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Islamunterricht: Schavan befürwortet Imame als Religionslehrer

700.000 muslimische Kinder und Jugendliche gehen derzeit in Deutschland zur Schule - und brauchen kompetente Religionslehrer. Bildungsministerin Annette Schavan forderte nun, islamische Geistliche ähnlich wie christliche Pfarrer in der Schule anzustellen.  

Annette Schavan: Islamische Geistliche könnten in der Schule angestellt werden Zur Großansicht
DDP

Annette Schavan: Islamische Geistliche könnten in der Schule angestellt werden

Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) hat vorgeschlagen, islamische Geistliche zum Religionsunterricht an Schulen zuzulassen. Sie könnten ähnlich wie christliche Pfarrer mit einer halben Stelle eine "Anstellung in der Schule finden", sagte Schavan der Wochenzeitung "Die Zeit". Sie setzt allerdings voraus, dass die Imame zuvor an einer deutschen Universität akademisch ausgebildet wurden.

An den Universitäten in Tübingen, Erlangen und den Doppelstandorten Osnabrück und Münster entstehen derzeit vier neue Institute für islamische Studien. Schavans Ministerium unterstützt die Studiengänge finanziell: Fünf Jahre lang wird jeder Standort mit bis zu vier Millionen Euro aus Bundesmitteln gefördert. Diese Lehrstühle müssten strikt wissenschaftlich ausgerichtet sein, forderte die Bildungsministerin. "Wissenschaftliche Qualität ist durch Bekenntnis nicht ersetzbar", betonte Schavan, die selbst Theologie studiert hat.

700.000 muslimische Schüler in Deutschland

Schavan sagte der Zeitung, sie fasziniere am Islam "die selbstbewusste Weise, die eigene Frömmigkeit zu leben". Manch ein Christ würde bereits "ein Anzeichen von Fundamentalismus" darin sehen, wenn jemand in der Öffentlichkeit bete. "Dass Muslime ihre Religion nicht meinen verstecken zu müssen", gefalle ihr.

Zugleich kritisierte Schavan die Tendenz des Islam, die Religion zu politisieren. Das Christentum habe gelernt, dass der Glaube die Politik nicht dominieren dürfe und umgekehrt. "Diese Erkenntnis steht dem Islam noch bevor", sagte sie.

In Deutschland gibt es nach Angaben des Bildungsministeriums derzeit rund 700.000 muslimische Schüler. Um flächendeckend islamischen Religionsunterricht anzubieten, würden ungefähr 2000 Lehrer benötigt. Die Imame, die derzeit in Deutschland predigen, sprechen oft kaum Deutsch. Sie bleiben auch häufig nur wenige Jahre im Land und kehren dann in ihre Heimat zurück.

fln/afp

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insgesamt 125 Beiträge
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1. Religion hat in der Schule nichts zu suchen.
docstrangeluv 13.04.2011
Zitat von sysop700.000 muslimische Kinder und Jugendliche gehen derzeit in Deutschland zur Schule - und brauchen*kompetente Religionslehrer. Bildungsministerin Annette Schavan forderte nun, islamische Geistliche ähnlich wie christliche Pfarrer in der Schule anzustellen. * http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,756812,00.html
Wer braucht Religionslehrer... katholische, protestatische und nun auch noch Imame? Geht's noch? Leben wir noch im Mittelalter? Niemand braucht das. Es würde doch wohl einer aufgeklärten und wissensorientierten Gesellschaft gut zu Gesicht stehen und es wäre auch angemessen, auf den unsinnigen Quatsch in der Schule komplett zu verzichten. Religion ist überflüssig wie ein Kropf. Wer glaubt das zu brauchen, soll das doch bitte in die Freizeit verschieben. Gesellschaft-, Rechts- und Sozialwissenschaften, Geschichte, Wirtschaftswissenschaft, Naturwissenschaften, die gehören in die Schule und auch hier mangelt es an kompetenten Lehrern. Von Informatik hat z.B. kaum ein Lehrer Ahnung, entsprechende Angebote sind in Schulen heute noch rar und doch wohl deutlich wichtiger als die Diskussion über Dinge, die noch nicht mal existieren und die auch niemand benötigt. Wie viele Kinder nennen als Berufswunsch Priester oder wollen Theologie studieren? Ingenieure werden wohl eher gebraucht, oder? Warum Zeit mit einem Gott verschwenden, der nur als Hirngespinst in leider immer noch viel zu vielen verwirrten und verblendeten Köpfen existiert?
2. keine religion in schulen, keine imame, keine pfarrer - wir brauchen lehrer
Gebetsmühle 13.04.2011
Zitat von sysop700.000 muslimische Kinder und Jugendliche gehen derzeit in Deutschland zur Schule - und brauchen*kompetente Religionslehrer. Bildungsministerin Annette Schavan forderte nun, islamische Geistliche ähnlich wie christliche Pfarrer in der Schule anzustellen. * http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,756812,00.html
konfessioneller religionsunterricht hat an schulen nix verloren. für die religion sind die pfaffen der jeweiligen religionen zuständig. imame und priester haben an wertneutralen staatlichen schulen nix verloren.
3. ...
unifersahlscheni 13.04.2011
Zitat von docstrangeluvWer braucht Religionslehrer... katholische, protestatische und nun auch noch Imame? Geht's noch? Leben wir noch im Mittelalter? Niemand braucht das. Es würde doch wohl einer aufgeklärten und wissensorientierten Gesellschaft gut zu Gesicht stehen und es wäre auch angemessen, auf den unsinnigen Quatsch in der Schule komplett zu verzichten. Religion ist überflüssig wie ein Kropf. Wer glaubt das zu brauchen, soll das doch bitte in die Freizeit verschieben. Gesellschaft-, Rechts- und Sozialwissenschaften, Geschichte, Wirtschaftswissenschaft, Naturwissenschaften, die gehören in die Schule und auch hier mangelt es an kompetenten Lehrern. Von Informatik hat z.B. kaum ein Lehrer Ahnung, entsprechende Angebote sind in Schulen heute noch rar und doch wohl deutlich wichtiger als die Diskussion über Dinge, die noch nicht mal existieren und die auch niemand benötigt. Wie viele Kinder nennen als Berufswunsch Priester oder wollen Theologie studieren? Ingenieure werden wohl eher gebraucht, oder? Warum Zeit mit einem Gott verschwenden, der nur als Hirngespinst in leider immer noch viel zu vielen verwirrten und verblendeten Köpfen existiert?
...Gott gibt Kraft und innere Stärke. Aber das kann einer, der nicht glaubt, wohl nicht verstehen. Aber natürlich respektiere ich Ihre Meinung und sehe Sie als einen wertvollen Menschen an. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.
4. Säkular?
aristo32 13.04.2011
Dieser ganze Religionsquatsch geht mir echt auf die Zwiebel. Ich dachte immer wir leben in einem säkulären Staat! Das geht nicht nur gegen die Imame! Auch katholische oder evangelische Religionslehrer haben heutzutage nix mehr in der Schule zu suchen! Religion ist privatsache. Jeder soll seine Religion ausüben wie er will. Ethikunterricht für alle reicht doch! Und wenn wir im Geschichtsunterricht lernen, was uns die Religionen in der VErgangenheit gebracht (Krieg und Totschlag) haben reicht doch!
5. Was soll der Unsinn
rmuekno 13.04.2011
Religionsunterricht egal welcher als auch der Ersatz Ethikunterricht etc. hat in der der Schule nichts zu suchen, die dafür verwendeten Schulstunden sind reine Verschwendung. lehrt den Kinder in der zeit was besseres.
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Islam
Geschichte
Der arabische Begriff "Islam" bedeutet "Unterwerfung", gemeint ist "unter den Willen Gottes". Er bezeichnet die jüngste der drei monotheistischen Weltreligionen. Der Islam entstand im siebten Jahrhundert auf der arabischen Halbinsel im heutigen Saudi-Arabien. Schon bald nach dem Tod des Propheten Mohammed stieg das islamische Reich zur Weltmacht auf.

Islam , Christentum und Judentum eint Vieles, zum Beispiel die zentrale Bedeutung der Beziehung zwischen Gott, dem Schöpfer, und dem Menschen, seinem Geschöpf. Auch spielen viele aus dem Alten und Neuen Testament bekannte Propheten eine Rolle im Islam.

Die fünf Säulen des Islam sind das Glaubensbekenntnis, das fünfmalige tägliche Gebet, die Spende an die Armen, das Fasten im Monat Ramadan und die Pilgerfahrt nach Mekka .

Über eine Milliarde Menschen bekennen sich zum Islam, in über 50 Staaten stellen Muslime die Mehrheit die Bevölkerung. Rund zehn Prozent der Muslime sind Schiiten, fast alle übrigen Sunniten.
Koran
"Koran" bedeutet in etwa "Das Vorzutragende" und beschreibt die Summe der Offenbarungen, die der Prophet Mohammed von Gott empfing - übermittelt durch den Erzengel Gabriel.

Bald nach dem Tod des Propheten (632 n. Chr.) begannen die Versuche, aus den bis dahin vor allem mündlichen Überlieferungen einen gemeinsamen, authentischen und schriftlich kodifizierten Koran zu kompilieren - ein Unternehmen, das erfolgreich war, denn heute gibt es zwar noch einige abweichende Lesarten des Koran, aber im Wesentlichen beziehen sich alle Muslime, egal ob Sunniten oder Schiiten, auf denselben Text.

Der Koran ist in Suren gegliedert, die wiederum aus Versen bestehen. Der Koran ist nach Länge der Suren geordnet - aber auch eine zeitliche Ordnung lässt sich einigermaßen sicher rekonstruieren. So unterschieden sich die sehr früh geoffenbarten Suren stilistisch und inhaltlich deutlich von den späteren, die weniger poetisch sind und zahlreiche klare Anweisungen enthalten.

Nach orthodox-islamischer Vorstellung ist der Koran (anders als die Bibel ) die wörtliche Rede Gottes - er ist deswegen unveränderlich und überall und zu jeder Zeit gültig. Das heißt aber nicht, dass er nicht der Interpretation zugänglich wäre: Zahllose islamische Gelehrte haben dem Koran in 14 Jahrhunderten immer wieder neue Facetten abgerungen und ihn für das tägliche Leben anwendbar gemacht.
Mohammed
Mohammed war der Empfänger des Koran : Ihm erschien der Erzengel Gabriel, er gab Gottes Offenbarung an die Mekkaner weiter. Die freilich wollten von der aufrührerischen neuen Lehre zunächst nichts wissen und ihren Polytheismus nicht aufgeben. Mohammed verließ seine Heimatstadt daraufhin und zog mit seinen ersten Unterstützern ins rund 300 Kilometer entfernte Yatrib, das spätere Medina. Dort stieg Mohammed bald zum Führer seiner stetig wachsenden Gemeinde auf. Schließlich schlossen sich auch die Mekanner dem Islam an.

Mohammed war Prophet, Richter, Heerführer und Herrscher in einer Person. Aber anders als etwa Jesus für die Christen ist er nach islamischer Ansicht weder sündenfrei noch mehr als ein Mensch gewesen. Gleichwohl gilt er den Muslimen als das beste Vorbild. Außer dem Koran sind die Sammlungen von Mohammeds Taten und Aussprüchen deshalb wichtige Texte für die islamische Glaubenspraxis und Rechtsfindung.

Mohammed entstammte einem verarmten Zweig eines wichtigen mekkanischen Stammes, den Koreischiten. Schon bevor ihm der Engel Gabriel erschien, soll er sich regelmäßig als Eremit zum Kontemplieren und Meditieren zurückgezogen haben - eine damals nicht völlig unübliche Praxis. Mit welchen anderen religiösen Vorstellungen Mohammed vertraut war, ob er Umgang mit christlichen oder jüdischen Religionsgelehrten hatte, ist ungewiss. Aber Mohammed war auch Kaufmann, er begleitete Karawanen, zum Beispiel in den syrischen Raum. Es ist wahrscheinlich, dass er dabei mit einer Vielzahl von Glaubensvorstellungen in Berührung kam.
"Corpus Coranicum"
Das Projekt "Corpus Coranicum", das an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften angesiedelt ist, hat sich drei große Aufgaben gestellt: Zum einen soll die Entstehungsgeschichte des Korantextes nachvollzogen und dokumentiert werden. Dabei soll es auch darum gehen, frühe Handschriften mit Koranfragmenten auszuwerten und unterschiedliche Lesarten des Korantextes darzustellen. Zum Zweiten wird eine Datenbank von "Texten zur Umwelt des Koran" erstellt. Diese sogenannten Intertexte sollen helfen, das geistige Klima zu rekonstruieren, in dem der Koran entstand. Schließlich sollen die neuen Daten und Erkenntnisse in einem Buchprojekt zusammengeführt und gedeutet werden.

Das Projekt wird geleitet von der Berliner Professorin Angelika Neuwirth; die Arbeitstelle besteht derzeit aus vier Wissenschaftlern.
"Intertexte"
Mit diesem Begriff beschreiben Neuwirth und ihr Team Texte, die sich zu bestimmten Passagen des Korantextes in Beziehung setzen lassen - dabei kann es sich um alttestamentarische Texte handeln, aber auch um christliche, christlich-apokryphe, altarabische, hellenistische oder noch andere Texte handeln. Es geht allerdings ausdrücklich nicht darum, vermeintliche Quellen des Koran zu identifizieren - sondern eher die "Kontrastfolie" (Neuwirth) zu dem, was der Koran sagt.

Ein Beispiel für einen Intertext: "Sprich: Er ist Gott, einer", heißt es in der 112. Sure des Koran. Neuwirth setzt diese Stelle in Beziehung zum Alten Testament, Deuteronomium 6,4: "Höre Israel, der Herr ist unser Gott, der Herr ist einer".

Hier könne man sehen, wie der Koran Altes aufgreift, um Neues zu sagen, meint die Islamforscherin. So werde in der 112. Sure keine bestimmte Gemeinschaft mehr adressiert, wie zuvor noch die Juden ("Israel") in der alttestamentarischen Passage. Sondern es stehe da, in denkbar karger, aber umso deutlicherer Form: "Er ist Gott, einer".

Zugleich sei in diesem Fall durchaus von einer bewussten Anspielung des Koran auf Deuteronomium 6,4 auszugehen. Denn das Arabische "ist an dieser Stelle grammatikalisch geradezu falsch", so Neuwirth - dafür aber analog zu der hebräischen Passage gebildet.

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Hungerkünstler: Muslimische Studenten im Ramadan

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