Steinbrück im Dein-SPIEGEL-Interview: "Ich war zu störrisch"

Steinbrück im Schüler-Interview: Ich konnte garstig sein Fotos
Maurice Weiss/ OSTKREUZ/ DER SPIEGEL

Als Schüler hatte SPD-Politiker Peer Steinbrück keine Lust aufs Französischlernen, und bei Niederlagen konnte er "garstig" werden. Heute könne er gut verlieren, versichert der SPD-Kanzlerkandidat im Dein-SPIEGEL-Interview. Für die Bundestagswahl hofft er auf "eine ganz gute Klassenarbeit".

Hamburg/Berlin - SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück bereut, dass er sich als Schüler ums Lernen gedrückt hat. Wegen schlechter Noten in Mathe, Griechisch und Latein habe er die achte und neunte Klasse wiederholen müssen, sagte er dem Nachrichten-Magazin für Kinder "Dein SPIEGEL".

"Ich bin sitzengeblieben, weil ich die Angebote der Schule nicht angenommen habe", erzählte er den Nachwuchsreportern Tony, 12, und Marina, 10. Auch um Steinbrücks Französischkenntnisse stand es schlecht: "Ich war zu störrisch, in Französisch Vokabeln und Grammatik zu lernen." Deshalb könne er die Sprache heute nicht so gut: "Das finde ich blöd."

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Als Kind sei er ein schlechter Verlierer gewesen: "Ich wurde manchmal garstig, wenn Freunde beim Spielen gewannen." Damals habe ihm seine Großmutter immer gesagt, dass man gut verlieren können müsse. Das sei eine Frage des Anstands. "Das habe ich mir gemerkt." Heute könne er mit Niederlagen aber gut umgehen.

Die schlechten Umfragewerte für seine Partei interessierten ihn nicht mehr, behauptete Steinbrück: "Das ist so, als ob dir jemand in der Schule immer wieder sagen würde, dass du schlecht bist - und am Ende schreibst du doch eine ganz gute Klassenarbeit."

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Ausgabe 9/2013

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insgesamt 29 Beiträge
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1. Ist doch schön,
fort-perfect 19.08.2013
Zitat von sysopddp imagesAls Schüler hatte SPD-Politiker Peer Steinbrück keine Lust aufs Französischlernen, und bei Niederlagen konnte er "garstig" werden. Heute könne er gut verlieren, versichert der SPD-Kanzlerkandidat im Dein-SPIEGEL-Interview. Für die Bundestagswahl hofft er auf "eine ganz gute Klassenarbeit". http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/steinbrueck-im-deinspiegel-interview-ich-bin-ein-guter-verlierer-a-917266.html
wie Kanzlerkandidat (und auch Ḱanzlerin) so kurz vor der Wahl auch mal ihre menschliche Seite zeigen.... von wegen eiskalter Machtpolitiker oder so..... es sind Menschen wie du und ich und sie leiden und leben auch wie du und ich..... Zumindest hätten sie es gerne, wenn die Republik sie so sehen würde.... diese kriminellen Strolche.....
2. ja nee..
ja-sager 19.08.2013
leider erkenne ich in seinem Schaf-im-Wolfspelz-Gehabe dann doch nur den Wahlkämpfer Steinbrück, zu aufgesetzt wirkt er. Viel zu oft ruft er, er nennt es Klartext, nach der Kavallerie. Er kann es nicht lassen und das macht ihn als Politiker und Staatsrepräsentant unmöglich. Mit seinem störrischen Gehabe hat er bisher noch jede Wahl versaut, das hätte die SPD wissen müssen.
3. Das ist so eine Sache mit den Umfragewerten...
peter_30201 19.08.2013
Die Leute, die einem ständig sagen, dass man schlecht ist, sind dann dummerweise auch die, die einen irgendwann mal wählen müssen.
4. Seine Oma hätte ihm auch Verantwortung beibringen sollen !
analyse 19.08.2013
Wenn er denn Fähigkeiten hat,dem Land in Regierungsverantwortung dienen zu können,darf er sich dem - besonders in Krisenzeiten - nicht verweigern!Aber er schlägt Mitarbeit in einer großen Koalition aus und empfiehlt das sogar seiner Partei,da sie dabei zu schlecht abschneiden würde d.h. er stellt Parteiinteresse vor Landesinteresse das ist verantwortungslos! Solche Politiker sollte man nicht wählen !
5. Nachwuchs
hanfiey 19.08.2013
Die SPD besteht in der Führungsriege gefühlt nur noch aus alten Männern. Hier wäre dringend junges Blut angesagt mit neuen Ideen und Konzepten. Dann wäre diese Partei auch wählbar, aber so, sorry, das wird den Peer ärgern aber wer so stur an altem festhält und die CDU noch am rechten Rand überholen möchte hat in der "Sozaldemokratie" verspielt.
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