Viertklässler bei den aktuellen Iglu- und Timss-Studien erneut im oberen Drittel - verbessert haben sie sich allerdings nicht.
Iglu- und Timss-Studie: Wie Deutschland im Grundschultest abschneidet - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/iglu-und-timss-studie-wie-deutschland-im-grundschultest-abschneidet-a-871993.html)
Im oberen Drittel im Vergleich zu den Nationen die mit uns im Wettbewerb liegen....fragt sich ob das auf die Dauer reicht!
Ich denke, wir haben aus einer historischen Sondersituation und der Kombination aus hoher Bildung, und hoher Ausbildung unsere Spitzenposition erhalten, nur wer staendig die Positionen X belegt wird auch langfristig sich dorthin bewegen. Vielleicht wird es mal Zeit die Gesellschaft auf andere Werte als Gehalt und Vermoegen einzustellen.
Wieso wird eigentlich Hong Kong überhaupt berücksichtigt? Durch ein komplett anderes Schreibsystem fehlt hier jegliche Vergleichbarkeit. Während Chinesen beispielsweise unbekannte Schriftzeichen nicht erkennen oder aussprechen [...]
Wieso wird eigentlich Hong Kong überhaupt berücksichtigt? Durch ein komplett anderes Schreibsystem fehlt hier jegliche Vergleichbarkeit. Während Chinesen beispielsweise unbekannte Schriftzeichen nicht erkennen oder aussprechen können, wenn sie diese nicht vorher auswendig gelernt haben, so kann ein deutscher Schüler selbst unbekannte Wörter lesen.
Texte mit chinesischen Schriftzeichen haben eine "typical translation lenght" von 0,53 x Englisch, während deutsche Texte eine Länge von 1,1 x Englisch haben. (Quelle: Wolfram Alpha)
Gerade die chinesischen Langzeichen (die in Hong Kong noch genutzt werden) erlauben auch Assoziationen mit der Bedeutung und fördern so beispielsweise schnelleres Textverständnis, da mehrere Sinne angesprochen werden.
Genau deshalb brauchen wir mehr spartanische Militärschulen (Ironie).
Mal ganz ehrlich (ich hab eine Tochter die zur Grundschule geht) ... mir gehen diese Untersuchungen und Statistiken auf den Keks. Das sind doch keine [...]
Zitat von braamseryWelcher Grundschüler trinkt Alkohol, nimmt Drogen oder guckt nur Assi-TV oder sitzt vorm PC? - Richtig,m das beginnt alles später. Dass die USA zweiter sind sagt über diese "Studie" doch alles aus. Es ist eine Momentaufnahme vor dem großen Zusammenbruch, mehr nicht. Ein Erfolg ist es dadurch noch lange nicht. Es zeigt eher die Schwächen unserer Gesellschaft die nicht fähig ist jungen Menschen auf Dauer Werte zu vermitteln, dass z.B. Bildung wichtig ist, aber auch Sachen wie Respekt etc. Es ist mehr ein Armutszeugnis als ein gutes Ergebnis. Wäre das Ergebnis hier auch schlecht, läge der Fehler klar am Anfang der Erziehung, so verläuft es sich zwischen dem Einfluss der Gesellschaft, steigendem Druck, Medien die nur Müll zeigen und viel viel leichterem Zugang zu Sachen wie Internet die eben mehr Spaß als lernen und alles andere außer lernen ist eh viel geiler...
Genau deshalb brauchen wir mehr spartanische Militärschulen (Ironie).
Mal ganz ehrlich (ich hab eine Tochter die zur Grundschule geht) ... mir gehen diese Untersuchungen und Statistiken auf den Keks. Das sind doch keine Kinder mehr die wir erziehen sondern Roboter die den Statistiken der Politiker und einer gewissen Bürgerschicht dienen. Glauben hier eigentlich wirklich Menschen das man soziale Kompetenz aus einem Schulbuch lernt? Bei unserer 24/7 Betreuung und Erziehung bleibt doch die Kreativität, soziale Kompetenz, Eigenverantwortung ... total auf der Strecke. Es krankt nicht nur unsere Bildungssystem sondern unser Erziehungsbild. Es gibt doch kaum ein Land auf der Welt in dem Bildung und Erziehung so roboterhaft auf die Kinder indoktriniert wird wie in Deutschland. Mir tun die Kinder heute nur noch leid ...
Also ich war an einem normalen Grundschultag spätestens um 15Uhr draußen und man hat mich und meine Kumpels bis 19Uhr nicht gesehen . Und siehe da ich hab sogar einen Job und kann mit meinen ausländischen Kollegen locker mithalten. Und ich fühle mich auch im Nachhinein nicht vernachlässigt von meinen Eltern oder der Schule. Im Gegenteil ... was ich da gelernt hab kann ich heute gut gebrauchen.
Dann hamse sich halt nicht verbessert. Wen interessiert das eigentlich? Ist das jetzt ein Skandal, dass Deutschland nicht auf Platz 1 ist?
Iglu und Timss sollen besser mal studieren, wo deutsche Ingenieure im [...]
Zitat von sysopGrundschüler in Deutschland schneiden im internationalen Vergleich gut ab: Beim Lesen, in Mathematik und in den Naturwissenschaften landen Viertklässler bei den aktuellen Iglu- und Timss-Studien erneut im oberen Drittel - verbessert haben sie sich allerdings nicht.
Iglu- und Timss-Studie: Wie Deutschland im Grundschultest abschneidet - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/iglu-und-timss-studie-wie-deutschland-im-grundschultest-abschneidet-a-871993.html)
Dann hamse sich halt nicht verbessert. Wen interessiert das eigentlich? Ist das jetzt ein Skandal, dass Deutschland nicht auf Platz 1 ist?
Iglu und Timss sollen besser mal studieren, wo deutsche Ingenieure im internationalen Vergleich landen. Ich glaub, ziemlich weit vorne...