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Soziale Netzwerke: Nur jeder achte Lehrer facebookt mit seinen Schülern

Facebook: Wo Schüler und Lehrer sich selten treffen Zur Großansicht
DPA

Facebook: Wo Schüler und Lehrer sich selten treffen

Sie mailen lieber, als zu chatten: Ein Großteil der Lehrer verzichtet darauf, mit Schülern über soziale Netzwerke zu kommunizieren. Das zeigt eine Umfrage. Vier von zehn Pädagogen sagen demnach: Wir dürfen das auch gar nicht.

Sie sind zwar keine digitalen Analphabeten, aber so richtig intensiv nutzen Lehrer das Internet für ihre Kommunikation mit ihren Schülern auch nicht: Nur wenige Lehrer sind mit ihren Schülern in sozialen Netzwerken wie Facebook verbunden - nämlich nur 12 Prozent. Das jedenfalls hat eine repräsentative Umfrage unter Lehrern der Sekundarstufe 1 ergeben. Wenig überraschend: Je jünger die Lehrer, desto wahrscheinlicher, dass sie sie online aktiv sind.

Von denen, die via Facebook und Co. mit ihren Klassen kommunizieren, nutzen drei von vier die sozialen Netzwerke, um Schülern Links zu interessanten Online-Artikeln zu schicken. Mehr als die Hälfte (61 Prozent) beantwortet auf diesem Weg individuelle Anfragen zum Unterrichtsstoff - fast jeder Zweite (47 Prozent) postet Hausaufgaben.

Nicht in jeder Schule ist es Lehrern erlaubt, sich mit Schülern in sozialen Netzwerken zu verbinden. So sagten vier von zehn Befragten (41 Prozent), dass ihr Arbeitgeber ihnen das generell untersagt. Jedem Fünften (20 Prozent) ist es verboten, soziale Netzwerke für schulische Belange zu nutzen.

Im vergangenen Sommer gab es eine große Debatte darüber, ob Lehrer im Web mit Schülern befreundet sein dürfen oder über Facebook ihren Unterricht organisieren? Einige Länder hatten dafür strenge Regeln angekündigt, andere wollten von "Verbotskultur" nichts wissen. Immer wieder zeigt sich: Die Unsicherheit zum richtigen Umgang mit den sozialen Netzwerken ist groß.

Die meisten Lehrer verlassen sich bei der Online-Kommunikation, so die Umfrage, nach wie vor auf die E-Mail, nämlich 78 Prozent. Nur jeder fünfte Lehrer verzichtet demnach ganz auf digitale Kommunikation mit Schülern, 13 Prozent sogar auf jeden Online-Kontakt auch zu Eltern.

Die Umfrage durchgeführt haben die Meinungsforscher von Aris, beauftragt vom Branchenverband Bitkom. Befragt wurden dafür 502 Lehrer an Haupt-, Real- und Gesamtschulen sowie Gymnasien.

otr/dpa

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insgesamt 31 Beiträge
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1. (°_°)
Just4fun 02.06.2014
Zitat von sysopDPASie mailen lieber als zu chatten: Ein Großteil der Lehrer verzichtet darauf, mit Schülern über soziale Netzwerke zu kommunizieren. Das zeigt eine Umfrage. Vier von zehn Pädagogen sagen demnach: Wir dürfen das auch gar nicht. http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/lehrer-facebook-soziale-netzwerke-selten-als-schulisches-mittel-a-972906.html
... und weshalb sollte das erstrebenswert sein?
2. ?!
SilverTi 02.06.2014
Würde mir NIE in den Sinn kommen, mit meinen Schülern oder deren Eltern über soziale Netzwerke zu kommunizieren....
3. Schlimm genug,
geduldiger beobachter 02.06.2014
dass die Schüler das in der Freizeit so oft tun!
4. Aha,
mairae 02.06.2014
ich sehe in diesem Artikel keinen Sinn. Ich habe eine Telefonnummer für alle Belange der Arbeit und das wars. Wenn mich Eltern oder Schüler erreichen wollen, dann schaffen sie das auch. Soziale Netzwerke meide ich sowieso und ich finde es nicht erstrebenswert überhaupt dort mitzumachen oder gar meine Arbeit dort zu organisieren.
5. Blockieren oder gestalten?
eibo 02.06.2014
Es darf wohl nicht dem einzelnen Lehrer und der einzelnen Lehrerin überlassen bleiben, sich gegen soziale Netze zu sträuben. Es wäre zu hoffen, dass hier die Schulen diesen Kommunikativen Weg für alle verbindlich festlegt und vorschreibt.
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